Wie nervig ist das Thema Süßigkeiten! Jeden Tag kam die Frage erneut auf: „Mama, darf ich etwas Süßes essen?“. Eigentlich will ich immer „Nein, selbstverständlich nicht. Iss eine Möhre!“ antworten, aber das ist auch keine Lösung. Wir probieren es derzeit mit einer Süßigkeiten-Box für die Kinder.

Selbstbestimmung & Eigenverantwortung

Ich möchte nicht mehr gefragt werden, wenn die Jungs naschen wollen. Gleichzeitig möchte ich auch nicht, dass sie unbegrenzt Zucker in Form von Süßigkeiten essen. Zusammen mit meinem 8-Jährigen machte ich sogar ein Zucker-Projekt, über das ich noch später schreiben werden.

Möglichkeiten für den Umgang mit Süßigkeiten

  1. Sie müssen weiterhin fragen, ob sie naschen können.
  2. Sie dürfen so viel essen, wie sie möchten.
  3. Wir haben keine Süßigkeiten mehr im Haus.
  4. Sie packen sich eine Süßigkeiten-Box für eine Woche.

Die ersten drei Punkte kommen nicht in Frage. Ich möchte nicht, dass sie bei jedem Stück Schokolade nachfragen. Ich tendiere oft zum Nein, müsste abwägen, wie viel sie kürzlich bereits aßen und eigentlich ist das alles zu anstrengend. Besonders kritisch ist an der Lösung, dass die Kinder nicht selbstbestimmt agieren können. Ich möchte auch nicht jemanden fragen, ob ich etwas Süßes essen darf!

Zugleich möchte ich auch nicht, dass sie unbegrenzt Süßigkeiten essen. Während der Große das schon beurteilen kann, was ihm guttut, ist das beim Kleinen fraglich. Nach der Überfressung am Candy-Buffet auf der Minecraft-Party mit unangenehmen Folgen gab es keinen Lerneffekt für den 3-Jährigen. Vermutlich ist er noch zu jung, um die Folgen abzuschätzen.

Keine Süßigkeiten im Haus haben ist quasi unmöglich. Manchmal wird vom Taschengeld etwas gekauft, oft gibt es Überbleibsel von Oma-Besuchen oder Geburtstagen und zudem kaufe ich mir auch gerne Zartbitterschokolade.

Da bleib nur die Süßigkeiten-Box, von der ich schon mehrfach gelesen habe.

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Süßigkeiten-Box für Schulkinder & Kita-Kind

Ich versprach mir, dass die Kinder einen besseren Umgang mit Süßigkeiten lernen. Wir lassen die Kinder einmal in der Woche die Box mit sieben Portionen Süßigkeiten füllen. Sie dürfen aussuchen, was sie essen möchten. Mein großer Sohn bastelte sogar Eisgutscheine, damit sie nicht nachfragen müssen, wenn sie das essen möchten. Wie in Familienkonferenz beschrieben, entschieden wir das alles gemeinsam. Die Kinder waren also ambitioniert mitzumachen.

Nach einigen Wochen wurde die Box beim Großen eher nebensächlich, obwohl sie, wie beim Bruder, anfangs fast sofort leer gefuttert war. Der 3-Jährige kann oder mag sich keine Süßigkeiten aufheben. Auch jetzt ist die Box oft schnell leer. Er sagt zu sich selbst:

„Das esse ich noch!“

Und schwupps, ist die Box leer und er fragt nach, wann sie wieder aufgefüllt werden kann. Beim Kleinen ist der Erfolg mit dem entspannten Umgang mit Süßigkeiten noch nicht eingetreten. Ob das noch kommt? Der 8-Jährige ist da schon besser unterwegs.

Meine Einschätzung

Das könnte funktionieren. Obwohl ich langfristig natürlich nicht möchte, dass sich jeder eine Box füllt. Jedes Kind soll langfristig lernen, was Süßigkeiten sind, machen und wie wir damit umgehen. Ein guter Umgang damit braucht keine eigenen Boxen, nur gute Vorbilder.

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Das fängt damit an, dass ich nicht immer Verbote erteile. Verbote machen Dinge wohlbekannt noch spannender. Kinder nehmen sich das, was sie benötigen – wenn man gesundes Essen anbietet. Meine Hoffnung ist, dass sich das auch mit den Süßigkeiten einpegeln wird. In der Theorie klingt das ganz nett. Ob das funktionieren kann? Auch hier ist das sicherlich eine Frage des Kindersalters. Beim Medienkonsum sind wir immerhin auch zurückgeschlittert: Weg mit dem Tablet für mehr Familienzeit.

Wie handhabt ihr Süßigkeiten?

Das würde mich sehr interessieren: wie wird in anderen Familien mit Süßigkeiten umgegangen?

Süßigkeiten-Box für Kinder: unsere Söhne stellen sich ihren Vorrat zusammen. | Mehr Infos auf Mamaskind.de

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