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Nachdem ich in den vorherigen Blogposts zur SEO-Reihe über die Bedeutung für Blogger und die Keywordrecherche geschrieben habe, soll es nun praktischer werden. Da an dieser Stelle bekannt ist, welche Keywords für den Blog bzw. den einzelnen Post benötigt werden, ist noch die Frage offen, wo, wie und wie oft ich diese beim Schreiben einsetze. Dafür möchte ich in diesem Beitrag auf das SEO-Plugin Yoast und meine allgemeinen Einstellungen eingehen, bevor die eigentliche On page Optimierung im nächsten Post beginnt.

Wordpress und SEO - mamaskind.de

Knowledge Graph – Update April 2015

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Knowledge Graph und Yoast

Mittlerweile gab es einige Updates des Yoast-Plugins. Das Menü wurde übersichtlicher gestaltet und man kann Informationen für Googles Knowledge Graph hinterlegen. Rechts neben den Suchergebnissen erscheint bei genug Relevanz ein Logo des Unternehmens. Ich kann mir vorstellen, dass größere Blogger bei Eingabe des Blognamens in Google mit ihrem Logo eingeblendet werden, während kleinere Blogs vielleicht noch nicht erscheinen. Daher würde ich als Blogger immer bei Yoast angeben, eine Company zu sein. Ich bin gespannt, ob das später auch für mamaskind.de angezeigt wird.

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Blogger als Company anlegen

 

Zusätzlich können die URLs zu den Social Networks angegeben werden. Klickt euch durch das neue Menü und bemüht euch um gute Beschreibungen für Titles und Descriptions.

On page Optimierung mit Yoast WordPress SEO

Mein wichtigstes WordPress-Tool ist das kostenlose SEO-Plugin von Yoast. Mit diesem kann ich u. a. den Title und die Meta-Description bestimmen, den Suchmaschinen-Bots Hinweise zum Crawling meines Posts geben, definieren, ob meine Beiträge in eine Sitemap eingebunden werden sollen und auch die Urheberschaft (rel=“author“) festlegen.

Ist dieses Plugin installiert (einfach via WordPress-Suche finden), kann man mit der Einführungstour beginnen, denn dieses Plugin ist sehr umfangreich. Ich werde folgend auf die einzelnen Tabs von Yoast eingehen und meine Einstellungen zeigen.

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Update Juli 2016: Mittlerweile hat sich das Aussehen ein wenig verändert.

Yoast – Titles und Metas

Generell

Yoast titles und metas - mamaskind.de

Im Tab „Generell“ ist wichtig, dass die Indexierung von Archiv-Unterseiten verhindert wird. Das bedeutet, dass Blogposts, die bspw. im Archiv-Bereich „Januar“ liegen, nicht extra in den Index von Google aufgenommen werden. Würde man diesen Haken weglassen, würde man denselben Blogpost doppelt anbieten und Google könnte sich womöglich eine ungeliebte Variante herauspicken und diese bei einer Suchanfrage anzeigen. Da wir nicht diese zur Verfügung stellen wollen, die tief im Archiv liegt, sondern den Post, der in der passenden Kategorie liegt, schalten wir diese Option aus. Duplicate Content wollen wir um jeden Preis vermeiden.

Home

Titles und Meta Description - mamaskind.de

Hier solltet ihr unbedingt den Title eurer Seite angeben. Dieser wird von Google nicht mehr anhand der Zeichenlänge betrachtet, sondern neuerdings in Pixeln gemessen. Das erschwert die Suche nach dem perfekten Title ein wenig, jedoch helfen uns auch hier Tools weiter. Die maximale Länge beträgt lt. Screaming Frog 512 Pixel. Mit dem gleichnamigen Tool kann man mit verschiedenen Titles herumexperimentieren. Oder man sucht sich dafür eine Website wie z. B. Webshopoptimizer Title Pixel Meter.

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Der Einfachheit halber habe ich in meinem Title meinen Brand (mamaskind.de) und das Keyword „Mama-Blog“ gesetzt. Dafür ranke (= erscheine) ich allerdings sehr weit hinten in Google, da die Suchmaschine meinen Blog für dieses Keyword berechtigterweise zu unwichtig hält. Dennoch bleibe ich bei diesem Page Title, der zugleich meine wichtigste Überschrift (in HTML heißt diese <h1>) für meine Blog-Startseite darstellt. Dazu im folgenden Post mehr.

Page Title = Brand + Haupt-Keyword

Die Meta-Description, die in Google unterhalb des Titles erscheinen soll, darf lt. Screaming Frog max. 923 Pixel breit sein. Auch dort lohnt sich das Herumspielen mit den Tools um die maximale Länge zu erreichen. Ist die Description länger, schneidet Google entweder ab oder pickt sich ggf. selbst eine Beschreibung aus diversen Teilsätzen zusammen. Beides möchte man vermeiden.

Die Description sollte, wie auch der Title auf jeder Seite vergeben werden. Für meine Blog-Startseite (siehe oberes Bild) habe ich versucht, ein wenig aufmunternd zu schreiben und auch ein paar Keywords unterzubringen. Sucht jemand in Google nach diesen Keywords, werden diese auf der Google-Suchergebnisseite fett dargestellt.

Meta Description = Schön verpackte Keywords, die zum Klicken animieren

Artikeltypen

Hier habe ich nichts weiter verändert. Ein Häkchen habe ich bei „Datum in der Snippet-Vorschau anzeigen“ gesetzt.

Taxonomien

Yoast Taxonomien - mamaskind.de

Hier werden die Einstellungen für Kategorien und Schlagworte (= Tags) aufgelistet. Die Meta-Robots (d. h. die Suchmaschinen-Bots, die den Blog crawlen (= durchforsten) und dann indexieren sollen (= in den Index von Google aufnehmen) habe ich für die Kategorien als auch Tags standardmäßig ausgeschaltet. Da ich jedoch auf einzigartigen Content setze, schreibe ich nach und nach erweiterte Inhalte für meine Kategorien, sodass ich Google später erlaube, auch meine Kategorien zu crawlen. Je mehr einzigartigen Inhalt man anbieten kann, desto mehr dürfte Google die Seite lieben.

Bestenfalls wurde in den WordPress-Grundeinstellungen bereits auf sprechende URLs umgestellt. Statt der URL mamaskind.de/p-1345 entschied ich mich für das Modell mamaskind.de/marketing/seo-tipps. Das ist für Mensch und Maschine einfacher zu lesen. Die URL soll zusätzlich Google darauf hinweisen, wovon der Blogpost handelt.

URL = Domainname/Kategorie/sprechender-Name-des-Blogposts

Social

Dort tragt ihr eure URLs zu euren Social Networks ein.

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XML-Sitemaps

Yoast Sitemap - mamaskind.de

Eine sehr wichtige Funktion ist das Einbinden einer XML-Sitemap. Diese zeigt den Robots, welche Seiten mein Blog bereithält. Das Ziel ist es, dass der Bot alle von mir angelegten Seiten in der Sitemap auch indexiert, also in die Sammlung der Seiten aufnimmt, die Google nach Eingabe eines Suchbegriffs anzeigt. Mit Hilfe von Yoast können neue Posts automatisch in die Sitemap aufgenommen werden. Perfekt, oder?

Den Stand der eingereichten vs. indexierten Seiten könnt ihr über Google Webmaster Tools auslesen. Unbedingt einrichten!

Die Schlagworte habe ich von der Sitemap ausgeschlossen. Da diese im vorherigen Tab auf „noindex“ gesetzt wurden, sollten diese auch nicht erscheinen.

Permalinks

Hier habe ich „Stoppwörter von der URL entfernen“ angehakt. Dadurch sollen sprechende URLs (= schön anzusehende) gewährleistet werden. Die exakten Einstellungen in diesem und den anderen Tabs dürften auch von Blog zu Blog variieren, da nicht die selbe Grundlage vorhanden ist.

Interne Links

Wenn möglich, sollte man unbedingt Breadcrumbs (= Brotkrümelnavigation) aktivieren. Bei mir läuft das über mein WordPress-Theme und nicht über diese Einstellung des Plugins von Yoast. Breadcrumbs sollen dem Nutzer anzeigen, an welcher Stelle der Website er sich befindet und Google noch weitere Hinweise geben (= mehr Keywords unterbringen!).

Bei mir sieht das umgesetzt so aus:

breadcrumb - mamaskind.de

RSS & Import

Beide Funktionen habe ich nicht genutzt.

Bulk Title Editor & Bulk Description Editor

Bulk Title und Description Editor - mamaskind.de

In einem der letzten Updates kam diese nützliche Funktion hinzu: Man erhält in den beiden Tabs eine Übersicht der Blogposts und der gesetzten Titles bzw. Descriptions. Somit behält man den Überblick über die verwendeten Keywords und kann ggf. schnell Änderungen hervorrufen. Leider ist bis jetzt keine Pixel-Ansicht vorhanden, sodass man dort weiterhin auf ein externes Tool setzen muss. Screaming Frog bietet sich für eine größere Menge an URLs an.

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Update 2016: Der Datei-Editor on SEO Yoast.

Dateien editieren

Dateien editieren findet man in der aktuellen Version (Stand Juli 2016) unter SEO > Werkzeuge > Dateien editieren –> robots.txt.

robots.txt - mamaskind.de

Der letzte Tab erlaubt das Ändern der robots.txt. Das ist eine Datei, welche den Bots zeigt, welche Inhalte auf keinen Fall in den Index genommen werden sollen. Neben meinen Admin-Seiten habe ich mein Impressum ausgeschlossen. Dieses wird nun nicht unbedingt (eine 100 % Garantie gibt es nie) bei Google angezeigt, ist jedoch weiterhin für den User über meinen Footer zu erreichen.

Möchte man eine Seite vollends für die Bots verbieten, ist ein Passwort-Schutz ideal. Da man das nicht immer möchte, setze ich die betreffende Seite auf Disallow: in die robots.txt und vergebe das „noindex“-Attribut unterhalb des Blogposts.

Yoast-Einstellungen für einen einzelnen Blog-Post

Unterhalb des Blogposts befindet sich im Admin-Frontend ein Formular von Yoast, das verschiedene Optionen bereithält:

Generell

Yoast Plugin Blogpost - mamaskind.de

Ich vergebe für jeden einzelnen Blogpost einen einzigartigen Title und Meta-Description, die meine vorher definierten Keywords beinhalten. Auf die Pixel habe ich bisher nicht geachtet, werden jedoch alle Titles und Descriptions später zusammengefasst optimieren.

Wir vergeben keine Meta-Keywords! Diese werden von Google vermutlich als Spam deklariert und schaden eher, als dass sie nützen. In Bing sollen sie dem Bot noch hilfreich darstellen, wovon die Seite handelt. Für Bing optimiere ich jedoch nicht gezielt.

Verwende keine Meta-Keywords!

Unterhalb des Beitrags kann man mit dem Plugin Yoast ein Focus-Keyword festlegen. Das ist nur für den internen Gebrauch und zeigt, ob das Keyword in den Überschriften und Text gut platziert ist.

seitenanalyse - mamaskind.de

Erweitert

Yoast erweitert - mamaskind.deMöchte man speziell für einen Blogpost Einstellungen zur Indexierung, Sitemap, Urheberschaft etc. vornehmen, bietet der Tab „Erweitert“ unterhalb des Blogposts alle Möglichkeiten. Bitte spielt nicht ohne Vorwissen mit der Canonical URL und 301-Weiterleitung herum. Für die Indexierung eurer Blogposts kann das böse enden. Blogposts setzt ihr i. d. R. immer auf „follow“!

Nicht mit unbekannten Funktionen herumspielen!

Im letzten Tab könnt ihr zusätzliche Beschreibungen für die Social Networks vornehmen. Das habe ich auch noch nicht getestet. Beides könnte vielleicht ganz nützlich sein, wenn man neue Blogposts automatisch via Facebook teilt.

Fragen zum Plugin Yoast?

Solltet ihr grundsätzliche Fragen haben, stellt sie gerne wie gehabt in den Kommentaren. Sofern ich sie beantworten kann, behandle ich sie gerne in folgenden Posts.

Alle Teile im Überblick: