Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich zum ersten Mal Mutter wurde vor etwas mehr als 7 Jahren. Alles war aufregend: die Schwangerschaft, die Gefühle, die Überlegungen, wie es danach weiter gehen sollte. Und natürlich auch die Angst davor, etwas falsch zu machen. Ich erinnere mich, wie ich Bücher las und mir Listen ansah, was ich alles für das Baby brauchen würde. Schließlich schrieb ich selbst eine lange Liste mit all dem, was ich so aus unterschiedlichen Quellen zusammen getragen hatte, rechnete es durch und besprach mit meinem Mann, wann wir was anschaffen würden.

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Worauf achten beim Kauf von Kinderkleidung? – Fotografin Anna Kley

Nun sind mehr als sieben Jahre vergangen und ich habe drei Kinder bekommen. Drei Mal haben wir Dinge neu angeschafft und jedes Mal wurde die Liste kürzer. Zum einen, weil wir natürlich Dinge aufbewahrt hatten. Aber vor allem auch, weil ich viele Sachen ausschließen konnte, von denen ich gemerkt hatte, dass wir sie gar nicht brauchten. Es gab Dinge, die besonders wichtig waren und solche, die ich ungenutzt weiter geben konnte. Im Laufe der Zeit zeigte sich, dass es einfach Dinge gibt, die wirklich sinnvoll sind.

Für mich haben sich im Laue der Zeit folgende Aspekte als wichtig erwiesen für die Erstausstattung der Kinder:

  • Materialien nach Möglichkeit aus ökologischer Herstellung. Für meine Kinder wünsche ich mir, dass sie in einer guten Welt morgen aufwachsen, weshalb ich heute darauf achte, dass die Welt nicht zu sehr belastet wird. Und natürlich wünsche ich mir auch, dass keine schädlichen Farbstoffe, Weichmacher oder ähnliches mein Baby belasten.
  • Bequeme Kleidung. Es gibt wirklich zauberhafte Sachen für Babys: tolle Farben und Schnitte, wunderbare Muster. Aber manches Mal sind die Sachen einfach nicht für die Bedürfnisse eines Babys geeignet. Kleidung für Babys sollte in erster Linie immer bequem sein: Keine Bündchen, die einschneiden, schon gar nicht am Bauch. Keine zu engen Hosen, die die Beinfreiheit behindern, denn diese kleinen Beine sind ständig in Bewegung. Wer sein Baby im Tuch oder einer Trage tragen möchte, sollte besonders darauf achten, dass die Kleidung in der Anhock-Spreizhaltung, die das Baby beim Tragen einnehmen soll, nicht am Bauch einengt, weshalb beim Tragen Strampler oder Overalls sehr praktisch sind (übrigens sollte auch die Windel hier nicht zu eng sitzen).
  • Kleidung, die lange hält: Babys wachsen, und sie wachsen schnell. Deswegen ist es praktisch, von Anfang an auf “mitwachsende” Kleidung zu achten.
  • Leichte Handhabung: Alles ist für Babys neu und sie brauchen Zeit, um an zu kommen im Leben. Sie verarbeiten die Reize, die sie wahrnehmen, noch sehr langsam. Deswegen ist es wichtig, dass wir auch in den Handlungen mit ihnen langsam sind und ruhig mit ihnen umgehen. Babykleidung sollte deswegen immer einfach in der Handhabung sein: Wickelbodys sind ideal, um Babys zu bekleiden, da der Body nicht unbequem über den Kopf gezogen werden muss. Auch Pullover sollten nach diesem Kriterium ausgewählt werden. Hosen sollten schnell zu Wechseln sein und Strampler auch Druckknöpfe im Schritt und am Bein entlang haben. So kann die Windel problemlos gewechselt werden und das Baby muss nicht ganz entkleidet werden.
  • Gut ist es auch, wenn Sachen mehrfach verwendbar sind: Wendbare Strampler mit unterschiedlichen Mustern, eine Babydecke kann auch als Pucktuch genutzt werden, Stulpen können Beine und Arme wärmen oder auch mal drinnen die Hose ersetzen, wenn das Baby ohne Windel spielen darf.
  • Sicherheit ist wichtig: Manche Kleidung ist wirklich niedlich mit aufgenähten Schmuckelementen und Knöpfen. Doch hier sollte immer darauf geachtet werden, dass solche Kleinteile nicht abgehen können. Und auch an anderer Stelle kann man auf Sicherheit achten: Manchmal ist es gut, Babys Bauch zu wärmen. Aber Wärmflaschen können schnell zu heiß sein und bergen die Gefahr des Auslaufens. Kirschkernkissen oder Kissen mit Traubenkernen sind hier die sicherere Alternative. Sicherheit ist auch wichtig in Bezug auf den Wickelplatz. Nicht selten wird die Bewegungsfähigkeit von noch kleinen Kindern unterschätzt und Babys rollen sich vom Wickeltisch. Dabei kann man den Wickeltisch eigentlich auch ganz weg lassen und lieber gleich auf dem Fußboden oder Bett wickeln. Auch in Bezug auf Babys Schlaf spielt Sicherheit natürlich eine große Rolle: Babys sollten in der Nähe ihrer Eltern schlafen zur Vorbeugung des Plötzlichen Kindstods. Eigene Kinderzimmer für Babys sind daher gar nicht notwendig.
  • Weniger ist mehr: Gerade in Bezug auf die Körperpflege des Babys gilt dieser Hinweis. Denn Babys sind oft noch nicht so sehr schmutzig, dass sie mit Seifen gewaschen werden müssten. Klares Wasser, Muttermilch und etwas Öl reichen oft als Pflegemittel aus. Eine Wundschutzcreme kann für die Erstausstattung noch sinnvoll sein, wie auch ein einzelner Badezusatz, wenn es doch mal eine gründlichere Reinigung sein soll.
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Die geborgene Erstlingsbox – Fotografin Anna Kley

Die geborgene Erstlingsbox – Werbung

Nach drei Kindern hat sich für mich ein fester Kern der Erstausstattung herausgebildet, die ich gut und empfehlenswert finde. Er basiert auf den Aspekten, die oben ausgeführt sind und auch auf Basis der Erfahrungen mit einzelnen Marken, die ich im Laufe der Zeit verwendet habe. All diese Erfahrungen habe ich nun in ein Projekt zusammengegossen: Die geborgene Erstlingsbox. Eine Box für (werdende) Eltern, die eine sinnvolle, langlebige und ökologisch vertretbare Erstausstattung für das Baby beinhaltet und zugleich ein Schlafplatz für das Baby ist. Das Projekt “Die geborgene Erstlingsbox” startet am Donnerstag, dem 25.8.2016. Wer über den Start informiert und per Email noch weitere Informationen für einen guten Start in die Elternschaft erhalten werden möchte, kann sich hier zum Newsletter anmelden.

Zur Autorin:

Susanne Mierau ist Kleinkindpädagogin und Mutter von 3 Kindern. Sie hat viele Jahre als Familienbegleiterin gearbeitet und bloggt seit 2012 über bindungsorientierte Elternschaft auf geborgen-wachsen.de

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