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Vielleicht habt ihr es schon entdeckt: der Suchanfragen-Bericht in Google Webmaster Tools sieht nun komplett anders aus und hat auch einen neuen Namen: Suchanalyse. Es gibt mehr Möglichkeiten zur Auswahl, die einen detaillierteren Bericht liefern. Dieser kann eine gute Grundlage für eine Keyword-Recherche für euren Blog liefern.

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Mehr Daten für euren Blog

Aktuell ist die Suchanalyse noch in der Betaphase. Ihr könnt damit nachvollziehen, wie euer Blog in der Google-Suche abschneidet. Die Ergebnisse können gefiltert und miteinander verglichen werden. Der Zweck: herausfinden, wonach Personen suchen und ihnen diese Informationen in einem neuen Blogpost oder auf einer Website bereitstellen.

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Impressionen ohne Klicks in der Suchanalyse

So kann ich mir z. B. anschauen, für welche Suchanfragen mein Blog zwar eingeblendet wird, jedoch niemand im Google-Suchergebnis auf diesen klickt.

  • Filter: Klicks & Impressionen
  • Sortierung nach Klicks aufsteigend

Meine Überlegungen sind nun: möchte ich für diese Suchbegriffe gefunden werden? Dann kann ich überlegen, einen Blogpost zum Thema zu schreiben und diese auch für Google zu optimieren. Es kommt dabei auf die Suchanfrage an: während man mit einem kleinen Mama-Blog sehr schlechte Chancen hat, mit „Pixum Mac“ oben in Google angezeigt zu werden (zwei Markennamen, kurze Suchanfrage mit wenigen Wörtern), gibt es bei langen Suchanfragen wie „Geschenk für Mama zum Geburtstag“ ein wenig höhere Chancen. Aber: Es kommt immer auf den Wettbewerb an. Gibt es viele Websites, die für diese Suchanfrage angezeigt werden, sinkt die Wahrscheinlichkeit, selbst oben zu ranken.

Dies ist nur eine von verschiedenen Möglichkeiten, um Daten in der Suchanalyse in Webmaster Tools zu betrachten. Findet selbst raus: Welche Suchanfragen bringt die meisten Klicks für euren Blog? An welcher Position werden ihr in Google angezeigt? Wo gibt es die meisten Impressionen, aber eine schlechte CTR? D. h. wo werdet ihr zwar angezeigt, aber nur wenige Leute klicken auf das Suchergebnis? Liegt es vielleicht an einer schlechten Meta-Description, die ihr mit on-page-SEO verbessern könnt? Ausprobieren!

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Wie finde ich heraus, ob der Wettbewerb stark ist?

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Am einfachsten ist es, selbst zu googeln. Das Resultat bietet Ernüchterung, denn 598000 Websites sind ganz schön viel Konkurrenz. In den ersten drei Ergebnissen tummeln sich nur optimierte Seiten, natürlich mit Verbesserungsmöglichkeiten. SEO hört nie auf. So sind bspw. alle Meta-Descriptions abgeschnitten und beim dritten Suchergebnis sogar zusätzlich der SEO-Title. Ob man es besser machen kann? Bei der Menge an Konkurrenz, lohnt es sich nicht, extra dafür eine Seite zu erstellen. Die Suche nach besseren Keywords geht also weiter.

Generell lohnt es sich, regelmäßig die Daten in Webmaster Tools anzuschauen und dann eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Man könnte versuchen, speziellere Probleme der Suchenden zu lösen und diese mit längeren Keywords zu bedienen. Dafür müssen wir Keywords abwandeln, sodass neue Kombinationen entstehen.

Keywords aus der Suchanalyse abwandeln

Anstelle der Suchphrase „Bücher für 4-Jährige“ sollte ich mir Gedanken machen, was Leute noch suchen würden. Aktives Brainstorming, gerne mit anderen Leuten zusammen, ist angesagt. Dabei kommt es auf verschiedene Faktoren an:

  • Wer sucht es? – Eltern, Großeltern, Freunde
  • Für wen? Junge, Mädchen, Enkel, Sohn, Tochter…
  • Für welchen Zweck? – Geburtstag, Weihnachten, Kindertag
  • Welche Art? – Märchen, Bilderbuch, Malbuch, Geschichten, Vorschulbuch
  • Was wird erwartet? – Liste, Beschreibung, Podcast, Video

Ubersuggest – Keywords mit Erweiterungen

ubersuggest-kinderbuch-mamaskindWenn man den Kopf ein wenig anstrengt, bildet sich ganz leicht eine eigene Keywordliste. Diese kann man gerne mithilfe eines Vorschlagtools für Keywords, wie Ubersuggest, erweitern. Dieses Tool vervollständigt ein eingegebenes Keyword um mehrere Wörter, sodass eine längere Suchanfrage (Long Tail Keyword) gebildet wird, für die man eine Seite optimieren kann. Links gab ich bspw. „Kinderbuch“ ein und erhielt 130 Vorschläge, um dieses Keyword anzureichern. Alle sinnvollen Vorschläge kann ich mit Druck auf das Plussymbol zu meiner Liste auf ubersuggest hinzufügen und später per Button „get“ diese anzeigen und kopieren. Die so ermittelten Keywords packe ich zusätzlich zu den von mir erdachten in eine Excel-Liste in der ersten Spalte untereinander.

Was mache ich mit der Keywordliste?

Zuerst lohnt sich der Blick auf die eingefügten Keywords. Sind welche enthalten, die nicht zu mir oder meinem Blog passen? Dann gleich löschen. Ein Babybuch mit Märchen auf Mandarin wird dabei eher in der Ausschlussliste landen Der Rest muss nun evaluiert werden: sind Suchphrasen in der Liste, nach denen kaum Leute in Google suchen? Das berichtet uns der kostenlose Google Keywords Planner, für den man sich anmelden muss.

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Dort wird die Liste eingefügt und bei meinen gewählten Keywords auch ein Problem deutlich:

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Der Grund? Die Daten basieren auf AdWords-Schaltungen, also bezahlter Google-Werbung. Wer schaltet Werbung? Unternehmen! Werden diese eine Ad für die Suchphrase „Kinderbuch Drachen Englisch“ schalten? Nein, eher für den Titel ihres zu verkaufenden Buches. Daher bekommen wir hierfür keine Suchvolumina raus. Als kleiner Blog kann man natürlich trotzdem über verschiedene Kinderbuchbereiche mit Drachen oder Märchen in verschiedenen Sprachen schreiben. Irgendwer wird es schon suchen oder mit einer ähnlichen Suchanfrage auf der neu erstellten Seite landen. Google wird schlauer und kann auch Zusammenhänge erkennen und dem Nutzer auch ähnliche passende Seite auf der Google-Suchergebnisseite anzeigen.

Fazit zur Keywordrecherche

Letztlich muss ein Blog bzw. eine Website das bieten, was Leute suchen oder suchen werden. Dem Trend voraus sein, kann hier viel bringen. Was also tun? Ich orientiere mich an meiner Keyword-Liste und überlege, welche Inhalte ich daraus mit Mehrwert produzieren kann. Die Betonung liegt auf Mehrwert! Google spuckt zudem nicht die detaillierten Zahlen aus, sodass auch hier nur ein wenig Glaskugel-Zauberei bleibt. Schließlich bleibt hier nur das eigenständige Ausprobieren. Wer weiß, vielleicht boomt irgendwann der Markt für Babybücher auf Mandarin?

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