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Die liebe Dajana (mit Kinderaugen) fragte in die lustige Runde, wie wir Blogrolls finden: nervig oder toll und erstellte dazu eine Blogparade. Ich hatte noch nie eine Blogroll und überlege trotz Nutzen für Leser noch immer, ob und wie ich eine auf meinem Blog implementiere.

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Warum bin ich nicht auf der Blogroll?

Ein ganz großes Thema: natürlich möchte man gerne auf den Blogrolls von anderen stehen, immerhin sind dies aktuelle Leseempfehlungen des Bloggers. Wie aber entscheide ich, wen ich von meinen gelesenen Blogs als Lieblinge anpreise? Was ist überhaupt ein Liebling? Muss mir jeder Blogpost gefallen oder reicht es, mit einem überragenden Beitrag zu punkten? Sollte der Blog aus dem gleichen Umfeld (Familie) stammen oder können auch SEO-Blogs auftauchen, die ich auch lese? Passt das überhaupt noch zu mamaskind.de? Wie viele Blogs würde ich auflisten, damit das keine reine Linksammlung sondern eine echte Empfehlung bleibt? Wie oft sollte ich die Blogroll updaten? Dies sind Fragen, die mir sofort einfallen, wenn ich an das Thema Blogroll denke.

Dazu kommt noch: sind Blogger vielleicht eingeschnappt, wenn ich sie nicht bei mir aufliste, obwohl ich auf ihrer Liste stehe? Ich freue mich total, wenn mich jemand empfiehlt!

Dennoch habe ich manchmal diesen kleinen Funken Enttäuschung, wenn ich nicht auf einer Blogroll stehe, obwohl ich das erwartet habe. Weil ich mit dem Blogger viel Kontakt habe, gegenseitig auf unseren Blogs kommentiere oder jemand meine SEO-Tipps mag und diese Reihe so toll findet, dass er mich als SEO-Königin ;-) doch ruhig weiterempfehlen könnte, es aber nicht tut.

Es geht also um Eitelkeit und Lob. Eine Empfehlung ist ein Lob und das möchte wohl jeder gerne haben. Warum mache ich mir eigentlich darüber solche Gedanken? Weil ich im Gegenzug auch denke, dass andere enttäuscht sein könnten, weil sie nicht auf meiner Liste stehen. Habe ich also keine Blogroll, damit ich andere nicht verletze? Teilweise.

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Vielmehr war mir gar nicht bewusst, dass die antike Blogroll tatsächlich noch so aktiv genutzt wird. Ich schaue gerne auf anderen Blog darauf, um Neues zu entdeckten. Das machen auch viele andere, wenn man in die tollen Beiträge der anderen Teilnehmer von Dajanas Blogparade schaut.

Blogroll und SEO

Hier und da las ich von der technischen Umsetzung der Blogroll und SEO. Nicht immer war das ganz akkurat formuliert. Google liest die Links als klare Empfehlung aus und folgt ihnen. Ist kein nofollow-Attribut gesetzt, wird auch ein Stück von der Stärke des Blogs (PageRank) an den verlinkten Blog weitervererbt. Davon lebt das Netz: echte Empfehlungen!

Vor einiger Zeit war es noch ein schlechtes Zeichen, wenn man viele eingehende Links aus einer Sidebar oder dem Footer hatte. War der eigene Blog also in der Sidebar in der Blogroll gelistet, kamen teils hunderte Links von einem einzelnen Blog zu einer Website, da jeder einzelne Blogartikel diese Sidebar und somit einen externen Link zum empfohlenen Link hat. Mittlerweile ist das jedoch kein Problem mehr, sodass dies keine Ausrede mehr ist, eine Liste zu erstellen.

Der Ort dieser hat aus SEO-Sicht jedoch Einfluss. Lasse ich zu, dass ich so viel PageRank weitervererbe (und meine Seite damit schwäche), weil ich diese Empfehlungen in meiner Sidebar aufliste, die von vielen verschiedenen URLs meiner Domain abrufbar ist? Das wollte ich bisher nicht. Wie aber sollen meiner Leser dann die Blogroll finden? Auch eine Listung in der Menüleiste würde für eine „große“ Abgabe an PageRank sorgen. Ich möchte das aber nicht, da ich meinen Linkjuice (also die internen und externen Verlinkungen) steuern will. Und bevor einer meckert: Ja, es wird keinen merklichen Unterschied geben, ob ich nun sidewide verlinke, oder nicht. Google sollte das auch erkennen können und eine Blogroll im normalen Rahmen nicht als negativ bewerten. Mein Blog ist aber immer noch meine SEO-Spielwiese auf der ich versuche, alles optimal zu steuern, daher achte ich auch auf Kleinigkeiten. Eine Alternative wäre die Aufnahme einer Liste auf einer Unterseite.

Fazit zur Blogroll

Ich nutze diese auf fremden Blogs gerne und freue mich, wenn ich auch gelistet werde. Susanne schreibt sogar, dass sie darüber regelmäßig Leser bekommt! Das sind doch gute Gründe, auch endlich eine Liste meiner eigenen Lieblinge zu erstellen. Und vielleicht darf diese sogar in die Menüleiste…

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Update: August 2016

Mittlerweile habe ich eine Blogroll. Ich denke, dass dies eher ein positives Zeichen für Google ist: ich empfehle andere Blogs aus meiner Nische und verlinke mit Dofollow-Links dorthin. Einen negativen Effekt erwarte ich hiervon nicht mehr. Eher einen nützlichen, da Google so zuordnen kann, welche Seiten meinem Blog ähneln.

Frage an euch

Interessiert ihr euch auch für Empfehlungen aus anderen Kategorien? Wollt ihr beispielsweise meine Empfehlungen für gute SEO-Blogs lesen?