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Vor genau 10 Jahren habe ich meinen ersten Mamablog-Beitrag geschrieben. Mein Kind isst Erde, ist das schlimm? Doch was eigentlich als reiner SEO-Blog gestartet wurde, entwickelte sich über ein Jahrzehnt weiter, verdammt, ein Jahrzehnt! Mittlerweile ist Mamaskind nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken. Verrückt, was das mit einem machen kann.

Eine Selbstständigkeit entsteht

Erst 2015 machte ich mich nebenberuflich mit meinem Mamablog selbstständig. Niemals hätte ich zu Beginn vermutet, dass man mit Bloggen Geld verdienen kann. Hier kommen vor allem passive Werbeeinnahmen über Google und Amazon und Kooperationen an.

10 Jahre bloggen auf Mamablog Mamaskind.de
10 Jahre bloggen auf Mamablog Mamaskind.de

Ein Nebengewerbe als Blogger anzumelden war mir wichtig, weil ich nicht alles auf eine Karte setzen wollte. Authentisch sein, ca. 90 % der Anfragen nicht annehmen, keine Türklinken putzen, nicht auf jedes Event gehen und Social Media professionell ausbauen, nee.

Das alles war mir wichtig. Und das konnte ich nur dann erreichen, wenn mein Blog meine Spielwiese bleibt. Wenn ich jedes Produkt, jedes Wort, zur Blogpost-Erstellung 100 %ig vertreten kann.

Erwähnen muss man natürlich auch, dass man sich verändert. Manche Sachen würde ich heute nicht mehr so machen wie früher – in allen Lebensbereichen.

Damit möchte ich nicht sagen, dass man mit einem Vollzeit-Blog nicht authentisch sein kann. Ich könnte es aktuell nicht. Andere schaffen das womöglich wunderbar. :)

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Geld verdienen war nicht das Hauptziel

Weil jetzt vor allem passive Einnahmen durch Werbung und Affiliate-Links reinkommen, kann ich genau über die Dinge schreiben, die ich mag. Ab und an kommen bezahlte Kooperationen dazu. Hinter diesen stehe ich – wie auch zu meinen anderen Blogposts.

Das Hauptziel des Blogs war 2010 eigentlich ein anderer: Mein SEO-Wissen anwenden, das ich mir beim Schreiben meiner Bachelor-Arbeit aneignete. Zum Glück kam es zu keinem reinen SEO-Mamablog. Das wäre sehr, sehr öde.

Schreiben und ich: Seit 2010 auf Mamaskind.de, woanders noch viel länger. Jetzt auch Geschichten. - Was der Schreibkurs mit mir macht. Mehr auf Mamaskind.de
Schreiben und ich: Seit 2010 auf Mamaskind.de, woanders noch viel länger. Jetzt auch Geschichten. – Bild: Nadine Redlich @Potsdamomente

Mamaskind ist kein Magazin

Von diesen gibt es immerhin einige und den einen finde ich so austauschbar wie den anderen. Schnell merkte ich, dass ich kein Mama-Magazin schreiben wollte. Ich möchte in jedem Blogpost meine eigene Meinung darstellen und nicht – wie in einem Magazin-Beitrag üblich – einen Standpunkt von allen Ecken beleuchten müssen.

Ich teile meine eigenen Erfahrungen, weshalb man schon aus diesem Grund nicht erwarten kann, dass z. B. mein Beitrag über ein Auto für drei Kinder sämtliche Automarken beleuchtet. Ab und kann kommt mal jemand daher, der das gerne hätte. Jedoch sind dafür meine Kapazitäten – Bloggen als Nebenjob und vor allem als Hobby – nicht ausreichend.

Das ist ein Ein-Frau-Betrieb hier. Von einer Frau, die schwuppdiwupp:

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Sarah Depold - Foto - Credits: Nadine Redlich, Potsdamomente.de
Sarah Depold – Foto – Credits: Nadine Redlich @ Potsdamomente.de

10 Jahre bloggen

Ich glaube, es gibt nur ein paar Bloggerinnen, die ähnlich lange auf ihrem Mamablog bloggen. Im Gegenteil: Ganz oft werden Blogs gestartet und nach kurzer Zeit wieder aufgegeben. Ich sehe das vor allem an den Backlinks, die mir mein Tool im Hintergrund anzeigt. Blog nicht mehr da, schade, Schokolade.

Es ist aber auch ein Haufen Arbeit, den man als Leser*in nicht sieht. Kosten, die schnell in die Hunderte kommen können – und darüber hinaus. Facebook-Budget, neue Plugins, Serverkosten: all das summiert sich.

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Das war ein Grund, warum ich vor ein paar Jahren auf Google-Anzeigen umgestiegen bin. Die laufenden Kosten sollten einfach gedeckt sein. Amazon-Links verwende ich zusätzlich. Leider habe ich für mich noch keinen besseren Anbieter gefunden, der die Breite an zu verlinkenden Produkten abdeckt.

Manchmal hilft lachen: Wenn das kleine Kind nicht schläft. Manchmal aber auch nicht. - Mein Kleinkind schläft nicht - Mamaskind.de
Manchmal hilft lachen: Wenn das kleine Kind nicht schläft. Manchmal aber auch nicht.

Wie geht es weiter mit Mamaskind.de?

Das wird sich zeigen! Wir haben mit bitte.kaufen einen Online-Wunschzettel für Eltern und Kinder gebaut. Den wollen wir gemeinsam auf jeden Fall weiterbauen. Zudem merke ich, dass besonders Alltagsbeiträge sehr gerne gelesen werden. Sofern ich das hier noch umsetzen kann, wird es diese weiterhin geben.

Ich merke jedoch einen Wandel. Dieser geht gerade weg von Kleinkind-Content. Meine Tochter wächst langsam aus dem Kleinkindzeug raus und will auch die Dinge machen, die ihre großen Brüder tun.

Schwangerschaft, Baby, Kleinkind – das sind einige Bereiche, die für meinen Mamablog wegfallen. Dafür kommen nach und nach neue hinzu. Das Thema Pubertät folgt, weiterhin die Betreuung von drei Kindern und sicher kommen auch Beiträge hinzu, die eher mich betreffen.

Ein Wandel vom Mama- zum Lifestyle-Blog?

Ich glaube, das ist Mamaskind.de schon. Ich zeige Einblicke in unser und vor allem mein Leben. Beiträge über einzelne Kinder sind sehr selten geworden. Das finde ich in den ersten Jahren noch niedlich und nützlich (Baby- und Kinderentwicklung), doch wird das später zu persönlich.

Längst schreibe ich nicht über alle Themen, die ich gerne bei anderen lesen würde, weil vieles zu sehr in die Privatsphäre meiner Kinder greift. Die großen Jungs frage ich inzwischen ob ich dieses oder jenes Foto verwenden kann.

Man merkt auch, dass der 10-Jährige immer seltener Bestandteil von Mamaskind ist, obwohl der Blog quasi für ihn gegründet wurde. Ich bin selbst gespannt, wohin mich die Reise führen wird. Vielleicht überrollt irgendein neues Social Networks alle Blogs? [Glaube ich nicht!]

Es ist schön mit euch. Danke für’s Lesen und für den Austausch. 💕

10 Jahre Mamablog Mamaskind.de - über die Hintergründe - Mamaskind.de
10 Jahre Mamablog Mamaskind.de – über die Hintergründe