Versteht mich nicht falsch, mein Mann ist nicht schlecht gekleidet. Ich würde die Kleidung jedoch als Basics betiteln: Jeans, Sneakers, Shirt, Pulli. Grau, Blau, Schwarz. Hosen kauft er einmal im Jahr im Sale, Shirts gerne von Jack & Jones, wenn auch diese im Angebot sind. Mehr Liebe zur Mode kann man von ihm nicht erwarten. Dummerweise trifft das auch auf mich zu: ich hasse shoppen gehen! Somit gibt es von mir jedenfalls keine geschenkte Kleidung (manche Frau soll das ja für den Gatten machen. Verrückt!). Das muss auch Outfittery mitbekommen haben, deren Kleidungsbox direkt für den Kunden zusammengestellt und gepackt wird. Sascha durfte den Service mit einem von Outfittery zur Verfügung gestellten Gutschein testen und ließ sich zwei Outfits nach Hause schicken. Unsere Erwartungen waren riesig! – Werbung –

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Outfittery im Test – rechts das tolle Job-Outfit für Sascha

 

Der Bestellprozess bei Outfittery

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Vorher-Bild: Sascha in eigener Kleidung

Um den Service von Outfittery authentisch zu testen, musste mein Mann selbst bestellen, ich schaute über seine Schulter. Ich vertraute ihm da völlig. ;) Im Laufe des Prozesses gab er u. a. Daten zu Jeansform (Regular), gewünschte Jeansfarbe (Hellblau & Mittelblau), Haarfarbe, Kleidungs- und Schuhgrößen und Lieblings-Marken an. Sehr umfangreiches Prozedere. 5 / 12 Marken der Vorschläge kannte er/ich nicht. Diese sind auch eher gehoben und für nicht Anzugsträger wohl auch nicht bedeutend. Zusätzlich gab er Jack & Jones als Lieblingsmarke an (warum auch immer er diese Marke mag… ;)).

Der Bestellprozess überforderte ihn. „Das ist ja wie bei Subway hier!“ rief er und erzählte mir, dass mehr Infos gefordert waren, als er bereit war, zu offenbaren. Zum Schluss wurde gar ein Foto gewünscht. Da er sich strikt weigerte, das empfohlene Telefonat zur detaillierten Besprechung seiner Outfittery-Box zu machen, lud er zumindest ein Foto hoch. Darauf sieht man auch, wie sein Stil ist: Jeans, Pulli, legere Schuhe. Locker für zu Hause und das Büro. Für diese beiden Orte wünschte er sich auch Outfits in der Box.

Man konnte bestimmen, wie viel Budget für einzelne Kleidungskategorie verwendet werden sollte. Sakko etc. natürlich 0 €. Ein wenig mehr für Jeans und Pullis. Es ist ein langer Bestellprozess, bei dem man aber auch herausfinden muss, wie der Besteller sich gerne kleidet. Die Gefahr ist groß, dass man mit den Kleidungsstücken total daneben liegt. Caja sollte sich um das Packen unserer Box kümmern, sagte die letzte Seite des Bestellprozesses. Das erzeugt Vertrauen!

Outfittery im Test – das Paket

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Die ersten Outfits werden anprobiert

Wenig später kam schon die hübsche Box an. Außen wie innen war diese sehr schön gestaltet, die Kleidung ordentlich gefaltet und geschnürt in der Kiste. Auf dem Kleidungsstapel ein handgeschriebener Zettel von Amalia. Huch, Amalia? War das nicht im Bestellprozess noch Caja? Zwei verschnürte Kleidungspakete, die nicht in ollem Plastik eingeschweißt waren, lagen auf dem Päckchen mit den Schuhe, der Jacke und dem Schal. Optisch glaubte ich den Inhalt so vorzufinden, wie Sascha es sich wünschen würde. Bis er es auspackte und anprobierte. Leider hat Jack & Jones viele, in seinen Augen, unschöne Kleidungsstücke. Er mag keine Sachen, auf denen lediglich groß der Name der Firma prangt, er mag Muster. Die beiliegende Jack & Jones Auswahl hat ihn nicht beglückt. Vermutlich hat er schon eine zu starre Vorstellung im Kopf, was er haben will und was nicht. Da hätte ein freiwilliges Telefonat, das man in der Bestellung angeben kann, ihn vielleicht weitergebracht. Sag ich doch!

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Strickpulli, dicker Schal und ein zu großes Langarm-Shirt: ups!

Bei der Jeans von Lee musste er kurz schlucken: „Hatte ich nicht Hellblau und Blau angegeben?“. Die Hose war grau. An sich sehr schön geschnitten, nur leider viel zu groß. Das sollte eigentlich auffallen: Wenn zwei Hosen im Paket enthalten sind, könnte man diese (mit derselben Größe!) doch aneinander halten und feststellen, dass die eine Hose viel größer ausfällt. Somit konnte das erste Outfit leider nicht bei Sascha punkten. Ein schwarzer Hoodie mit zu großem Schriftzug, andere Pullis, die ihm nicht gefielen und die Jacke passte ihm optisch leider auch nicht. Der Schal konnte trotz der sehr guten Qualität nicht seine Zustimmung gewinnen. „Der kratzt“ sagte er und legte ihn zur Seite. Kurzfristig war ich skeptisch, ob das Thema Kleidungsbox damit für uns durch ist. Jedoch: Das zweite Outfit war aber der Knaller!

Outfit für den Alltag im Büro

Ich liebe Chinos und endlich musste Sascha auch eine anprobieren, die sogar gut saß! Dazu hatte Outfittery, bzw. Amalia, ein Esprit-Hemd ausgesucht, wie auch ein paar Schuhe von Onitsuka Tiger, einer Marke, die er sehr schätzt. Mit diesem Outfit sieht er total anders aus, fühlt sich trotzdem wohl und findet, das kann man durchaus im Büro anziehen. Sascha entscheidet sich für diese Outfit und gegen alle anderen Sachen. Ich vermute ja, hätte er Jack & Jones nicht extra als Lieblingsmarke angegeben, hätte er mehr Passendes gefunden.

Der Wollpullover passt optisch nicht zu den anderen Sachen und flog von vornherein raus. Anprobieren musste er ihn trotzdem, fühlt sich aber sichtlich unwohl dabei. Der Strickpulli zusammen mit dem Hoodie und der Jacke passen gar nicht zusammen, denken wir uns.

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Das Outfit gefällt uns beiden sehr gut!

Preise und Fazit

Ein Blick in die Rechnung schockierte mich ein wenig: 770 € hat der Wert dieses Pakets. Hups. Natürlich läppert sich das alles zusammen, eine gute Jeans bekommt man nicht für 20 €. 90 € für eine Lee-Jeans sind vollkommen ok. Einen Schal für 50 € würde hingegen nicht im Einkaufskorb landen. Im Bestellprozess und auf der Website waren keine Preise ersichtlich. Man bezahlt erst, wenn man das Paket erhalten hat und auch nur jene Kleidungsstücke, die man behält. 14 Tage hat man Zeit, sich für oder gegen die Kleidungsstücke zu entscheiden und bezahlt dann bequem per Rechnung. Wir gehören doch nicht zu denen, die mal eben > 700 € pro Person beim Kleidung shoppen ausgeben, sondern stecken das lieber in Technik. Unser Gutschein, den wir für diese Kooperation bekommen, ist für die Box lange nicht ausreichend. Man merkt, wir kaufen eher in Schlussverkäufen, aber auch gerne Marken, weil mittlerweile Qualität vor Quantität zählt. Passt zu unserem Minimalismus-Gedanken (den wir nicht in jedem Lebensbereich streng verfolgen). So ist das Prinzip der Outfittery-Box vermutlich auch nicht gedacht: man pickt sich nur jede Sachen heraus, die gefallen. Die gesamte Box wird vermutlich niemand kaufen.

Ich denke, dass vor allem Männer mit wenig oder sehr viel Vorstellungskraft Gefallen an dem Service finden können. Wenig, weil sie so neue Outfits finden, ohne sich selbst durch Online-Shops zu bemühen oder viel, wenn sie Outfittery als den Service ansehen, als der er gemacht ist: der persönliche Assistent für den Outfit-Kauf. Der Bestellprozess könnte meiner Meinung nach verbessert werden. Mein Mann möchte sich nicht durch drölfzig Fragen klicken und sich dabei überfordert fühlen. Warum nicht verschiedene zusammengestellte Outfits zeigen, bei denen man sich die besten aussuchen kann und darauf basierend einen passenden Stil entwickeln? Das passiert zu Beginn des Bestellprozesses in Auszügen: man wählt einzelne Stile aus, die einem gefallen. Wenn man das Foto betrachtet, das mein Mann von sich hochgeladen hat, würde man nicht auf einen Hoodie- oder Strickpulli-Träger deuten. Für uns war das ein cooles Experiment, das Sascha sogar wiederholen würde, wenn der Bestellprozess ein wenig verbessert wird. Er möchte nicht telefonieren, um einen Service in Anspruch zu nehmen, ohne Telefonat können aber evtl. wichtige Informationen zum eigenen Geschmack fehlen.

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Was ich übrigens richtig gut finde: wer Kleidung spenden möchte, kann dies direkt über den mitgelieferten Beutel tun, den man mit den anderen Kleidungsstücken zurück an Outfittery schickt. Laut Firma arbeiten sie mit verschiedenen Organisationen zusammen, welche die Kleidung in Empfang nehmen.

Die wichtigste Frage ist doch aber: Warum gibt es Outfittery nicht für Frauen? Ich will nicht offline einkaufen, durch die diversen Online-Shops klicken ist mir zu mühselig. Damit stehe ich als Frau wohl ziemlich allein da. Die durchschnittliche Frau kauft wohl gerne Kleidung online ein, oder?

100 € Gutschein für Outfittery gewinnen

Wer die Box auch mal testen will, kann bei mir einen Gutschein in Höhe von 100 € gewinnen. Dafür sagt mir bitte, welchen Stil ihr auf Outfittery gut findet und ob der Gutschein für euch oder jemanden anderen ist. Ein Zusatzlos gibt es für das Teilen dieses Beitrags auf Facebook oder Twitter mit dem Hashtag #outfitteryMK. Das Gewinnspiel läuft bis Mittwoch, 23.12.2015, 12 Uhr. Das Los entscheidet. Gültig nur innerhalb von Deutschland. Teilnahme ab 18 Jahre. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Gewinnerin

random.org hat gesprochen und Katarina als Gewinnerin ermittelt. Du bekommst parallel eine E-Mail von mir mit dem Code. Herzlichen Glückwunsch! :)

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