Vor zwei Wochen starteten Sascha und ich einen No Spend Month, der noch bis Ende Februar dauern soll. Ich dachte, dass es wirklich hart wird, doch bisher bleibt ein zittriger Zeigefinger bisher aus: kein hektisches Online-Shopping, kein Ikea-Besuch. Ich bin stolz, dass es bis auf wenige (geplante) Ausnahmen zwei Wochen lang klappt: wir kaufen nur Lebensmittel. Ok, und Stifte. Aber die hat Sascha zu verantworten.

Geplante Ausgaben: No Spend Monat

Es stehen wie jeden Monat Geburtstage an, für die Geschenke gekauft werden sollen. Der Kater musste zum Impfen zum Tierarzt und dann stand noch ein ICO auf dem Plan, den Sascha unbedingt mitmachen wollte, sein erster. Der ICO, quasi Crowdfunding auf Kryptowährungsbasis, stand schon eine Weile fest im Kalender. Vielleicht zahlt sich das irgendwann aus?

Geplante Ausgaben sind neben den Fixkosten für Miete & Co. Kosten für Lebensmittel und Drogerieartikel, falls welche aufgebraucht werden. Und auch nur dann. Lust auf einen neuen Duft haben zählt nicht! Allerdings kamen diesen Monat ein geplanter Restaurantbesuch anlässlich meines 31. Geburtstags sowie eine leckere Tiefkühltorte und viele weitere Speisen dazu, die ich sonst nicht kaufe.

Denn wir brunchten und luden Familie und Freunde zu zwei Feiern ein. Sohn 1.0 wird bald acht Jahre alt und dafür planen wir einen Minecraft-Geburtstag. Dementsprechend möchte ich Deko, Bastelmaterial und Geschenke kaufen. Ich liebe es, Kindergeburtstage mit Motto zu veranstalten. :)

Liste der geplanten Ausgaben

  • 97 € Wocheneinkauf
  • 15 € Tiefkühlkuchen & Eis
  • 190 € Einkauf für die Feiern
  • 50 € Aufladung Kantinenessen Sascha
  • = 352 € gesamt

Ungeplante Ausgaben

Was mich ein bisschen ärgert sind 20 Cent für Tierfutter im Zoo. Die Summe ist nicht hoch, aber die Abmachung war, dass wir an diesem Tag dort nichts kaufen. Sohn 1.0 traf am vorletzten Wochenende jedoch eine Freundin, deren Eimer voll mit Futter war und Sascha redete auf mich ein, dass ich auch Geld gebe, obwohl ihr Futter nicht alle war. Ich fühlte mich unter Druck gesetzt und er kann das noch immer nicht nachvollziehen. Im Endeffekt kippten sie beide Futterrationen in die Gehege des Streichzoos weil kein mehr Tier fressen wollte. Orr!

Tipp: Nicht unter Druck setzen lassen.

Mein Mann hat sich dazu hinreißen lassen, mir noch eine Leckerei aus der Kaffeerösterei zu besorgen, obwohl er schon ein Geschenk für mich zum Geburtstag hatte. Sonst klappt es bei ihm ebenfalls super mit dem nicht Geld ausgeben. Wer so viel arbeitet, hat auch nur wenig Gelegenheit zum Shoppen.

Liste der ungeplanten Ausgaben:

    • 0,20 € Tierfutter
    • 11 € Lackstifte (für Geschenkbeschriftung)
    • 2 € Brezeln
    • 9,99 € Sky (Kündigung vergessen)
    • = 23,19 gesamt 

Positive Effekte: wir sparen Geld

Überraschung! Wer nicht jede Woche dreimal bei Lieferando Essen bestellt, spart Geld. Sogar viel Geld. Stattdessen habe ich eine halbwegs gute Essensplanung aufgesetzt und wenn mich spontan der Heißhunger auf Warmes und Fettiges überkam, machten wir halt selbst etwas. Z. B. leckeres Knoblauch-Faltenbrot (Tipp: nur die halbe Menge Knoblauchbutter nehmen) oder Pizza.

Wir backen und kochen also wieder mehr. Vielleicht macht es mir sogar bald Spaß, zu kochen. Denn Kochen mag ich trotz Thermomix eher nicht so. Die Ergebnisse können sich aber sehen und vor allem schmecken lassen!

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Knoblauch-Faltenbrot: OMG, das ist so lecker! | Mehr Infos zum Thema No Spend auf Mamaskind.de

Knoblauch-Faltenbrot: OMG, das ist so lecker!

Auslöser vermeiden

Ich meldete mich von allen Werbenewslettern ab und schaue auch nicht mehr auf Websites, auf denen es erstaunlich hohe Rabatte gibt. Ich ignoriere Links zu diesen tollen Aktionen, die mir geschickt werden. Sehr gut! Ich surfe auch nicht mehr wahllos auf Amazon, um meinen Wunschzettel zu erweitern. Das sorgt zudem für mehr Überraschung, wenn ich tatsächlich etwas von meiner (nun aufgeräumten) Wunschliste bekomme.

Auf Instagram schaffe ich es, mich nicht auf die Shop-Vorstellungen zu konzentrieren. Egal, wie schön die Produkte sind: ich klicke nicht auf die Websites und die Accounts. Stattdessen suchte ich aktiv nach neuen Familienaccounts mit bunten Bildern aus dem Familienalltag.

Schaue ich mir Tutorials zu bspw. Bullet Journals an, dann besinne ich mich auf die Technik, nicht auf die zusätzlichen Stifte, die ebenfalls ganz nett in der Hand liegen würden.

Einfach wieder mehr selbst backen. z. B. Pizza. | Mehr Infos zum Thema No Spend auf Mamaskind.de

Einfach wieder mehr selbst backen. z. B. Pizza.

Ausblick auf die nächsten Wochen

In meinem Geburtstags-Blogpost fragte ich mich, ob Gutscheine einlösen noch zu No Spend gehört. Einige sagten: ruhig einlösen, immerhin sind das Geschenke, keiner sagte das Gegenteil. Dennoch will ich bis Ende Februar darauf verzichten, mir etwas Neues zu kaufen. Das fühlt sich sonst ein bisschen wie schummeln an und das möchte ich nicht.

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Katharina, Leserin, schlug in den Kommentaren des ersten No Spend Beitrags vor, eine Serie daraus zu machen: Berlin mit Kindern entdecken, ohne Geld auszugeben. Ich überlege mir etwas dazu! Das sollte doch möglich sein, wenn auch im Winter ein bisschen schwieriger.

Aber hey, wir waren nicht spontan bei Ikea und haben auch keine Dinge bei eBay oder Amazon gekauft, die man unbedingt *jetzt* (nicht) braucht. Das ist doch ein guter Anfang. Die ersten Schritte sind getan. Hoffentlich bleibt das so auch künftig!

Beiträge von anderen Bloggerinnen

Maru schloss im Januar bereits ihre zweite No Spend Challenge und schrieb einen Beitrag über ihre langfristigen Ziele: Princess Attitude

Update zum No Spend Monat nach zwei Wochen: läuft super. | Mehr Infos zum Thema No Spend auf Mamaskind.de

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