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Die rpTEN war meine erste republica, oder auch re:publica, wie sie auf offizieller Seite heißt. Fleißig wie ein Erstsemester-Studi durchforstete ich alle Sessions, besuchte am ersten Tag eine nach der anderen, und machte nur eine kurze Pause, um mich mit Blogger-Kolleginnen zu treffen. Ein straffer Zeitplan! Erst am zweiten Tage erfuhr ich, dass der Besuch der republica ganz anders erfolgen sollte. Stichwort: Networking!

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Willkommen zur rpTEN 2016

1. Networking auf der republica

Man muss die richtigen Leute kennen! Von verschiedenen Leute hörte ich: Wer zu den Sessions geht ist ein Anfänger. Ertappt. Zusammen mit Sebastian (I am your father) traf ich Nicole Simon, die ich als Veranstalterin des Blogtischs digital kenne. Mit Sebastian verbrachte ich fortan die verbleibende Zeit auf der republica, besuchte einige Sessions, machte Sketchnotes und ließ mir ein paar Leute vorstellen. Diese kann man auch super im Bullet Journal üben!

2. Visitenkarten sind out

Ich habe meinem Chef noch gesagt, er solle mir ein paar Visitenkarten mitgeben, damit ich welche parat habe. Denkste. Ich habe keine gebraucht. Im Gegensatz zur steifen Fachkonferenz sind hier alle per Du und wollen statt Visitenkarte höchstens deinen Twitternamen wissen.

3. Die republica macht Spaß!

Was ich alles gesehen habe! Ganz hip sind derzeit die VR-Brillen, mit denen man vorgespielt bekommt, man ist in einer anderen Welt. Man fährt z. B. Achterbahn, ist mitten in Afrika oder im Gebirge: man kann alles nachstellen. Zusammen mit Sebastian zockte ich Galaga an einem Retro-Spielautomaten, Mario Kart 64 auf dem Nintendo 64, machte verrückte Fotos im t3n-Bus und sah einige technische Neuheiten und 3D-Drucker in Aktion.

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Sebastian und ich hatten viel Spaß!

4. Die republica ist anders – ein Klassentreffen

Ich war verwöhnt von meiner (sehr teuren) Online Marketing Fachmesse OmCap. Dort gab es Buffet, alle Besucher haben ein ähnliches Fachgebiet, man sieht auf den Namensschildern, welchen Job sie oder er hat. Auf der republica ist das anders. Jeder kleidet sich wie er möchte, statt Buffet gibt es Brezeln, Burger und Kantine zum Selbstbezahlen und auf den Namensschildern erahnt man höchstens Twitter- und Blognamen. Ich hörte es von verschiedenen Leuten, z. B. Sonja (Mama Notes): Die republica ist ein großes Klassentreffen. Tatsächlich fühlt es sich ebenso an. Jeder kennt jemanden, der jemanden kennt. Am Montag durfte ich die Mittagspause mit anderen Elternbloggerinnen verbringen und auch in den nächsten Tagen traf ich Bloggerinnen, denen ich sonst täglich auf Twitter folge:

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Es ist toll, die Leute im realen Leben zu treffen! Sie zu fragen, wie sie diese und jene Diskussion auf Twitter aufgefasst haben und ob sie sich als Hobbyblogger oder Profiblogger sehen. ;) Warum haben wir eigentlich kein Foto gemacht?

5. Die republica ist vielseitig

Immer wenn ich dachte, ich hätte alles gesehen, passierte etwas neues. Z. B. glaubte ich, dass ich eine von ganz wenigen Frauen bin, die sich für Games interessieren. Falsch gedacht. Zum Glück! Es gibt so viele tolle Frauen (und auch Männer) auf der republica! Sehr beeindruckt hat mich @autofocus. Lucy wurde innerhalb eines Jahres vom Online Editor zum Frontend Developer und hielt eine tollen Talk. Nachmachen erwünscht! Ich sah bunte Menschen, einen Schottenrock, Roboter, 3D-Drucker, hörte Leute mit unglaublicher Fachkompetenz und erlebte allerdings ein paar Talks, in denen es leider nur um die Vermarktung eigener Bücher und Produkte ging. Ich öffnete mich für ganz neue Themen, z. B. Amateurfunk, und lernte einiges.

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Viele, viele Menschen waren auf der republica

6. Bring Stühle mit! ;)

Manche Talks waren gnadenlos überfüllt. Teilnehmende versammelten sich an den Rändern, saßen auf dem Boden weil sie kennen Sitzplatz mehr abbekamen. Gerade beliebte Sessions wie die Schleichwerbung hätten besser in größeren Räumen stattgefunden. Aber auch Snowden war so beliebt, das viele freiwillig standen und die schlechte Luft in kauf nahmen. Der Raum wurde dann von außen für neue Zuhörer gesperrt. Eine Bitte an die PlanerInnen: schaut euch die Sessions vorher an und kalkuliert ggf. mit großen Zuläufen.

7. Setzt euch an die Nachbereitung

Ganz großartig: Es gibt von den meisten Talks einen Videomitschnitt. Nach der republica lohnt es sich, die interessanten Sessions anzuschauen und wertvolle Infos mitzunehmen. So muss man nicht traurig sein, wenn Lieblingssessions parallel laufen. Aufpassen: Manche Talks will mit live und mit Publikum sehen. Z. B. Techniktagebuch – Live Let’s Play. Ein Traum!

8. Lasst Stifte sprechen!

Ganz im Namen der gleichnamigen Session machte ich fleißig Sketchnotes zu einigen Sessions und teilte diese auf Twitter. Natürlich mit passendem Hashtag und zugehörigem Speaker. Manche freuten sich richtig und dankten per Nachricht und Retweet. Auch andere republica-Besucher fanden meine Sketchnotes hilfreich und verbreiteten sie. Coole Sache!

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Lasst Stifte sprechen und rpTENicons

Das tat ich auch in einigen Sessions und habe fleißig Sketchnotes geübt. In einem Workshop zum Thema „Binge-Creating statt Binge-Watching“ sollten wir alle Dinge zeichnen, die wir sonst nicht zeichnen würden. Z. B. ein Huhn auf Stelzen in Verbindung mit einem Star Wars Charakter, eine Krake mit Händen und etwas Schwieriges (bei mir sind das Menschen in Bewegung). Es hat Spaß gemacht und ich möchte nun auch etwas finden, das ich jeden Tag aktiv machen kann und vielleicht auch teilen werde. Statt Social Media Konsum aktiv etwas tun. Eine tolle Idee von der Illustratorin Kiki Thaerigen. Weitere Bilder von anderen Teilnehmern sind auf Instagram und Twitter unter dem Hashtag #bingecreating ersichtlich!

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Binge-Creating: Ich zeichne lustige Sachen und lerne Grundsymbole des Sketchnotings

Meine Sketchnotes-Aufzeichnungen

Schleichwerbung:

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Schleichwerbung

Persönlichkeitsrecht:

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Persönlichkeitsrecht

Hass im Internet:

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Hass im Internet

Wie man digital und analog ein achtsames Leben führen kann:

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Achtsamkeit

Amateurfunk:

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Amateurfunk

Fazit

Ich komme wieder! Und ja, es liegt an den Leuten. Nicht nur an denen, die grandiose Sessions machen, sondern auch an den Freunden, Bekannten und anderen Bloggern, die ich schon immer treffen wollte. Klassenfahrt-Feeling: Es stimmt tatsächlich. Leider stellte ich zu spät fest, dass man auch Bildungsurlaub hätte einreichen können. Die republica ist dafür anerkannt! Nächstes Jahr, denn dann komme ich wieder!