Mit jedem Baby stieg die Anzahl der Apotheken-Besuche. Nicht nur bei Krankheiten, auch für Dinge wie Vitamin D oder reichhaltige Cremes gehe ich oft dahin. Während meine Jungs stets ein Medizini nach Hause tragen, freue ich mich regelmäßig über das Magazin für Mamas. Das aktuelle Thema sind Schlafstörungen, über die ich als Mama von drei Kindern zustimmend sagen kann: die gibt es auch bei Eltern. 

Schlafstörungen steigen mit der Anzahl der Kinder?

Je mehr Kinder, desto mehr potenzielle nächtliche Unterbrechungen. Dem werden vermutlich viele zustimmen. Doch das ist nur die eine Seite. Auch der Organisationsaufwand steigt. Eltern müssen an so viele Dinge denken. Windeln für die Kita sowie Bücher für das neuen Schuljahr kaufen und das Baby braucht auch noch einige Sachen. Dazu kommen Haushalt und Arbeit, die im Kopf herumschwirren. Das Schlimme sind jedoch die Dinge, die man nicht geschafft hat.

Oft ging ich ins Bett und machte Einkaufslisten oder dachte an die Planung der nächsten Woche. Vieles fällt mir ein, was ich unbedingt noch mit meinem Mann klären muss, obwohl wir eigentlich schon längst schlafen müssten. Die Nächte sind kurz mit einem Stillbaby und einem Kleinkind, das viel Nähe braucht und auch nachts eng kuscheln will.

Unser kleiner Sohn braucht wenig Schlaf und sorgt bei uns für kürzere Nächte. | Mehr Infos auf Mamaskind.de

Unser kleiner Sohn braucht wenig Schlaf und sorgt bei uns für kürzere Nächte.

Alltägliche Einschlafstörungen

Dazu kommt die Arbeit, die sich derzeit vor allem im Kopf meines Mannes einnistet. Oft berichtete er mir, dass er nachts nicht einschlafen kann, weil er über Problemlösungen zu seinen Arbeitsaufgaben nachdenkt. So kommen wir nicht schnell zu Ruhe. Nach dem nächtlichen Stillen gab es schon einige Nächte in denen ich nicht sofort weiterschlief, sondern wach blieb, um noch zu recherchieren oder Ideen für Blogbeiträge gedanklich durchzugehen. Beides sind absolute Schlafkiller.

Ich denke, dass es auch für Väter ein Problem darstellen kann. Mein Mann hat erst später Elternzeit und arbeitet Vollzeit. In den Nächten ist er für unser Kleinkind und auch für akute Notfälle wie Magen-Darm-Erkrankungen zuständig. Sieben bis acht Stunden hat er schon lange nicht mehr geruht. Und auch wenn mal nichts in der Nacht vorfiel, die Kinder gar durchschliefen, hörte ich oft von seiner Schlaflosigkeit oder dass er bei kleinsten Geräuschen aufwachte. Stets lauscht er, ob ein Kind nach ihm ruft. Ausgeruht kenne ich ihn nicht mehr.

 

Schlafstörungen (Insomie) bei Eltern - ein Problem | Mehr Infos auf Mamaskind.de

Schlafstörungen (Insomnie) bei Eltern – ein Problem

Entspannungstechniken für bessere Nächte

Ich sagte schon oft zu meinem Mann, dass sein leichter Schlaf vielleicht mal untersucht werden könnte. Das möchte er natürlich nicht hören. Mir hilft es, besser einzudösen, wenn ich meine Arbeit vor dem Schlafzimmer lasse. D. h. ich beantworte keine E-Mails mehr und möchte eigentlich auch nicht mehr in den Social Networks unterwegs sein. Das klappt nicht so gut, da man mit nur einem Klick schon auf Twitter ist.

Gehe ich im Kopf wieder Einkaufslisten und Todos durch, schreibe ich mir dringende Dinge nur schnell als Notiz ins Smartphone und packe es dann zur Seite. So vermeide ich die Gedankenspirale, die mich immer tiefer zieht: auf keinen Fall vergessen, auf keinen Fall vergessen…

Zum Runterkommen lese ich jeden Abend mein aktuelles Buch weiter. Darauf freue ich mich besonders, denn ich kann in die Geschichte eintauchen und dadurch den Alltag abwerfen. Natürlich klappt das nicht immer. Wenn ich merke, dass ich einen Satz dreimal lese, weil meine Gedanken abschweifen, notiere ich mir diese erst für den nächsten Tag und lese dann weiter.

Das Buch als Ritual empfiehlt auch die Autorin Beatrice Sobeck des Artikels über Schlafstörungen neben weitere Tipps wie spazieren gehen und den Tag positiv enden lassen.