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Die Sommerferien verbrachte ich erst mit einem, dann mit zwei Kindern in Berlin. Durch den Jobwechsel des Mannes entfiel unser gemeinsamer Urlaub. Also hieß es, Ausflüge zu Orten zu machen, die gut mit den Öffentlichen erreichbar sind. Ganz oben auf der Liste: der Zoo in Berlin, das Technikmuseum, Naturkundemuseum und die Natur selbst. Draußen sein ist cool mit Kindern!

Berliner Zoo – in den Ferien oft besucht

Wir wohnen drei Busstationen vom Berliner Zoo entfernt, doch oft laufe ich auch einfach hin. Mit unserer Familienjahreskarte kommen wir für knapp 150 € ein Jahr lang in den Zoo und das Aquarium Berlin. Beides wird ständig erweitert und auch lebenswerter für die Tiere gemacht (die natürlich noch immer mehr Platz gebrauchen könnten). Dadurch müssen wir auch nicht an den teils krassen Schlangen anstehen. Ticket durch die neue Anlage ziehen und man ist im Zoo.

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Jeden Tag Elefanten sehen? Geht dank Jahreskarte gut.

Auch ganz praktisch: einfach ein bisschen mit den Kindern spazieren gehen und im Anschluss auf den großen Kinderspielplatz. Kostet ja nichts (mehr). In der ersten Woche, als nur der 2-Jährige bei mir war, kamen wir sehr oft her. Einfach Tiere ansehen, das findet Sohn 2.0  noch sehr spannend. Ich übrigens auch.

Die Ferienkinder ziehen nun immer öfter auch gemeinsam los. Zusammen rutschen, auf ein Klettergerüst steigen oder einfach buddeln: das klappt oft auch ohne mich. Der große Sohn ermahnte mich sogar, mal ein Stück wegzugehen, dass der kleine Bruder mich nicht sieht. Tatsächlich: das funktionierte sehr gut mit den beiden. Man merkt, dass er bald ein Schulkind wird!

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Brüder, die zu Brüdern wurden: die Ferien haben sie zusammengeschweißt.

Es gibt wirklich sehr viel im Zoo zu entdecken. Wir waren meist ca. 4 h hier und betrachteten immer nur Teile der Gehege. Mal spazierten wir zu den Kängurus, mal wollten wir uns verschiedene Tierfütterungen ansehen, die auch kommentiert wurden. Total super! Also ich wollte und der Kleine musste. ;)

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Versteckte Hängebrücke im Zoo

Ganz wichtig für die Kinder: der Streichelzoo im Zoo! Dort werde ich garantiert 10 Cent los, das sofort in Futter für die Tiere angelegt wird. Brot füttern darf man nicht, doch der Preis ist fair. Der Streichelzoo “Hans im Glück” wurde im Juli 2016 komplett neu gemacht und das sieht man: frisches Holz, Märchenfiguren und ein kleiner Brunnen zum Händewaschen (oder Planschen…). Ich finde es toll!

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Streichelzoo: Esel, Ziegen, Schafe, Kaninchen <3

Das Aquarium in Berlin

Was wir früher sehr oft im Winter machten: ins Aquarium gehen oder durch die Tierhäuser im Zoo streifen. Sohn 1.0 freute sich riesig, als ich ihm die Jahreskarte zeigte, die nun auch für das Aquarium gilt. Krokodile gucken, Schilder vorlesen und Fische im Aquarium suchen, Fahrstuhl fahren und vor allem: das Kleinkind hochheben. Das kommt vor allem an viele Terrarien mit Spinnen, Käfern & Co. nicht an das Sichtfenster. Sehr anstrengend für mich, doch ich durfte immerhin mitgucken. Riesentausendfüßler muss man gesehen haben (oder auch nicht, brrrr…).

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Riesige Fische, Haie, Reptilien etc. im Aquarium Berlin

Im Sommer entfällt glücklicherweise das An-und Ausziehen. Hier muss man sich in den Sommerferien lediglich durch die Menschenmassen quälen, die sich im Zoo verhältnismäßig gut verteilen. Im Gegensatz zu Karls Erlebnisdorf, wo man sich gegenseitig auf die Füße tritt und von Qualmwolke zu Qualmwolke wabert. Geheimtipp von Sari von heldenhaushalt.de: niemals zur Mittagszeit hingehen, sondern lieber ganz früh und unter der Woche. Kann ich absolut bestätigen. Immerhin gibt es mittlerweile genug Parkplätze. Und die Kinder lieben es. Doch in den Ferien fahren wir wohl nicht mehr hin…

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Darf nicht fehlen: das Fahrstuhlselfie. ;)

Naturkundemuseum und Technikmuseum

Es gibt für uns wirklich wenig wirklich kindertaugliche Museen. Da ist natürlich das Labyrinth Kindermuseum und dazu das Naturkundemuseum und Technikmuseum, bzw. Teile davon. Es gibt als Mama nichts schlimmeres, als ein vermeintlich kinderfreundlicher Ort, wo die Kinder nichts anfassen dürfen. Ich kann und möchte nicht dauernd den Kindern hinterher rennen und Anfassverbote erteilen.

Das Naturkundemuseum ist sehr schön: die zerbrechlichen Sachen sind abgesperrt. Doch auch hier gilt logischerweise: kein Klettern auf den Ausstellungstücken und kein Essen im Museum. Buggykinder sind zwar ausgeschlossen, doch ich hätte sehr gerne gewusst, dass die zweite Picknick-Fläche gestrichen wurde. So mussten wir durch das gesamte Naturkundemuseum zurücklaufen, um zum einzigen erlaubten Essplatz am Anfang zurückzukehren. Doch der Eintritt ist günstig und der Anblick hat sich gelohnt: Tristan Otto – der Tyrannosaurus Rex.

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Tristan Otto der Tyrannosaurus Rex im Naturkundemuseum Berlin

Ich war alleine mit den Kindern dort und hätte mir sehr einen weiteren Aufpasser gewünscht. So konnte ich kaum etwas lesen, bevor ein Sohn Aufmerksamkeit haben wollte. Macht nichts, so haben wir einen Grund, wieder hinzufahren. Zur Zeit gibt es eine Ausstellung rund um die Sonde Philae. Ein Thema, was mich bisher nicht sonderlich interessierte, aber es ist sehr gut dargestellt und wer weiß: vielleicht weckt das mein Interesse an der Astrologie! Astronomie? Weltallzeug? Space Balls? ;)

Technikmuseum in Berlin

Nicht nur für technikversierte Menschen eine Empfehlung: Ob der erste Computer, Schiffe, Flugzeuge, Züge, Medizin, Fotografie: für jeden ist etwas Spannendes dabei. Mit dem Super-Ferien-Pass sowie dem Berliner Familienpass erhalten Kinder auch ermäßigten bzw. kostenfreien Eintritt. Züge & Co. sind mir eigentlich vollkommen schnuppe, doch die leuchtenden Augen der Kinder, die die großen Verkehrsmittel bestaunen, sind einfach großartig. Es gibt einen Museumspark, in dem man Windmühlen, Kräuter, Züge und Schmiede bewundern kann. Und vor allem: picknicken! Essen mitbringen ist hier absolut erlaubt und erwünscht. Die Brauerei ist auch sehr spannend.

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Technikmuseum: Holländische Windmühle

Drinnen gibt es so viel zu sehen, dass man es nicht an einem Tag schafft. Allein die Schiffsabteilung ist riesig. Ich liebe besonders das kleine Rondell, in dem ein Video über eine Porzellangeschirr-Schiffshebung zu sehen ist. Man kann gemütlich sitzen und sich ozeanisch berieseln lassen. Die Kinder finden das Steuern des Bootes mit den Kommandos Backbord! und Steuerbord! vom Käpt’n Blaubär-Sprecher toll.

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In der Schiffsabteilung: ein Schiff steuern.

Raus in die Natur und auf Spielplätze

Wer hätte gedacht, dass ich nochmal gerne rausgehe? Die Alternative wäre Streit um Spielzeug, Kassettenspieler und meine Aufmerksamkeit. Daher sind wir jeden Tag rausgegangen. Wir entdeckten Spielplätze, die Natur und hatten Spaß. Ich fand heraus, der der Große wirklich gut Volleyball spielen kann und selbst beim Basketball eine gute Figur macht.

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Volleyball und Basketball auf dem Sportplatz.

Die besten Ideen kommen beim Spielen und Entdecken: Wir fanden Haselnüsse und suchten einen Weg, sie zu kosten. Aha: Steine helfen zum Öffnen! Die Haselnüsse schmecken übrigens noch nicht… Wenn man die Blätter ganz klein hackt, bleibt eine grüne Flüssigkeit übrig. Das hat doch etwas von Freilernen!

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Experimente in der Natur: Haselnüsse zerbröseln und Blätter zerhacken.

Dann habe ich noch ein Puzzle: Arche Noah (Amazon-Affiliate) für den 6-Jährigen gekauft, das ab neun Jahre sein sollte. Er sollte lange daran sitzen. Nach ein paar Stunden waren wir durch. 300 Teile sind zu wenig! Ok, ich hab auch ein bisschen geholfen. Doch das würde er auch alleine hinbekommen. :) Der 2-Jährige braucht noch sehr viel Hilfe bei seinem Streichelzoo-Puzzle (Amazon-Affiliate), welches ab ca. vier Jahre geeignet ist. Die haben wir übrigens auch im Souvenirshop im Zoo gekauft, wo wir auch die Klammeraffen erwarben. Der neue Souvenirshop am Ende des Zooausgangs ist total toll geworden. Schicke Shirts, hochwertige Kuscheltiere und auch Holz-Deko: <3.

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Puzzle für den Urlaub gekauft.

Dann wollte ich meinen Kindern zeigen, was ich als Kind geliebt habe: Frühstück essen bei McDonald’s. Entweder war früher alles besser oder, was wahrscheinlicher ist, ich bin erwachsen geworden. Ich konnte mir nicht vorstellen, diese komischen Ei-Burger oder das Wabbelrührei zu essen. Die okayen Pancakes mit Ahornsirup gibt es nicht mehr. Dem Kleinen kaufte ich einen Toast mit Schokofüllung, an dem er mäßig begeistert nagte, dem Großen einen Ei-Burger, der ihm viel zu scharf war. Ich wich immerhin auf das Café aus, wo es belegte Laugenbrötchen und Kakao gab. Der Babyccino ist für Kinder unter 6 Jahre kostenlos! Aber ehrlich: Frühstück im Fast Food Laden muss man nicht haben, wenn man über 20 ist… P. S. Die Kinder mochten es auch nicht.

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Darf nicht fehlen im Urlaub: ungesund essen.

Wie sind wirklich viel gelaufen, waren vor allem in Berlin-Charlottenburg, Wilmersdorf und Tiergarten unterwegs, der übrigens auch sehr schön ist. Kinder kann man übrigens auch super locken, wenn man die Pokémon Go-App anmacht. ;) Ach was, auch so finden beide Jungs es toll, einfach durch die Natur zu streifen, Parks und Spielplätze zu entdecken und in Museen zu gehen. Der Kleine fand es so gut, dass er nicht mal Mittagsschlaf machte. Verrückt. Es war ein schöner Urlaub zu dritt, der die Kinder zusammenwachsen ließ und tatsächlich zu richtigen Brüdern machte. <3

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Einfach draußen unterwegs sein.

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