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Mama, spielst du mit mir? Mama, kann ich Fernsehen? Mama, darf ich mit den Perlen spielen? Natürlich kannst du mit den Perlen spielen! (Dann habe ich endlich mal Zeit, kurz am Mac zu sitzen und etwas Produktives zu machen. Facebook zähle ich mal nicht dazu. Dafür aber Ruby lernen, meine aktuelle Website Boosting lesen und mir dazu auch noch Gedanken zur praktischen Umsetzung der neuesten SEO-Tipps machen)

Nach drei Minuten sah das Perlenspiel allerdings so aus:Mamaskind spielt mit Perlen

Das Resultat ist also, dass ich alles aufräumen darf? Nö, alles was in 5 min noch liegt, wird für immer in die weite Weite des Mülleimers katapultiert, mit Schmackes. Das ständige Hinterherräumen habe ich längst aufgegeben. Allein schon, um meine Nerven zu schonen. Netter Nebeneffekt: Beim Aufräumen (das Kind will immerhin seine Perlen retten) habe ich weitere wertvolle Minuten für mich ergattert. Das ist im Laufe des Tages wirklich nicht leicht.

Alltag mit Kind – Freizeit ist selten

Lang her scheint unser beschaulicher Alltag: Studienkurse, zwei Mal in der Woche als Werkstudent arbeiten gehen, vielleicht noch ein paar Übungen (Wirtschaftsmathematik!) durchgehen und dann die nahezu endlose Freizeit genießen. Mit Ankunft des Kind änderte sich das natürlich: Studium bzw. Bachelorarbeit schreiben, Kind von der Tagesmama abholen, Kind bis zum Einschlafen beschäftigen, nebenher den Haushalt machen und nachts bei jedem Schrei das Kind umhertragen. Je kleiner das Kind desto länger seine Schlafphasen. Bei dem Dreijährigen sind wir bereits glücklich, wenn er dann doch noch seinen Mittagsschlaf am Wochenende macht. Das ist leider sehr selten geworden.

Freitagnachmittag wird uns Eltern meist bewusst: oh nein, das Wochenende beginnt! Andere Eltern wissen was ich meine: wir wissen unsere Jobs zu schätzen und sind meist glücklich, wenn wir wieder aus dem Kinderalltag entfliehen dürfen (sog. „Montag“, Tag des Hasses aller Kinderlosen). Man machte sich einst Pläne, wie das Wochenende laufen soll, was man schaffen möchte und sah sich anschließend der Realität gegenüber gestellt: Chaos.

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10 Tipps für den gelassenen Alltag mit Kindern

  1. Keine detaillierten Pläne machen
  2. Spielplatz-Touren unternehmen, auch im Regen!
  3. Konsequent bleiben, kann später nützlich sein
  4. Kleine Freunde einladen oder besuchen
  5. Kinderbelustigung teilen um Freiraum zu schaffen (1h ich, dann er)
  6. Kind an Oma und Opa abschieben oder die Kinderfee anrufen – ein Segen!
  7. In stressigen Situationen kurz durchatmen und weitermachen
  8. Aufgabenverteilung durchdenken (Papa tobt, Mama malt?)
  9. Kind bei der Hausarbeit mithelfen lassen (nur für Fortgeschrittene, kann ins Auge gehen)
  10. Eigenen Ordner mit Kinder-Apps auf dem iPhone anlegen *hust*

Durchhalten ohne durchzudrehen

Es dreht sich folglich alles darum, wie man selbst gelassen bleiben kann. Daher ist es aus meiner Sicht wichtig, dass Eltern nicht die ganze Zeit ums Kind rumtanzen (sog. „Helikoptereltern„), sondern dass sich das Kind in den elterlichen Alltag einfügt. Natürlich ändert sich so gut wie alles im Vergleich zum kinderlosen „Vorleben“. Gerade dann, wenn man denkt eine Pause zu haben, folgt eine weitere Katastrophe (Einnässen, Magen-Darm beim Kind oder Monster im Zimmer). Freiräume schaffen, versuchen, gelassen zu bleiben und einfach machen. Dabei sollte man immer an die (vielen!!!) schönen Augenblicke mit dem Kind denken. Immerhin darf man wieder im Sandkasten spielen, Indoor-Spielplätze besuchen und wild herumhüpfen! Dazwischen muss man lediglich durchhalten ohne durchzudrehen. All das tun Eltern.

P.S. Wir haben heute nicht gemeckert als das Goldkind die Klopapierrolle abgewickelt und nach und nach im Klo versenkt und gespült hat. Wir haben auch nicht gemeckert, als ich schließlich mit Handschuhen und der Herr Papa mit Pümpel bewaffnet jene Reste aus der Toilette zog (ihhhh!). Der gelassene Papa meinte, er konnte ja nicht wissen, dass das passieren würde. Recht hat er.