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Patricia schrieb in ihrem Blogpost “SEO für BloggerInnen“, dass man kein SEO machen sollte, wenn das bedeutet, nur für Maschinen zu schreiben. Suchmaschinenoptimierung kann man ihrer Meinung nach vernachlässigen. Für sie zählt: Spaß haben, für Menschen schreiben, sich positionieren und sichtbar sein, z. B. Vorträge halten, woanders schreiben, etc. Auch Geduld empfiehlt sie anderen BloggerInnen. Das klingt vernünftig und ich unterschreibe das so. Doch SEO ist mehr als dubioses Orakeln und kann tatsächlich helfen.

SEO ist mehr als Keywordstuffing

Keyword-Stuffing funktioniert nicht mehr, so hört man. Das habe ich auch nie gemacht. Ich kaufe auch keine Billiglinks oder setze meinen Blog in jedes Verzeichnis, das ich finden kann. Was ich gemacht habe, ist schnell ersichtlich: sprechende URLs, hübsche Kategorie-Namen & Tags, eine gute interne Verlinkung und manuell angepasste Meta-Titles und Descriptions. Darüber schrieb ich auch ausführlich in meiner SEO-Reihe für Blogger. Meine Beiträge halte ich lang, mit dem Ziel, nicht zu schwafeln. Statt eines Keyword-Generators, den ich gerne beruflich nutze, verwende ich automatisch Synonyme, um meinen Text anzureichern und interessanter zu gestalten. Für den Menschen, also den Leser und die Leserin, die vor dem Bildschirm sitzt. Ich achte darauf, dass ich Werbung als solche kennzeichne und nofollow-Links verwende, damit Google mir hold bleibt. Denn darauf basiert mein Traffic: Suchmaschinenoptimierung.

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Mein organischer Traffic übersteigt alle anderen Kanäle um ein Vielfaches – hier 30 Tage

Ohne meine on-page-Maßnahmen und Backlinks wäre mein Traffic nicht so hoch. 60 % der BesucherInnen kommen von Google, die meist nach Tipps gesucht haben. Z. B. wie ich ein Familienbett baue. Ich vermute, dass fast 4000 Besuche von den Social Networks eine eher geringe Zahl ist. Hohe Zugriffszahlen habe ich von dort nur dann, wenn mal ein Beitrag richtig viel geteilt wird, wie z. B. “Wie ich Vater wurde” von Martin, der im letzten Jahr 25000 Mal aufgerufen wurde. Für meine Beiträge ein nie erreichter Wert. Es kommt eben darauf an, wie man schreibt.

Unterschiede und Nischen von Blogs

Martin schreibt oft sentimental und lustig, ich eher persönlich oder fachlich, je nach Thema. Und natürlich gibt es BloggerInnen, die nicht darauf achten müssen oder wollen, wie sie einen Beitrag für Suchmaschinen optimieren. Dazu gehören meine verehrten Bloggerinnen Patricia (das Nuf), die sehr witzig schreibt, Sonja (Mama Notes), die ihre (politische) Meinung vertritt und sich feministischen Themen widmet aber auch Christine (Mama arbeitet), die sich als Alleinerziehende über die Herausforderungen mit Job und Kindern widmet. Allesamt Bloggerinnen, die ihre Meinung vertreten, sich einsetzen und (vermutlich) viele LeserInnen haben, die genau das zu schätzen wissen.

Dann gibt es Elternblogger, die eher persönlich schreiben, Erfahrungsberichte, Produkttipps, etc. Das interessiert dann meist nur jene Leute, die sich zur selben Zeit damit beschäftigen. Z. B. zählen dazu meine Entwicklungsberichte oder das nächtliche Abstillen. Und weil das zeitlich begrenzte Themen sind, bringt mir Suchmaschinenoptimierung viel. So finden mich auch noch Monate später Betroffene, denen meine Berichte womöglich helfen. Bestenfalls bleiben mir die Leser als Teil der Leserschaft erhalten. Dabei handelt es sich zudem um Beiträge, die eben keine hohen Social Media Shares erreichen, weil sich nur wenige angesprochen fühlen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Darunter sind meist BloggerInnen, die das schon Jahre machen, über den Alltag schreiben, kein SEO machen und trotzdem Erfolg haben. Z. B. Carola mit Frische Brise. Das kann man auch an den Reaktionen auf Patricias Tweet lesen.

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SEO ist ein wichtiger Teil für (Neu-) Blogger

Doch wie können sich neue BloggerInnen etablieren? Sie werden zu Beginn nicht die Chance haben, für andere Magazine zu schreiben oder zu Podiumsdiskussionen zu gehen, wie Patricia in ihrem Beitrag vorschlug. Sie werden auch womöglich auch nicht die soziale Reichweite erlangen, nach der viele Blogger streben. Ich bin mit Patricia einer Meinung: authentisch schreiben, für alle LeserInnen, die da noch kommen mögen. Doch zuerst muss man gefunden werden. Und SEO ist für mich ein sehr guter Weg zur Sichtbarkeit. Und das schreibt “das Nuf” auch: die technischen Voraussetzungen müssen stimmen. Warum also nicht gleich ein bisschen mehr Aufwand einplanen, gute Beiträge schreiben, Synonyme verwenden, die Bilder optimieren und noch die Meta-Titles ausfüllen? Das mögen Menschen und Maschinen. Und nein: es muss nicht jeder SEO machen! Mir persönlich bringt es viel und ich teile sehr gerne mein Wissen auf diesem Gebiet. Und wer meine Blogbeiträge kennt, weiß, dass ich kein Keyword-Stuffing betreibe oder nur für Google optimiere. In jedem Beitrag steckt mein Herzblut. Und ein wenig SEO.

P. S. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Natürlich ist es schwer, sich in ein neues Thema einzulesen und es auch praktisch umzusetzen. Doch es kann sich lohnen!

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Searchmetrics: Sichtbarkeit in Google von mamaskind.de – Selbst testen: Searchmetrics

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