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Mensch, da hat ja Nadja von kindundkoffer eine kleine Welle losgetreten: Alles schön beim Bloggen? Nö, sie machte auch negative Erfahrungen. Darauf basierend schlug Dajana von mitkinderaugen eine Blogparade zum Thema vor – meine Erfahrungen in der Bloggerwelt.

mamaskind-bloggerwelt

Bloggen ist Business – hart umkämpft

Manchen Bloggern wird echt nichts gegönnt: die eine veröffentlicht angeblich zu viel Privates, die anderen mogeln mit gesponserten Artikel oder machen zu viel Werbung, ohne auf das Essentielle, die eigene Meinung, zu achten. Und nun? Einfach gesagt, schwer umzusetzen: Lass die Leute reden und hör ihnen nicht zu…

Ich blogge nun seit vier Jahren, gehöre dennoch nicht zu den Bloggern, die auf jedes Event eingeladen werden. Auch stehe ich nicht auf jeder Blogroll über Mama-Blogger. Stört mich das? Ja, wenn es eine schöne Kooperation ist, die perfekt zu mir und meinem Wesen passt (Lego, alles rund um Gaming etc.), bin ich deshalb neidisch? Nein! Warum auch? Anhand der Kommentare im Blog und auf Twitter sehe ich, dass ich wahrgenommen und auch gelesen werde. Darüber freue ich mich sehr! Bis auf ein Kommentar zu meiner Kooperationsseite, bekam ich durchweg positives Feedback – wenn auch insgesamt längst nicht so viel, wie andere Mama-Blogger. Für mich ist das in Ordnung, ich habe stetig wachsende Zugriffszahlen, erreiche immer mehr Leute, die auch aktiver werden. Und am wichtigsten: Mir macht das Bloggen Spaß.

Eventerfahrungen – die Elternblogger unter sich

Auch beim zweiten Event (Britax Römer) war ich noch sehr eingeschüchtert. ICH darf auf ein Event des bekannten Kindersitzherstellers! Es stellte sich heraus, dass andere ähnlich dachten, es war schön, mit ihnen zu reden. Ich lernte neue Blogs kennen, die ich auch heute noch gerne lese. Mit den Bloggerinnen der “großen Blogs” kam ich nicht ins Gespräch. Auch wenn einige sagen, dies sind auch nur Blogger, aber für mich war eine kleine Hürde da. Was sagt man jemandem mit Tausenden Lesern? Toller Blog, ich bin so ein Fan? Peinlich. :D

Doch, ich bat Susanne von geborgen-wachsen um Rat zum Tragen von Neugeborenen. Sie half mir freundlich mit einem Rat weiter, obwohl sie auf dem Sprung war. Auch ein paar andere Bloggerinnen wirkten außerhalb des Blogs genauso authentisch wie ihr Web-Ich.

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Kooperationen mit zwielichtigen Firmen – nö

Nervige Erlebnisse habe ich eher mit Agenturen und manchmal auch Firmen, die unbedingt einen Follow-Link haben und auf gar keinen Fall eine gesponsert-Markierung wollen. Immer wieder spule ich meinen Text ab: nofollow ist auch super und ich will meinen Lesers keine Schleichwerbung unterstellen. Follow-Links setze ich nur für Dinge, die ich richtig gut finde. Die Initiative geht dann von mir aus, nicht von einer Agentur.

Es ist so schade, wenn man merkt, dass man nur Teil einer unpersonalisierten Massen-E-Mail geworden ist. Somit verspielte sich der Absender die kleinste Chance auf eine Kooperation, ohne Kommunikation. In diesem Bereich haben selbst Agenturen noch Nachholbedarf.

Bloggen vs. Privatsphäre

Ich kann mir vorstellen, dass Leser es lieben, Einblick ins Privatleben der Blogger zu bekommen. Ich mag es auch. Dennoch möchte ich meine Söhne später selbst entscheiden lassen, was und wie viel sie von sich preisgeben. Wenn sie mal Geheimagenten werden wollen, wäre ein bloggende Mutter mit Kinderfotos von ihnen sicher dämlich, oder? Für mich steht fest: gucken ja, eigene Kinderfotos: nein.

Dass ich dadurch vielleicht nicht solche schönen Bilder zeigen kann, nehme ich in Kauf. Auch dass ich weniger Leser haben könnte, akzeptiere ich. Das hier ist mein Blogger-Ich und außerhalb von mamaskind.de gibt es noch mein Privates-Ich. Meiner Meinung nach unterscheiden sich diese beiden nicht sehr voneinander – ich möchte mich nicht verstellen. Nur Kinder gucken müsst ihr woanders.