Gar nicht so lange ist es her, seit ich Susanne Miraus Buch Geborgen Wachsen vorstellte. Nun schrieb die Autorin, die viele vom gleichnamigen Blog Geborgen Wachsen kennen, im Gräfe und Unzer Verlag über die Trotzphase, bzw. die Autonomiephase, von Kindern. Sie bietet wertvolle Lösungsvorschläge zum schnellen Nachschlagen für alle Themen des Alltags mit Kindern. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar und die Bücher für das Gewinnspiel: ich verlose zwei Bücher.

Die Trotzphase verstehen und gelassen meistern

Der Untertitel ihres Ratgebers passt perfekt zu uns und unserer aktuellen Situation. Wir haben ein Baby, das die Abläufe turbulenter gestaltet, einen 3-Jährigen, der am liebsten alles selbst machen möchte und einen 7-Jährigen, der häufig mal antwortet: „Weil ich nicht will!„. Warum nur muss das so stressig sein, denke ich? Wieso machen sie nicht einfach mit, damit wir entspannt essen, spielen und Zähne putzen können?

Weil sie nicht können, beantwortet Susanne meine unausgesprochene Frage. Zu Beginn geht sie auf die theoretischen und biologischen Hintergründe des kindliches Tuns ein. Sie erklärt den Aufbau des Gehirn, das sich bei Kindern erst noch ausbilden muss. Das ist auch der Grund, warum sie noch nicht über Gefühle und ihre Handlungen nachdenken: sie können es schlicht noch nicht. Das kann zu diesen Gefühlsausbrüchen kommen, die häufig als Trotz bezeichnet werden.

„Trotzen ist kein Fehlverhalten.“ – Susanne Mierau

Sie führt weiter aus, dass man hinter das Verhalten von Kinder blicken muss: was wollen sie wirklich? Es geht um Selbstständigkeit, die schon in der Steinzeit überlebenswichtig war und um das Teilen bzw. nicht Teilen von Dingen.

Rezension: Ich! Will! Aber! Nicht! von Susanne Mierau | Ein guter Ratgeber für Eltern mit Kindern in der Trotzphase bzw. Autonomiephase | Mehr Infos auf Mamaskind.de

Rezension: Ich! Will! Aber! Nicht! von Susanne Mierau

Erziehung unserer Eltern prägt uns

Man erfährt viel Interessantes, z. B. den Einfluss der Erziehung unserer Eltern, die auch in unsere Erziehung einfließen kann. So haben wir „verinnerlicht, dass kindliches Trotzverhalten mit allen Mitteln unterbunden werden muss.“ schreibt Susanne in Ich! Will! Aber! Nicht!. Sie regt dazu an, das eigene Tun zu reflektieren. Möchte ich etwas Bestimmtes, weil es mir wichtig ist oder beharre ich nur auf unnötigen Dingen? Mir fielen spontan Situationen am Abend ein. Wie wichtig ist es mir, dass sie in der Kita hallo sagen? Reicht es nicht doch, wenn ich einfach als gutes Beispiel voran gehe? Immerhin bringt es nichts, wenn ich es ihnen vorbete.

Alltag mit Kindern meistern

Viele praktische Tipps gibt die Diplom-Pädagogin und Familienbegleiterin für den Alltag mit Kindern. Wie kann man sie beteiligen? Wie können sie in der Küche, im Bad oder beim Anziehen angeregt werden, selbst mitzumachen? Sie weist darauf hin, dass das Beobachten von Kindern nützlich sein kann. Wir müssen herausfinden, wie sie uns bereits im Alltag helfen, wie sie kooperieren, damit wir das wohlwollend wertschätzen können. Hilfreich kann hier ein Kooperationstagebuch sein, in das man alle Dinge schreibt, bei denen die Kinder mithalfen. Damit bekommt man einen ganz anderen Blick und schaut nicht nur auf die vermeintlich schlechten Dinge.

Was denken die anderen? – Das ist eine Frage, der man wenig Beachtung schenken sollte. Es geht um die eigenen Kindern, das eigene Handeln, das für die Familie wichtig ist. Außenstehende bekommen nur einen kurzen Einblick in eine Situation, nicht aber das Familienleben.

Anregungen für den gelassenen Familienalltag

Sehr hilfreich finde ich den praktischen Teil, der in farblichen Kästen in den Kapiteln zu finden ist. Das erleichtert zudem das spätere Nachschlagen von Lösungen. Dazu gehören z. B. „Zehn Sätze, die wir uns immer wieder sagen sollten“ wie, dass es keine Absicht oder Machtspiel der Kinder ist, sie können nicht anders! Nützlich finde ich den Tipp, alle Stressauslöser aufzuschreiben, um zu sehen, wo es hakt. Zuletzt weist Susanne auf die eigenen Regeln und Grenzen hin, die man für sich definieren sollte. Mit vielen weiteren Ideen wird der Weg zur entspannten Elternschaft ein wenig geglättet.

Rezension von Susanne Miraus Ratgeber: Ich! Will! Aber! Nicht! | Mehr Infos auf Mamaskind.de

Rezension von Susanne Miraus Ratgeber: Ich! Will! Aber! Nicht!

Fazit: Ich! Will! Aber! Nicht!

Ein wunderbarer Ratgeber, wenn man auf das Warum der Trotzphase bzw. Autonomiephase der Kinder theoretisch schauen und hilfreiche Tipps für diese Zeit bekommen möchte. Rund um den Alltag mit Kindern, das Aufräumen, Schlafen, Sauberwerden, Zähneputzen und auch Geschwisterstreit (dazu gibt es ein Statement von mir im Buch) werden alle kritischen Bereiche angesprochen. Die farblich abgetrennten Bereiche mit Lösungsvorschlägen helfen auch beim späteren Nachschlagen.

Mehr zum Buch Ich! Will! Aber! Nicht!

Gewinnspiel

Zusammen mit dem Gräfe und Unzer Verlag verlose ich zwei Exemplare des Buches Ich! Will! Aber! Nicht! Ein Buch wird unter allen Kommentaren im Blog verlost und eins unter allen Kommentaren im zugehörigen Facebook-Post.

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Das Gewinnspiel läuft bis zum 13.10.2017, 20 Uhr. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung mit Facebook. Ausgelost wird mit random.org unter allen Kommentaren, die gewinnen wollen, jeweils auf dem Blog und Facebook.