Wuah, wie komme ich zu mehr Freizeit – trotz Kinder? – Mama, spielst du mit mir? Mama, kann ich Fernsehen? Mama, darf ich mit den Perlen spielen? Natürlich kannst du mit den Perlen spielen!
(Dann habe ich endlich mal Zeit, kurz am Mac zu sitzen und etwas Produktives zu machen. Facebook zähle ich mal nicht dazu. Dafür aber Ruby lernen, meine aktuelle Zeitschrift lesen und mir dazu auch noch Gedanken zur praktischen Umsetzung Tipps machen)

Kinder kann man nicht allein lassen

Nach drei Minuten sah das Perlenspiel allerdings so aus:

Mamaskind spielt mit Perlen
Chaos mit Kindern leben

Da Kinder nur selten so aufräumen, wie ich es mir vorstelle, muss ich also aufräumen. Statt Zeit für mich und mein Hobby zu haben, während mein Kind spielt, hab ich noch mehr Arbeit.

Die Zeit hätte ich auch mit meinem Kind verbringen können. Das wäre für uns beide besser gewesen. Bleibt nur die Frage: Muss ich meine Hobbys ändern? Muss ich gar auf sie verzichten, weil mein Kind mich braucht?

Alltag mit Kind – Freizeit ist selten

Lang her scheint unser beschaulicher Alltag: Studienkurse, zwei Mal in der Woche als Werkstudentin arbeiten gehen, vielleicht noch ein paar Übungen für Mathe durchgehen und dann die nahezu endlose Freizeit ohne Kind genießen.

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Mit Ankunft des ersten Kindes änderte sich das natürlich: Studium bzw. die Bachelorarbeit schreiben, Kind von der Tagesmama abholen, Kinderbeschäftigung bis zum Einschlafen, nebenher den Haushalt machen und nachts bei jedem Schrei das Kind umhertragen. Je kleiner das Kind desto länger seine Schlafphasen. Bei dem Dreijährigen sind wir bereits glücklich, wenn er dann doch noch seinen Mittagsschlaf am Wochenende macht. Das ist leider sehr selten geworden.

Ohne Mittagsschlaf weniger Zeit für Hobbys

Freitagnachmittag wird uns Eltern meist bewusst: oh nein, das Wochenende beginnt! Andere Eltern wissen was ich meine: wir wissen unsere Jobs zu schätzen und sind meist glücklich, wenn wir wieder aus dem Kinderalltag entfliehen dürfen (sog. „Montag“, Tag des Hasses aller Kinderlosen). Man machte sich einst Pläne, wie das Wochenende laufen soll, was man schaffen möchte und sah sich anschließend der Realität gegenüber gestellt: Chaos.

10 Tipps für den gelassenen Alltag mit Kindern

  1. Keine detaillierten Pläne machen
  2. Spielplatz-Touren unternehmen, auch im Regen!
  3. Bedürfnisorientiert auf Kinder reagieren
  4. Kleine Freunde einladen oder besuchen
  5. Kinderbelustigung teilen um Freiraum zu schaffen (1h ich, dann er)
  6. Kind zu Oma und Opa bringen
  7. In stressigen Situationen kurz durchatmen (Tee trinken) und weitermachen
  8. Aufgabenverteilung durchdenken (Papa tobt, Mama malt?)
  9. Kind bei der Hausarbeit mithelfen lassen (mehr Zeit einplanen)
  10. Eigenen Ordner mit Kinder-Apps auf dem iPhone anlegen

Durchhalten ohne durchzudrehen

Es dreht sich folglich alles darum, wie man selbst gelassen bleiben kann. Daher ist es aus meiner Sicht wichtig, dass Eltern nicht die ganze Zeit ums Kind rumtanzen, sondern dass sich Kinder in den Alltag einbringen. Das geht natürlich auch bedürfnisorientiert: Die Bedürfnisse von Eltern und vom Kind sollen beachtet werden.

Natürlich ändert sich so gut wie alles im Vergleich zum kinderlosen „Vorleben“. Gerade dann, wenn man denkt eine Pause zu haben, folgt eine weitere Katastrophe (Einnässen, Magen-Darm beim Kind oder Monster im Zimmer).

Freiräume schaffen, versuchen, gelassen zu bleiben und einfach machen. Dabei sollte man immer an die (vielen!!!) schönen Augenblicke mit dem Kind denken. Immerhin darf man wieder im Sandkasten spielen, Indoor-Spielplätze besuchen und wild herumhüpfen! Dazwischen muss man lediglich durchhalten ohne durchzudrehen. All das tun Eltern.

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Gelassen kleine Unfälle betrachten

P.S. Wir haben heute nicht gemeckert als das Goldkind die Klopapierrolle abgewickelt und nach und nach im Klo versenkt und gespült hat. Wir haben auch nicht gemeckert, als ich schließlich mit Handschuhen und der Herr Papa mit Pümpel bewaffnet jene Reste aus der Toilette zog (ihhhh!). Der gelassene Papa meinte, er konnte ja nicht wissen, dass das passieren würde. Recht hat er.

Als ich das schrieb, hatten wir nur ein Kind, das drei Jahre alt war. Inzwischen haben wir drei Kinder und sind nicht immer so gelassen. Alltag mit Kindern ist fordernd. Es kann dauern, bis man den Ausgleich gefunden hat. Viel Kraft dafür. ❤️

Kinder kosten Zeit – Freizeit

Mit der Geburt eines Kindes gibt man nicht nur ein Teil seines Herzens ab – dieser ist unweigerlich mit dem des Sprösslings verbunden. Man gibt auch Geld aus und einen erheblichen Anteil an Freizeit auf. Erst denkt man, „Schön, das nehme ich gerne in Kauf, denn ich habe nun ein Baby.“ Aber bleibt das so?

Mit dem Baby versiegte die schier unendliche Quelle der Freizeit. Sie war einfach weg. Wir hatten nun einen Säugling mit Koliken, das Baby spuckte nach dem Stillen, schrie oft und mich brachte mich manchmal zur Verzweiflung und Tränen. Die Umstellung fiel mir nicht leicht, Freizeit ist ein kostbares Gut. Hoch geschätzt: Die Familie in der Nähe, 15 min Fußweg entfernt.

Geht mit kleinem Baby auf Anfang noch gut: es zum Schlafen in die gepolsterte Badewanne legen. Eltern-Hack im Alltag mit Babys | Mamaskind.de
Geht mit kleinem Baby auf Anfang noch gut: es zum Schlafen in die gepolsterte Badewanne legen.

Dann kam das zweite Kind

Wie viel Zeit ich für mich ich nach und nach gewann, bemerkte ich erst, nachdem ich das zweite Kind geboren hatte. Während der 4-Jährige schon wunderbar allein spielte oder Bücher ansah, brauchte mich der neue Mensch ständig.

Ich war seine Milchbar, ohne mich geht nichts. Allein unterwegs war ich bisher zu zwei Arztterminen und einem Kinderturnen, zu dem der Mann beide Söhne mitnahm. Plötzlich war ich wieder gefangen im Alltag – das Baby braucht mich. Das Kind kostet mich meine Freizeit.

Ich habe Glück, dass wir eine gleichberechtigte Partnerschaft haben und uns alles teilen. Bis auf das Stillen sind unsere Aufgaben rund um die Kinderbetreuung und den Haushalt fair aufgeteilt – aus seiner und meiner Sicht.

Drei Kinder kneten friedlich nebeneinander. Seltene Momente. | mehr Infos auf Mamaskind.de
Drei Kinder kneten friedlich nebeneinander. Seltene Momente.

Wie viel Zeit habe ich für mich?

Als Freizeit definiere ich wirklich nur die Zeit, in der ich für niemanden zur Verfügung stehe und nicht durch quakende Kinder gestört werde. Somit muss das in der Schlafenszeit der Söhne angesiedelt werden. Doch wann schlafen beide gleichzeitig? Nach meiner Rechnung habe ich 2 – 5 Stunden Freizeit, in der ich machen kann, was ich will. Der Mann kommt auf weniger, denn seine Mittagspause verbringt er mit den Arbeitskollegen.

Im Gegensatz zu ihm habe ich an glücklichen Tagen ein paar Stunden frei, wenn das Baby durchgängig Mittagsschlaf macht. Selten, kommt aber vor. Aus Sicht des Mannes muss das Zeit-Problem somit noch intensiver sein. Erst nachdem er das Baby müde geschunkelt und es an mich zum Stillen übergeben hat, geht er an seinen Computer. Das ist gegen 21 Uhr, also 15 Stunden nach seinem Weckerklingeln. Und er meckert nicht.

Tragetuch für Kinder - mamaskind.de
Baby im Tragetuch und etwas arbeiten wollen

Müdigkeit und etwas schaffen wollen

Zusammen haben wir folglich ca. zwei Stunden am Abend, die wir gemeinsam verbringen können, aber beide etwas für uns schaffen wollen. Mit dem Abend kommt auch die Müdigkeit, so fällt es mir immer schwerer, noch etwas für den Blog zu tun oder zu arbeiten. Wie komme ich also zu mehr Freizeit? Ich merkte innerlich, dass immer genervter wurde, wenn Kleinigkeiten nicht klappten und ich das auch im Meckerton äußerte. Eine Veränderung muss her, damit ich nicht den Mann annöle, der auch müde von der Arbeit kommt und sich dennoch der Kinderbetreuung widmet.

Wir besprachen, dass er künftig auch den Baby-Sohn mit zum Kindersport des Großen mitnimmt. Ich habe zwei Stunden nur für mich, nicht mal ein Kinderstimmchen im Hintergrund. Letzte Woche probierten wir das zum ersten Mal aus. Das Baby hielt auch ohne Milchbar aus – es gab genug zu sehen. Der große Bruder störte sich nicht daran, dass sein Papa größtenteils mit dem Bruder beschäftigt war. Es lebe die Freizeit. Zeit für mich.

Aussicht

Der Mann schafft es irgendwie, in seiner kurzen freien Zeit zu arbeiten und richtig produktive Dinge zu vollbringen, während ich noch auf Twitter oder Facebook rumhänge und viele Minuten verschwendet habe (obwohl ich die Social Networks nicht allgemein als Verschwendung sehe).

Ich müsste meine Zeit besser nutzen. Und der Mann? Ist viel tapferer als ich. Meckert nicht, kümmert sich selbstredend sofort um seine Söhne, ohne erst die Beine hochlegen zu müssen. Mal sehen, wann und ob er mehr Minuten für sich fordert und was nach der Elternzeit passieren wird.

P.S. Das ist nur eine einseitige Betrachtung der fehlenden Freizeit, die durch die Geburt eines Kindes entsteht. Die schönen Seiten mit dem Leben mit Kindern bleiben hier unerwähnt.

Hobbys ändern, um Freizeit zu haben?

Vor drei Jahren schrieb ich diesen Beitrag mit 10 Tipps, mit denen man trotz Kindern zu mehr Freizeit bekommen kann. Ich erinnerte mich daran, las diese erneut und schüttelte den Kopf. Als Mama von drei Kindern sieht die Situation ein wenig anders aus. Muss ich meine Hobbys ändern, damit ich trotz Kindern Freizeit haben kann?

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Gefunden! Schnell tragen wir uns in die Liste ein: Geocaching als neues Hobby

Kinder über Bettzeit entscheiden lassen?

Eins ist sicher, Kinder kosten Freizeit. Das stört mich an manches Abenden, doch man kann es auch anders betrachten: wenn Sohn 2.0 so lange wach ist, ich aber nicht zwei Stunden neben ihm liegen möchte, muss ich mir eine andere Beschäftigung suchen. Snowqueen von Gewünschtestes Wunschkind äußerte sich dazu über ihre Abende mit den Kindern:

Sie macht Feierabend, während die Kinder frei entscheiden dürfen, wann sie ins Bett gehen, sofern sie ruhig spielen. Wäre das eine Lösung für uns? Dafür spricht, dass ich nicht mehr mehrere Stunden mit dem wachen Sohn im Kinderbett verbringen würde, 1000 Bücher ansehe, Milch hole, Bücher anschaue, neue Milch hole, ihn ins Bett zurückrufe, ihm sage, dass jetzt nicht mehr gespielt wird usw.

Doch dazu müsste ich meine Freizeitbeschäftigung ändern:

  • Computerspiele
  • Serien schauen
  • Bloggen
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Soll ich meine Hobbys ändern, damit ich sie neben den wachen Kindern ausüben kann?

Computerspiele – nicht alle für Kinder geeignet

Eins meiner liebsten Hobbys sind Computerspiele. Doch welchen Eindruck macht das auf den fast Zweijährigen, wenn seine Mama jeden Abend vor dem Computer sitzt und zockt? Wenn er noch wach wäre, während ich spiele, müsste ich zudem auf kindertaugliche Spiele (ohne Schusswaffen und Kämpfe) umstellen.

Ich wäre also eingeschränkt. Mir fehlt es, mich endlich wieder im Spiel zu verlieren. Eins werden, mit dem Charakter, den ich durch die digitalen Welten steuere. Ich denke an die Schätze, die es zu erobern gibt und das Siegesgefühl, das mich am Ende eines Spiels ereilt. Doch mit einem wachen Kind nicht machbar. Ebenso wenig wie mit einer müden Mama. Serien schauen geht auch müde noch gut. Dann muss ich nur liegen und mich berieseln lassen. Nur ist keine der Serien geeignet für Kinder. Das fällt also weg.

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Ich spiele seit ich 6 Jahre alt bin Computer- & Konsolenspiele und tue das mittlerweile mit meinen Kindern.

Bloggen geht nicht mit Kind

Auch bloggen kann ich nicht, wenn der kleine wuselige Staubwedel um mich herumsaust. „Gucke mal, Mama“, seine neueste Wortschatz-Ergänzung. Zu niedlich. Vor allem tagsüber. Wenn meine Kraft am Ende des Tages sinkt und ich auch an die paar Stunden (?) denke, die ich nur für mich habe, hoffe ich, dass er endlich schläft. Es gibt Mitleidende.

Ja, ja, wir wollten das so (und sind auch glücklich darüber, keine Frage!). Doch es bleibt das Träumen von der Freizeit, die man sich frei einteilen kann. Juchu, wir träumen tatsächlich: nachts, in unseren Betten, mit geschlossenen Augen. Denn Schlaf ist uns immerhin heilig.

Was bleibt: Mein Kindle

Mein geliebter Kindle. Wie viele eBooks las ich, als ich noch stillte? Viele. Heute hat sich das ein wenig verändert. Ich lese nur noch, wenn ich ins Bett gehe, bzw., wenn ich Sohn 2.0 in den Schlaf begleite. Doch abends / nachts schaffe ich nur noch wenige Seiten bis mir die Augen zufallen. Ganz optimal ist das alles nicht. Dennoch schaffe ich es, viele tolle Bücher zu lesen. Im Moment sind es Dystopie-Romane, die ich nahezu verschlinge. Tipp: Auf Englisch kaufen, dann sind eBooks in der Regel billiger.

Ich brauche dringend Pause und ziehe mich zurück: Mit Magic 2.0 auf dem Kindle. - Mamaskind.de
Ich brauche dringend Pause und ziehe mich zurück: Mit Magic 2.0 auf dem Kindle.

Warum ist am Ende des Abends nur noch so wenig Freizeit übrig?

P. S. Der Beitrag wurde im Voraus geschrieben, als ich eigentlich schon längst im Bett liegen und träumen sollte. Nicht von mehr Freizeit, sondern von Häusern aus Marzipan mit Zartbitterschokolade. Oder so.

Fragen

  1. Hast du Tipps für mich?
  2. Wie regelt ihr das zu Hause?
  3. Darf / Will man Zweijährigen den Mittagsschlaf kürzen?

Ziele verschieben: Manches muss warten, wenn man Mama ist

„Nutze deine Zeit! Später kommt vielleicht nie!“ Diesen Spruch kennt jede. Doch mal ehrlich, erzeugt das nicht noch zusätzlich Druck? Viele Jahre redete ich mir ein: Ich muss alles miteinander vereinbaren können: mittlerweile drei Kinder, zwei Jobs, Partnerschaft, das Haus und dann noch meine Hobbys? Alles geht nicht mehr, ich drehe durch!

Tschüss, kurzfristige Ziele, ich bin Mutter

Mein Hauptjob und mein Blog – beides ist mir wichtig – genau wie meine Familie. Entschleunigung ist auf großer Ebene nicht möglich. Wir versuchen es mit kleinen Tricks, wie unserem Haushaltsplan für Kinder. Doch mal ehrlich: ich bin dennoch eine Familienmanagerin, alles dreht sich darum, Kinder, Termine und alles drumherum zu organisieren. Bitte nicht aufschreien: anders geht das bei uns gar nicht, weil wir die Arbeitszeiten so aufgeteilt haben um insgesamt den größten Nutzen für uns zu ziehen. Mitten drin in der Mental Load Falle – oder doch nicht?

„Aber wenn ihr euch scheiden lasst!“ – Tja, dann muss ich wohl doch noch eine Spielerfrau werden oder endlich Instagram-tauglich.

Entschleunigung: Püppiline bestaunt das Leben im und auf dem Wasser, Insekten und Fische. | Mehr Infos zum Urlaub im Spreewald mit drei Kindern auf Mamaskind.de
Entschleunigung: Püppiline bestaunt das Leben im und auf dem Wasser, Insekten und Fische.

Ich organisiere, wir beide rotieren. Schnell mal die Kinder wegfahren, Schulaufführungen besuchen, Homeoffice machen, wichtige Meetings verschieben und Aufgaben teilen: das machen wir gemeinsam. Und dennoch bleibt am Abend kaum Zeit für Hobbys.

Eltern: Keine Zeit für Hobbys

Ich kenne das schon: Wir haben keine Zeit, unter der Woche Hobbys nachzugehen. Verzweifelt schrieb ich damals schon einen Beitrag: Hobbys ändern, um Freizeit zu haben? Dabei sind meine Hobbys so vielfältig! Vom Backen, über’s Lernen (Programmieren, Ukulele, meine erste JavaScript-App, Spiele ab 18 zocken).

Backen: Ein Hobby, dem ich auch mit drei Kindern nachgehen kann. Gemeinsam mit ihnen! / Mehr Infos auf Mamaskind.de - Mini-Donuts mit rosa Zuckerguss
Backen: Ein Hobby, dem ich auch mit drei Kindern nachgehen kann. Gemeinsam mit ihnen!

Phase der Akzeptanz: Keine Freizeit mehr

Und genau dort liegt das Problem: wenn Kinder im Wohnzimmer umhertüdeln, gehen viele Sachen nicht. Die Einschlafhilfe versagt bei uns (wieder) beim jüngsten Kind, das wir der Mittlere abends nicht einschläft – sondern erst gegen 21 – 22 Uhr. Oft geht es mit uns gemeinsam ins Bett. Es hat sich unter der hiesigen Elternschaft eine Phase der Akzeptanz breitgemacht. Wir verneinen das nicht mehr. Genervt bin ich dennoch ab und an.

Wir teilen unsere Betreuungszeit auf

Sascha ist nach dem Umzug wieder im Volleyball-Verein angemeldet, ich versuche wieder 3x / Woche Pilates zu machen. Gemeinsam an einem Strang ziehen – das steht im Mittelpunkt. Doch das war es auch schon. Ich kann Hobbyzeit in meine Mittagspause legen – doch dann wartet immer noch viel Arbeit im Haus / Haushalt und Blog auf mich. Ich will zu viel gleichzeitig, fürchte ich.

Es ist wie beim Gummizugmodell. Entscheide ich mich für eine Sache, leidet eine andere. Was hilft also?

Ziele haben – Zeitraum verschieben

Kleinkind Püppiline isst Tiefkühl-Gemüse - gefroren. | Mehr Infos auf Mamaskind.de
Kleinkind Püppiline isst Tiefkühl-Gemüse – gefroren.
  • Ja, ich will noch immer programmieren lernen. Jedes Jahr starte ich erneut Versuche, weiß auch, welche Sprache ich toll finde und wie ich es angehen kann.
  • Ja, ich will Ukulele lernen, zaghafte Versuche sind getan, ein paar Grundgriffe kann ich.
  • Ja, ich will auch wieder mehr malen und lettern. Auch hier kam nichts über Versuche hinaus, was aber okay ist, das sind Hobbys. Ich kann mich ausprobieren und nur das machen, was mir Spaß macht!
  • Einen Schreibkurs besuchen.

Doch jetzt ist keine Zeit dafür. Dafür brauche ich Ruhe, ohne, dass ständig einer „Mama“ ruft, mich zum Stillen braucht, nicht schlafen kann oder einfach Kindergeschirrklappernd neben mir spielt und mir Holz-Essen anreicht. So geht das doch nicht. Jedenfalls nicht alles.

Aber wisst ihr was. Das habe ich akzeptiert. Tatsächlich – natürlich gibt es auch Grummeltage, es fällt mir nicht immer leicht – doch wie lange brauchen meine Kinder mich noch so? Lachen mich an, füttern mich mit Spielessen, kneten juchzend?
Genieße es, solang sie noch so klein sind.“ – Noch so ein Satz, den viele so daher sagen. Dennoch stimmt er für mich.

Noch sind meine Kinder klein…

Ich möchte später ohne schlechtes Gewissen auf die Kleinkind- & Schulkindzeit meiner Kinder zurückblicken. Weniger genervt sein, mich ihnen zuwenden: liebevoll.

Püppiline fädelt Holzperlen, die Sohn 1.0 vor sieben Jahren geschenkt bekam. | Mehr Infos auf Mamaskind.de
Püppiline fädelt Holzperlen, die Sohn 1.0 vor sieben Jahren geschenkt bekam.

Gedicht: Zeit mit kleinen Kindern genießen

Das Gedicht hängt neben meinem Schreibtisch (von Alice E. Chase, soweit ich weiß).:

To My Grown-Up Son

My hands were busy through the day,
I didn’t have much time to play
The little games you asked me to,
I didn’t have much time for you.

I’d wash your clothes; I’d sew and cook,
But when you’d bring your picture book
And ask me, please, to share your fun,
I’d say, „A little later, son.“

I’d tuck you in all safe at night,
And hear your prayers, turn out the light,
Then tiptoe softly to the door,
I wish I’d stayed a minute more.

For life is short, and years rush past,
A little boy grows up so fast,
No longer is he at your side,
His precious secrets to confide.

The picture books are put away,
There are no children’s games to play,
No goodnight kiss, no prayers to hear,
That all belongs to yesteryear.

My hands once busy, now lie still,
The days are long and hard to fill,
I wish I might go back and do,
The little things you asked me to.

von Alice E. Chase


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Ziele verschieben wenn man Mama ist - Es gibt nur eins, das wirklich zählt: Familie!
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