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Zugegeben, ich liebe Beratungsbücher à la: Hilfe, ich bin Mama und mir ist langweilig zwischen den Babywindeln, was kann ich tun? So oder so ähnlich haben sich auch die Autorinnen Caroline Rosales (von stadt-land-mama.de) und Isa Grütering (von hauptstadtmutti.de) gefunden und beschlossen, ein Buch zu schreiben. Meiner Meinung nach, das beste (witzig, hilfreich, Schreibstil), aus seiner Kategorie.

Zunächst wird jedoch erklärt, wie schwer es (Karriere-) Mütter haben: Kein Kitaplatz, oft verständnislose Arbeitgeber, unflexible Zeiten und Teilzeit finden Unternehmen, wie auch das eigene Konto spätestens zur Rentenzeit doof. Dabei sind doch Mütter die am besten organisierten Arbeitnehmer überhaupt, oder nicht?

Mama muss die Welt retten - mamaskind.de

Mütter am Abstellgleis – Unverständnis der Arbeitgeber

Diese Erfahrung dürfen nicht nur die Autorinnen, sondern auch viele weitere Mamas in oder nach der Elternzeit machen. Das Abstellgleis folgt: Mamas können keine Großkundenprojekte übernehmen, setzen sich nicht richtig ein, da sie nachmittags früh wegmüssen usw. Was also tun? Selbstständigkeit denken viele Mamas und einige von ihnen ziehen das auch erfolgreich durch. Im Buch „Mama muss die Welt retten“ werden mehrere Erfolgsgeschichten amüsant und mit Hintergrundgeschichte dargestellt. Berichtet wird von Müttern mit eigener PR-Agentur, eigenem Laden mit Apfel-Thema, einem Café oder einem Blog, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Der Teil über den Blog hat mich ein wenig erschreckt: man soll sich auf 300 Blogposts im Jahr einstellen. Da habe ich aber noch einige zu schreiben, dieses Jahr. Die Tipps, die stets am Kapitelende folgen, sind jedoch eine hilfreiche Zusammenfassung für diejenigen, die tatsächlich mit dem Gedanken der Selbstständigkeit spielen oder überlegen, ein Nebenprojekt aufzuziehen.

Freiräume schaffen – sich im Job beweisen

Ich habe einige Dinge auf meine Todo-List setzen können und sehe die Geschichte von Caro und Isa auch als Motivationsschub für zukünftige Projekte. Natürlich habe ich auch selbst gemerkt, dass es mit Kind schwieriger ist, Zeit für Weiterbildung, Projekte (Blog!) und Hobbys zu finden, allerdings nicht unmöglich. Auch wenn Arbeitgeber der Meinung sind, dass Kinderlose Müttern im Job vorzuziehen sind, da sie mehr leisten ist das (oft) vielleicht nur auf dem Papier so. Mamas schaffen sich Freiräume, anders klappt es auch gar nicht, gelassen zu bleiben und sich nach einem anstrengenden Tag (und auch Nacht…) wieder engagiert in die Arbeit zu stürzen. Aber das tun Mütter.

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Mir hat die Absprache mit dem Mann geholfen, dass auch er mal zum Kindersport geht und sich Samstag Vormittag um das Kind kümmert und ich ich im Gegenzug Zeit für SEO (da gibt es immer Neuigkeiten in Bezug auf Algorithmusänderungen und Tricks) sowie Blog habe. Haushalt ist für uns ein Thema, das wir beide gleichermaßen bewältigen. Mein Mann hat sich für eine 4-Tage-Woche entschieden und kann sich an seinem freien Tag seinem Open-Source-Projekt (SequelizeJS) widmen. Sich solche Freiräume zu schaffen und die Familie mit einzubeziehen, raten auch die Autorinnen, die auch Zeit für Blog, Familie und Arbeit finden und bündeln müssen.

Fazit

Unbedingt lesen und inspirieren lassen! Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen und dank der Linkliste auch meine Leseliste erweitert. Eine Herausforderung, immerhin muss ich jetzt wieder Freiräume schaffen… ;-)