Das fragte Bella in ihrer Blogparade. Auf jeden Fall viel. Wir bekamen unseren ersten Sohn mitten im Studium, wo wir in einigen Kommilitonen Freunde fanden. Als der Sohn auf der Welt war, sich das Bachelorstudium dem Ende zuwandte waren sie zwar immer noch da, aber nicht mehr so oft. Und irgendwann verlief sich das. Glücklicherweise nicht bei allen. Die besten Freunde blieben.

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Freundschaften verändern sich

Die beste Freundin

Die beste Freundin verlor ich schon vorher für einige Zeit aus den Augen, weil sie wegzog. Auch sie kam zum Studium zurück in die Heimatstadt, in der wir wieder zueinander fanden. Sie begleitete mich bisher auf vielen Stationen meines Lebens, lachte und litt mit mir und bekam irgendwann auch ein Kind. Während sich vorher viele kinderlose Freunde in Luft auflösten, wäre sie auch ohne eigenen Nachwuchs geblieben. Ist halt die beste Freundin, die man trifft und mit ihr an dem Punkt weiterspricht, an dem man das letzte Mal aufgehört hat. Gleichzeitig prangerte sich mit einem Augenzwinkern an, dass ich zu viel auf dem Blog veröffentliche und wir weniger miteinander schreiben. Die E-Mail ist unser Kommunikationsmedium. Recht hat sie, doch seid versichert, hier landen nicht die wirklich interessanten Dinge, die man nur mit der besten Freundin teilt. Schade für euch, oder?

Der restliche Freundeskreis hat… Kinder!

So kam es, wie es kommen musste: auch unsere anderen Freunde haben Kinder. Unser Trauzeuge, im Studium kennengelernt, hat ebenfalls zwei Kinder und erzählte uns viele Gruselgeschichten. Wenn das erste Kind ruhig ist, wird das zweite wild. Uiuiui. Bis jetzt scheint auch der zweite Sohn mit 11 Monaten ganz friedlich. Doch wer weiß, stille Wasser sind tief, sagt man. Nichtsdestotrotz gehört auch er mit seiner Familie zu den langjährigen Freunden.

Mit dem Umzug nach Berlin und dem Eintritt unseres Sohnes in eine neue Kita lernten wir auch die Eltern kennen, von denen einige auch zu unserem Freundeskreis zählen. Das ergibt sich automatisch. Ohne Kita hätten wir in Berlin keine anderen Leute kennengelernt. Wir gehen auch nicht auf Sandkasten-Eltern zu und halten ein Pläuschchen. In der Großstadt scheint mir alles sehr anonym zu sein, auch wenn man mit den Kindern eine Gemeinsamkeit hat. Offenere Menschen sind dabei sicher im Vorteil, wir treffen die Leute, die wir bereits kennen.

Sind Kinder im Freundeskreis ein Vorteil?

Dann wären da noch die Kinderlosen. Freunde ohne Kinder haben wir tatsächlich auch und einen davon besonders gern. Unser Großer ist vernarrt und andersrum ist das glaube ich auch so. Tatsächlich suchen wir uns nicht Freunde, die Kinder haben, durch den Alltag ergibt sich das automatisch. Nach der Abholung vom Kindergarten soll unser Junge noch zu einem Kita-Freund zum Spielen kommen? Klaro! Ob wir ein Kind von der Kita mitnehmen könnten, weil die Eltern noch in einem Meeting sind? Wird gemacht! Gemeinsame Spielplatzbesuche, bei denen wir auch die anderen Eltern der Kita-Kinder antreffen? Wird empfohlen! Wir haben schnell Anschluss gefunden und sind mehr als glücklich, wie das alles gelaufen ist. Freunde mit Kinder haben nämlich einen Vorteil: die Kinder spielen zusammen und wir Eltern können manchmal ungestört über Themen reden, die sich nicht um den Nachwuchs drehen. Das klappt umso besser, je älter sie werden. Es gibt Hoffnung!

Die Internetfreunde – Eltern, die in Blogs schreiben

Frl. 0.2 erinnerte mich an die tollen Leute, die hinter den Bildschirmen sitzen und mich, seit ich Mutter bin, auf Twitter, Facebook und ihren Blogs begleiten. Schon in der Schwangerschaft des ersten Sohnes begann ich, Mama-Blogs zu lesen, bzw. den einen (mir bekannten) Mama-Blog Daily Pia. Ich erstellte auch einen Blog, fand aber erst in meiner zweiten aktiven Blogzeit ab 2014 richtigen Rückhalt in der Blogosphäre. Andere Eltern sind auf Twitter, Facebook und Instagram unterwegs. Man tauscht sich aus, man spendet Trost, man klatscht Beifall und man hibbelt mit, wenn das nächste „Twitter-Baby“ geboren wird. Wir sind digitale Freunde, wenn nicht sogar eine kleine Familie geworden. Aus digitalen werden so manches Mal echte Bekanntschaften und Freunde. So durfte ich schon die zauberhaften Bloggerinnen von Frl. 0.2 und Runzelfüßchen in meinem Wohnzimmer empfangen. Das kann man vermutlich nur nachvollziehen, wenn man das selbst erlebt hat. Normalerweise steigt man auch nicht zu Fremden ins Auto, nicht wahr? Ich bin sehr glücklich über die (fast im Blogartikel vergessenen) Freunde. Jeden Tag kommuniziert man über das eine oder andere Medium. Irgendjemand antwortet immer und weiß Rat. Umso mehr freue ich mich, auch viele weitere Blogger auf einem Event wie Blogfamilia zu treffen. Networking fetzt nämlich!

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