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Nachdem ich am Montag mit Teil 1 meiner Serie für Mama-Blogger und die Bedeutung von SEO gestartet bin, soll es in diesem Blogpost über erste on page Aspekte gehen. Mehrere Fragen haben mich zum Thema Keywords, Descriptions und SEO allgemein erreicht, die ich hier einfließen lasse.

Webmaster Tools für mamaskind.de

On page Optimierung – erste Überlegungen

  1. Worüber will ich schreiben?
    1. Festlegung auf eine Sparte & Zielgruppe
    2. Blick auf die Konkurrenz
  2. Keywords
    1. Keywordwahl & Recherche
      1. Relevante Keywords
      2. Generische Keywords
    2. Finden und gefunden werden: Semantische Suche

1. Worüber will ich schreiben?

1 A. Sparte und Zielgruppe

Bestenfalls beginnen die Überlegungen zum Inhalt bereits vor Erstellung des Blogs, der sich um ein großes Thema drehen sollte. Werden hingegen mehrere verschiedene Bereiche (z. B. Eltern, Autos, Hausbau etc.) aufgegriffen, wird die Optimierung ein wenig schwieriger. Wir gehen folgend von einem reinen Mama-Blog (bzw. Elternblog) aus.

Eine grundlegende Frage ist: Gibt es überhaupt eine Zielgruppe, d. h. eine potenzielle Lesergruppe, die regelmäßig meine Blogpost lesen würde? Ich denke, dass besonders im Bereich Elternblogs trotz großer Konkurrenz noch Bedarf besteht. So gibt es bspw. Blogs zum Thema Stillen, Windelfrei, BLW, Leben mit Baby usw.

Finde deine eigene Nische und baue damit deine feste Leserschaft auf.

1 B. Blick auf die Konkurrenz

Natürlich schauen wir auch bei der Konkurrenz vorbei. Der Begriff „Konkurrenz“ soll nur im Sinne von SEO verstanden werden, wo der Blog für verschiedene Keywords gefunden werden (= ranken) soll. Vernetzung untereinander ist hingegen sehr wichtig, sodass ich darum bitte, den Begriff hier nicht als negativ zu deuten. Was wären unsere ganzen Blogs ohne gegenseitige Interaktion auf Twitter & Co?

Gibt es also schon etliche Blogs zum Nischenthema BLW (Baby Led Weaning) sollte man sich die Frage stellen, ob noch ein weiterer Blog dazu sinnvoll ist. Hat man sich dafür entschieden, betrachtet man am besten die bisher erstellten Blogposts der anderen Autoren und wirft auch schon einen Blick in die Keywords und Meta Descriptions. Oft kann man sich für die Optimierung des eigenen Blogs Ideen holen aber auch feststellen, was man besser machen kann. SEO betreiben meinem Eindruck nach nur sehr wenige Blogger aus der Mama-Welt.

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Möchte man allerdings einen persönlichen Blog über sich und die Familie schreiben, ist man somit breiter aufgestellt. Man schreibt über das Leben mit Baby, Erziehung, Ernährung usw. Das alles im Rahmen des Mama-Blog-Themas, dennoch werden verschiedene Keywords für die Texte benötigt. Das Potenzial ist unglaublich groß. Und daher auch eine große Herausforderung für den Blogger, der sich nicht nur um interessante Themen sondern auch um die stetige Optimierung kümmern muss.

2. Keywords

2 A. Keywordwahl und Recherche

Und wieder beginne ich damit: Bestenfalls überlegt man sich vorher, über welche Themen man schreiben möchte. Bestenfalls daher, weil ich davon ausgehe, dass der Großteil der Blogger im Vorfeld keinen Gedanken an SEO für den eigenen Blog verschwendet. Meine Intention bei der Blog-Erstellung war Mama sein mit SEO zu verbinden, da ich zu der Zeit meine Bachelorarbeit mit dem netten Thema „Aufbau eines Controllingsystems im Bereich der Suchmaschinenoptimierung mit Google Analytics“ schrieb. Ich wollte mein Wissen also auch anwenden.

2 A i. Relevante Keywords

Gehen wir also davon aus, der Blog bereits existiert und laufend optimiert werden soll. Dazu erstellt man sich eine Liste (Excel!) möglicher Hauptthemen, die angesprochen werden sollen. Brainstorming aber auch der Blick auf ähnliche Blogs hilft. Wie man in meiner Navigationsleiste sieht, die gleichzeitig meine Kategorien zeigt, sind meine Hauptthemen Mamaskind (Unterthemen: Unterwegs, Gastartikel, Interview),  Ernährung, Gesundheit (Unterthema: Schlafen & Ausstattung) etc:

hauptthemen-mamaskind

Das ist wichtig, weil ich darauf basierend meine URL-Struktur festgelegt habe. Ist das Keyword in der URL kann es einen positiven Effekt auf das Ranking haben. „Kann“ schreibe ich aus dem Grund, weil es viele Faktoren gibt, die das Ranking beeinflussen. Man kann nicht definieren: „Wenn ich das Keyword in der URL habe oder es in den Text so und so oft einfüge, steigt mein Ranking um X.“. Man spricht eher von einer Korrelation der Faktoren. Nach Fertigstellung der Brainstormingliste füge ich noch die Keywords (= spezielle Themen) ein, über die ich später schreiben möchte oder die ich auf anderen Seiten gefunden habe.

Zum Schluss hat man eine ungeordnete Liste mit unzähligen Keywords, die nun noch sortiert werden müssen. Das kann entweder nach persönlicher Vorliebe erfolgen, z. B. Lieblingsthemen zuerst behandeln, nach Aktualität (Trends beobachten!) oder nach dem Suchvolumen (der SEO-Weg), d. h. nach Häufigkeit der Anfragen: Wie viele Personen suchen im Monat nach genau diesem Keyword in meiner Sprache? Ein Tool vorweg: Das geht u. a. mit dem Keyword-Planer von Google. Die am häufigsten gesuchten Keywords bieten einerseits eine gute Basis um gefunden zu werden, andererseits dürfte für diese Keywords u. U. die Konkurrenz höher sein. Je mehr Konkurrenz, desto schwieriger ist das Ranking.

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2 A ii. Generische Keywords

Warum werde ich für die Suchanfrage „Mamablog Familie“ nicht gefunden?

Bei der Suchanfrage handelt es sich im eine sog. generische Suchanfrage. Die Begriffe sind so allgemein gefasst, dass zwar das Suchvolumen sehr hoch ist (597.000), das Ranking jedoch schwierig. Wenn wir im Google AdWords Preview Tool (bitte nutzt dies, um eine Personalisierung der Suche auszuschließen!) nachsehen, wer dafür auf den ersten Positionen rankt, wird auch dies deutlich: preview-tool-mamablog-mamaskind

Zuerst rankt herzmutter.de in ihrer Kategorie „Familie“ (das Keyword steht also auch in der URL!) mit einem ordentlichen Page-Title und einer Description, die allerdings zu lang ist, die Keywords jedoch beinhalten. Es folgen größere Seiten bzw. Magazine und dann Lulus Stern mit der Facebook-Seite. Diese haben im Vergleich zu einem kleinen Blog mehr Backlinks (wichtig!), dadurch einen höheren Trust und mehr Content (alles mal vereinfacht dargestellt, neben vielen weiteren Faktoren).

Sich gegen die Großen für generische Keywords zu behaupten, dürfte folglich schwer bis unmöglich werden, wenn der Blog ein privates Projekt ohne Geldzuschuss bleiben soll.

Die Lösung ist also, sich Keywords zu suchen, die wenig gesucht werden: Kleinvieh macht auch Mist. Für ein großes Keyword auf Platz 30 zu sein bringt wenig, für mehrere kleine Keywords auf Platz 1 – 3 zu ranken hingegen mehr.

Tipp: Sucht euch spezielle Themen, die zwar weniger gesucht werden aber dennoch regelmäßig Besucher über Google bringen.

Warum werde ich zwar mit meiner Facebook-Seite gefunden aber nicht mit meiner Blog-Seite?

Hier besteht wieder das Trust-Problem. Facebook hat sich seit vielen Jahren zu einer Seite mit unzähligen Backlinks, stets frischem Content und hoher Reputation entwickelt. Wenn Google also denkt, dass das eigene Blog für eine Suchanfrage irrelevant ist, zeigt es dem Nutzer andere Ergebnisse an. Für den Begriff „Mamablog Familie“ also bevorzugt die Facebook-Seite statt des Blogs.

Lulus Blog dürfte rein vom SEO-Title und der Description auch nicht aussagekräftig genug sein (gecheckt mit dem Browserplugin von MOZ):

lulus-stern-mamaskind.de

Der Page Title ist „ICH BIN FAMILIE“. Ein sehr generischer Title. Hier könnte man noch ein spezielleres Keyword hinzufügen, da dies der allgemeine Title des gesamten Blogs ist (basierend auf der Keyword-Recherche).

Zum Vergleich: Der Title von Mama notes: „Mama notes : Helicopter Parenting ist mir zu anstrengend„. Der Blogname „Mama notes“ ist enthalten sowie auch ein mögliches spezielles Keyword „Helicopter Parenting“. Insofern Blogposts zu diesem Thema existieren, könnte ihr Ranking zu diesem Term positiv beeinflusst werden.

Tipp: Überprüft euren Page Title der Hauptseite und fügt ggf. speziellere Keywords hinzu.

2 B. Finden und gefunden werden: Semantische Suche

Muss ich überhaupt Keywords einbauen? Es gibt doch eine semantische Suche.

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Stimmt! Mit Googles Hummingbird (Update in Google) soll Google nun auch den Kontext eines Artikels verstehen und nicht nur Besucher auf die Seiten lenken, auf denen das Keyword x-Mal vorkommt. Davon profitiert meines Erachtens vor allem der Longtail-Bereich (= sehr lange Suchanfragen, z. B. „Wo kann ich einen Kinderwagen günstig kaufen?“). Dennoch sollte man relevante Keywords in den Text packen um Google noch einen größeren Hinweis zu geben: „Hey, ich habe über dieses Thema gebloggt!“.

Google veröffentlicht am laufenden Band Algorithmus-Updates, von denen nicht jedes kommuniziert wird. Wir versuchen also, unsere Blogposts so zu schreiben, dass sie für Maschine und Mensch verständlich und leicht zu finden sind. Das heißt für mich: Ich setze Keywords in den Text, in den SEO-Title, die Description und verlinke meinen Post ordentlich intern und später auch extern.

Ausblick auf den nächsten Teil der Reihe

Ich hoffe, dass dieser Beitrag verständlich war und schon ein paar Fragen geklärt hat. Weitere habe ich für den nächsten Teil gespeichert und werde diese auch gerne beantworten. Sollten euch neue Fragen einfallen: immer her damit! :-)

Weitere Blogposts der Serie: