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Was würde passieren, wenn du einen Tag nichts machen kannst: arbeiten, Kinderbetreuung, Haushalt? Donnie, der Friseur hätte es mit einer floralen Konkurrentin zu tun. Doch was wäre, wenn ich ausfalle? Eine Fallstudie: Betrachtet werden die Situationen ähnlich wie im Video: äußerst pessimistisch und einem Zwinkern. Nicht ernst nehmen…

Die Arbeit geht auch ohne mich?

Würde ich einen Tag auf der Arbeit ausfallen, würden meine Kollegen meine Aufgaben für die Zeit übernehmen. Der Chef findet raus, dass das alles auch ohne mich funktioniert und schickt mir am Folgetag einen Blumenstrauß und eine Karte mit dem Wortlaut: „Tschüss, war schön mit dir.“ Die Kollegen winken zum Abschied, einen Kuchen gibt es nicht. Die Blumen mag ich nicht mal.

Die Kinder rennen zum Papa

Betrifft der Ausfall auch die Kinderbetreuung, würde selbstredend der Papa meinen Job machen. Er würde dann feststellen, dass meine Beschwerden über maulende Kinder nur um deren müde Mittagszeit zutreffen und der restliche Tag echt lässig ist. Die Kinder spielen nämlich vorbildlich miteinander, während der Papa bequem liegengebliebene Arbeit im Home Office erledigen kann. Papa liest den Kindern jeden Wunsch von den Lippen und erlaubt Eis und Kekse zur Kaffeezeit.

Weil er zudem Fernsehen nach dem abendlichen Waschen gestattet, lassen sich beide Kinder brav die gezuckerten Zähne putzen und sich in Pyjamas hüllen. Immerhin mehr Zeit, in der der Vater noch ein wenig Programmieren kann, die Kinder sind ja bespaßt. Statt Vorlesebuch gibt es an diesem Tag ein paar Folgen Yakari auf dem iPad, ist ja quasi wie vorlesen. Die Kinder lieben den Papa und wollen nun alles so, wie es ihr Vater handhabt: Süßigkeiten, Fernsehen und iPad. Gemeinsame Spiele, gesundes Essen und die alltäglichen Abläufe werden verschmäht.

Das bisschen Haushalt macht Papa nicht selbst

Der Haushalt würde der Herr des Hauses links liegen lassen. An einem Tag passiert doch nicht so viel, was soll’s. Warum sollte man die Zeit mit Aufräumen, Putzen und in der Küche verschwenden? Das Katzenklo kommt sicher auch mal ohne Säuberung aus.

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Nach einer Weile passiert dann das

Der Chef entdeckt schnell, welche Wunder ich gewirkt habe. Als die Kollegen zugeben, mit dem „ganzen Mist“ nicht hinterherzukommen, schickt der Chef einen weiteren Strauß mit lieben Worten und den richtigen Blumen: Tulpen. „Alles ein Missverständnis“ gibt er zähneknirschend zu. Ich glaube kein Wort, gehe trotzdem zurück und freue mich über die Bekundungen zu meiner tollen Arbeit, die gar nicht so einfach ist, wie sie aussieht.

Der Vater merkt am folgenden Tag, dass die Kinder ihm auf dem Kopf rumtanzen und es so nicht weitergehen kann. „Wir brauchen eine klare Struktur!“ jammert er mir vor, als die Kinder zuckergefüllt durch die Wohnung hopsen. Wohlwissend, dass ich diese bereits eingeführt hatte. Brav und ohne Murren spielt er mit den Kindern, parkt seinen Laptop auf der entfernten Ladestation und schnibbelt nebenbei frisches Obst für die Zwischenmahlzeit.

Das Überwachen des Zähneputzens überwacht er selbst akribisch und als Ausgleich zum Vortag gab es gleich mehrere Geschichten für die Kinder. Die fanden den Tag mit Papa trotz gesunder Ernährung total super und freuen sich auf den nächsten Ausfall von Mama. Der Papa klopft mir, den Tränen nahe, auf die Schultern und bekundet, dass ich einen ganz guten Job zuhause mache.

Der liegengebliebene Haushalt macht sich nicht von allein, sodass dieser erst erledigt werden muss, bevor wieder Platz zum Arbeiten in der Küche ist. Vorher gibt’s kein Essen! Also wuselt sich der liebe Mann auch noch durch die Berge Geschirr und reinigt zwischendurch das Katzenklo, das bestialisch stinkt.

Und der Friseur Donnie?

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Der hätte mal lieber eine Schmerztablette (z. B. Voltaren Dolo®) genommen, sodass er den Tag nicht ausfallen muss. Dennoch könnte er sich bei seiner kreativen Kollegin der floralen Künste sicherlich den ein oder anderen Tipp holen. Neue Kundenkreise erschließen und so…

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Meine was-wäre-wenn-Überlegungen entsprechen natürlich nicht der Realität. Mein Mann ist ganz lieb und hilfsbreit im Haushalt und mit den Kindern. Der blumige Chef ist auch nur erfunden.