Werbung

Zugegeben, wir sind nicht allein, wir haben immer noch uns. Es hilft mir sehr, das Baby einfach mal dem Papa in die Hand zu drücken, weil ich bereits tagsüber zuständig war. Da bin ich froh über jede Hilfe. Trotzdem haben wir keinen Babysitter in Berlin, der uns mal einen freien Paarabend gewähren könnte. Andrea von Runzelfüßchen fragt nach: braucht jeder einen Babysitter?

babysitter-mamaskind

Babysitter gibt es viele – nur leider sind sie fremd

Es hätte so einfach sein können: von Kinderfee war ich begeistert. Zack, Babysitter zum Kennenlernen gebucht, eingeladen, sympathisch gefunden und für ein echtes Date zum Ausgeben erneut eingeladen. Doch für mich fühlte sich das nicht richtig an. Das Konzept finde ich zwar immer noch toll, dennoch konnte ich nicht genug Vertrauen für eine fremde Person entwickeln. Das ist immerhin mein Sohn, den ich ohne Vertrauensperson mit einer für ihn Fremden allein zuhause lasse. Wenn man sich überlegt, dass die KiTa-Eingewöhnung nach dem Berliner Modell vier Wochen umfassen kann, ist ein einziger Kennenlerntermin arg wenig. Wir buchten seither keinen weiteren Babysitter.

Es hätte nichts geändert, den Babysitter zu wechseln (mein Kinderfee-Gutschein vermodert daher ungenutzt im E-Mail-Fach). Fremd bleibt fremd. Die Omas sind leider eine Autostunde entfernt, was verglichen mit anderen Familien noch wenig ist. Dennoch ist ein spontanes von der KiTa-Abholen nicht möglich.

Meine Eltern holen den ersten Sohn gelegentlich (ca. alle 2 – 3 Monate) für ein paar Tage zu sich, was für uns bisher Entlastung und Ausruhen bedeutete. Mit Baby 2.0, das (zum Glück) noch an der Brust hängt, bleibt immer ein Kind zuhause. Ob und wie sich das nach dem Abstillen ändern wird, bleibt abzuwarten. Ob die Großeltern auch zwei Kinder nehmen würden?

Meine Lösung: Elternnetzwerk aufbauen?

Mittlerweile sind wir in Berlin gut mit ein paar Eltern vernetzt. Unsere Kinder besuchen die gleiche KiTa-Gruppe und spielen wunderbar zusammen. Witzigerweise sind die zweiten Kinder auch ca. 6 Monate – 1,5 Jahre alt. Was liegt also näher, als mal auf die Kinder der Freunde aufzupassen? Das wäre eine schöne Idee, die bisher noch nicht umgesetzt wurde. Die Kleinen werden auch noch gestillt und können nicht einfach an Eltern vom KiTa-Freund des Geschwisterchens abgegeben werden. Im Notfall würde das jedoch auch gehen.

Werbung

Auch hier bleibt abzuwarten, wie sich das soziale Gefüge entwickelt. Mal wieder ins Kino gehen und zu wissen, dass die Kinder gut aufgehoben sind, wäre doch auch mal wieder schön. Wo ist denn eigentlich das Dorf, wenn man es mal braucht?

Bewerte den Beitrag

Werbung