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Dieses Jahr haben wir endlich wieder einen Weihnachtsbaum, der größer als 30 cm ist und fein leuchtet. Darunter passen auch einige Geschenke – davon haben wir viele. Für mich bedeutet Weihnachten Stress. Nichts von beschaulicher Atmosphäre und Schnee. Im Auto sitzen, zur Familie fahren, Geschenke aufruppen und Baby beruhigen – muss das sein?

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Zu Weihnachten Probleme?

Stress unterm Weihnachtsbaum

Als wir noch zuhause wohnten, sind wir noch an Heiligabend zusammen beide Eltern besuchen gegangen. Das war schon stressig, sodass wir uns in den Folgejahren darauf einigten, erst zu den Schwiegereltern zu gehen und am 1. Weihnachtsfeiertag meine Eltern besuchen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag folgte dann der Besuch der Schwiegergroßeltern in der Heimatstadt.

Letztes Jahr übernachteten wir noch in der Heimat, um den einstündigen Rückweg auf potenziell glatten Straßen zu meiden. So packten wir am Vormittag von Heiligabend Geschenke aus (weil groß und viel), ebenso am Nachmittag wie auch am ersten und zweiten Feiertag. Da wirste doch irre im Kopf. Wie soll ein Kind denn verstehen, dass auf einmal so viele Geschenke kommen und vor allem: wann soll man damit spielen?

Dieses Jahr habe ich auf die Fahrerei und das Hin und Her keinen Bock. Am liebsten würde ich mit Mann und Kindern zuhause in Ruhe die Geschenke auspacken und Plätzchen naschen. Das steht aber nicht zur Debatte, leider. Die Geschenkewelle rollt dennoch auf uns bzw. das Kind zu (natürlich auch selbstverschuldet).

Dieses Jahr wird anders gefeiert

Immerhin konnte ich mich vor den Übernachtungen drücken. Mit dem dann sechs Monate altem Baby habe ich erstens eine gute Ausrede und zweitens einen noch größeren Drang nach Ruhe. Ich will abends nicht mehr mit Menschen reden. Ich möchte meinen Baby-Feierabend genießen, ohne mich nach anderen richten zu müssen. Ja, auch an Heiligabend.

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Beschlossen ist nun, dass wir erst zum Kaffee bei den Schwiegereltern auftauchen und vor dem Abendessen auf unseren Wunsch zurückfahren. Erstens traue ich den Straßen nicht, zweitens dem Baby, das oft im Auto quakt und drittens möchte ich eigentlich nur zuhause sein. Und ist das nun schlimm?

Am 1. Feiertag kommen meine Eltern mit meiner Oma im Schlepptau und dürfen sich zum Mittag und Kaffee von uns bewirten lassen. Das finde ich wiederum toll: ich bin im beschaulichen Zuhause, kann alles fein vorbereiten und habe keinen Stress (der Mann hilft immerhin beim Putzen und Vorbereiten).

Den 2. Feiertag haben wir uns bisher offen gelassen. Vielleicht sehen wir einen Kita-Freund oder bleiben vergnüglich bei Brettspielen und Kakao zuhause.

Man kann es nie allen recht machen

Und das ist der Punkt. Wir ernteten so viele Kommentare zu unserer diesjährigen Weihnachtsplanung. Von “Das haben wir immer so gemacht.” bis “Schade, dass ihr nicht kommt.” Ich glaube, da sollte ich drüber stehen. Eine Lösung wird sich immer finden, ob da nun alle zufrieden sind oder nicht, wird sich zeigen.

Ich wähle gerne den Weg, der zu uns am besten passt. Dass es für Baby 2.0 auch sehr stressig ist, wenn laute Stimmen durcheinander reden, sieht meist keiner. Wenn Baby gestresst ist, bin ich auch gestresst usw. Eigentlich will ich Weihnachten nur in Ruhe genießen, daher die Besuchszeitenkürzung. Und nun? Halb so schlimm, oder?

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