Da wir keinen Kita-Platz im neuen Wohnumfeld haben werden, schauen wir uns derzeit Kitas an. Zwei, um genau zu sein, obwohl es natürlich noch mehr Kitas gibt. Es gibt einen kleinen Hoffnungsschimmer am Horizont und ich hoffe nun, dass sich die Hoffnung nun in zwei Kita-Plätze unserer Wunschkita umwandelt. Der anderen Kita habe ich nämlich abgesagt. Blöde? Vielleicht.

Zwei Kitas in der näheren Auswahl

Man könnte jetzt sagen: da ich für eine Strecke zu unserer aktuellen Kita knapp eine Stunde brauche, wäre es doch gut, jede Chance auf zwei Kita-Plätze zu nutzen. Schlau wäre das vielleicht aus der Sicht der Zeitersparnis. Doch werden meine Kinder als auch ich in einer beliebigen Kita glücklich?

Das fragte ich mich, als ich durch die unzähligen Kitas und Tagesmütter im neuen Wohnumfeld klickte. Da ich weder eigenes Auto, noch Rad habe, bleibt oft nur der Fußweg oder Bus / U-Bahn, um vom Fleck zu kommen. Dennoch möchte ich mich nicht nur darauf fokussieren.

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Kein Kita- und Schulplatz nach Umzug in Berlin

Aktuelle Kita schwer zu toppen

Wir lieben unsere aktuelle Mini-Kita mit ihren 25 Kindern und vielen Erzieherinnen und Erziehern so sehr, dass es schwer ist, eine ähnlich gute Einrichtung zu finden. Einen Platz mit weniger Möglichkeiten, kühlen Erzieherinnen, engeren Betreuungszeiten oder ungesundem Essen kommt für uns nicht in Frage.

Wie würde sich mein Sohn fühlen, wenn er nicht nur in einem neuen Haus lebt, in einer neuen Umgebung, seine alten Freunde plötzlich nicht mehr da sind und er in einer (im Vergleich) unschöneren Kita verweilen müsste? Unsere Kita legt die Messlatte sehr weit nach oben.

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Kein Kita-Platz am neuen Wohnort nach Umzug

Bewerbungsgespräch in der Kita – Kampf um die Plätze

Wir meldeten uns zu zwei Besichtigungen an, die heutzutage ja auch oft wie ein Bewerbungsgespräch sind. Man möchte sich von der besten Seite zeigen, erwähnt, wie toll man doch bei den Dingen aushelfen könnte, die ggf. benötigt werden und versucht, ab und zu mal zu lächeln. Soll ja sympathisch wirken.

Tatsächlich muss ich mich zum Lächeln auch nicht zwingen. Zu drollig sind die spielenden Kinder, das Angebot an Spielzeug und Aktionen sowie die Mini-Toiletten für Kita-Kinder. Ja, können wir uns für unsere Kinder vorstellen, dachten wir bei der ersten Kita.

Bitte jeden Monat eine Mail schreiben!

Dann kam der Satz, den wir schon aus Brandenburg kannten:

„Bitte melden Sie sich jeden Monat bei mir, damit ich sehe, dass Sie noch Interesse haben.“

In Berlin muss man sich immer noch persönlich bei jeder Kita anmelden. Das zieht einen sehr großen Verwaltungsaufwand nach sich. Keine Kita-Leitung weiß, wie viele wirkliche Anmeldungen tatsächlich vorliegen. Jedes Elternpaar steht auf diversen Anmeldelisten, weil alle das selbe sagen:

„Ich setze Sie auf die Liste. Wann ein Platz frei wird, kann ich Ihnen nicht sagen.“

Uffz. Es ist unglaublich anstrengend. Ich mag klare Tatsachen, nicht dieses schwammige „vielleicht ist 2019 ein Platz frei.“ 2019 ist noch ganz schön lang hin, vor allem, wenn es um den Monat August geht.

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Kita-Suche nach Umzug – Klappt es mit zwei Kita-Plätzen für unsere Kinder?

Die Traum-Kita

Und dann sahen wir sie, unsere Traum-Kita. Die erfüllt äußerlich alle Rahmbedingungen, damit wir unsere Kinder dorthin schicken. Sogar personell sind sie gut aufgestellt. Das klang in der ersten besichtigen Kita anders. Dort hieß es, dass auch mal eine Erzieherin mit allen Kindern der Gruppe allein ist, wenn Krankheitssaison ist. Wenn wir ehrlich sind, ist in der Kita immer Krankheitssaison.

Unsere Traum-Kita hat offene Räume. Jedes Kind kann sich die Beschäftigungen suchen, die es mag. Es kann frei entscheiden, ob es malen, basteln oder spielen will. Oder es kann in den Raum voller Riesenbausteine gehen.

Es gibt normales Essen, Frühstück muss nicht mitgebracht werden. Die Kinder sahen glücklich aus. Als eins weinte, kam sofort jemand und half dem Kind. Das habe ich schon anders erlebt. In meiner Heimatstadt nannte ich eine Kita nicht so liebevoll „Aufbewahrungsstätte“.

Die zuerst besichtige Kita habe ich abgesagt. Unsere Kinder woanders als bei unserer Traum-Kita oder aktuellen Kita betreuen zu lassen, kam uns nach dem Besuch nicht mehr gut vor. Keine Kompromisse bei der Kita-Suche, jedenfalls nicht bei der Qualität.

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Erneute Eingewöhnung – zweimal

Diese tolle Traum-Kita ist für mich erreichbar und gab uns Hoffnung: Da unsere Kinder ja schon älter sind, ist dort der Andrang nicht ganz so groß.Wir stimmten sofort zu, als im Raum stand, dass wir vorerst nur ein Kind dorthin geben.

Unser 4-Jähriger könnte vielleicht schon ab Herbst 2018, Püppiline ab nächstem Frühjahr in die Kita gehen. Die Bedingung ist, dass jemand seinen Platz kündigt.

Das bedeutet auch, dass wir die Eingewöhnung nach dem Berliner Modell erneut zweimal machen müssen. Jedoch ist es das wert. Freunde in der Nähe, soziale Kontakte auch für uns Eltern, sind so wichtig. Wir drücken uns die Daumen.