Gestern las ich bei Frische Brise von dem Ende ihrer Elternzeit und stellte fest, dass meine allerletzte Elternzeit heute vorbei ist! Am Mittwoch fange ich an zu arbeiten, nach so langer Zeit mit Beschäftigungsverbot, Mutterschutz und Elternzeit. 1¼ Jahre war ich zu Hause, vor der Geburt von Baby 2.0 sehr viel liegend, danach auch, aber freiwillig. Ich freue mich auf den Neuanfang in der neuen Firma (Kleine Fabriek). Mit einer kleinen Herausforderung – mein Kind ist noch nicht in der Kita.

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Elternzeit zu Ende und kein Kita-Platz

Neue Arbeit ohne Kita-Betreuung

Vor einem Jahr, die ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft waren gerade vergangen, da bat ich freudestrahlend in der Kita meines Sohnes um einen Geschwisterplatz. Lange Gesichter bei den Erziehern und dann auch bei uns: alle Plätze sind von anderen Geschwisterkindern bereits belegt. Willkommen im Land der niedrigsten Geburtenrate. Ich machte mich halb panisch auf die Suche nach einer Tagesmutter, mit der wir das erste Betreuungsjahr liebevoll und familiär überbrücken können. Die war nach einigen Anrufen und dem ersten Kennenlernen schnell gefunden, die Betreuung startete Anfang Juni. Die Eingewöhnung bei der Tagesmama verlief bis zur ersten Trennung auch ganz gut.

Dann fragte uns unsere Kita, ob wir nicht doch einen Platz ab August haben möchten. Kurz überlegt, die Vorteile aufgelistet und den einzigen Nachteil weggeschoben. Mein Sohn ist nun nicht wie geplant eingewöhnt, sondern wird von uns betreut, während wir beide arbeiten. Uff. Das könnte ein Problem sein, denn mit Kind an der Backe arbeitet es sich ganz schlecht (gar nicht). Da wir aber beide tolle Chefs haben, bekommen wir die Betreuung mit vielen Absprachen gewuppt.

Home Office und Gleitzeit – gelebte Startup-Kultur

Ich konnte mich mit meinen Chefs für den Anfang auf nur einen Anwesenheitstag pro Woche einigen, der für Meetings dient, während mein Mann zu dieser Zeit auf Baby 2.0 aufpasst. Er holt die Arbeitsstunden dank Gleitzeit nach, wenn das Kind schläft – mittags und abends. An den anderen Tagen übernimmt er ihn morgens eine Weile, sodass ich vorarbeiten und die restlichen Stunden bestenfalls in der Mittagsschlafzeit nachholen kann. Fällt diese aus, wird die Arbeit in den Abend mitgenommen. Wir haben quasi ein internes Schichtsystem für uns aufgestellt. Glücklicherweise darf mein Mann schon um halb 7 mit der Arbeit beginnen und schafft so dennoch seine Arbeitszeit und kommt dann nach Hause, wenn andere regulär das Büro verlassen (in Startups ist 18 Uhr eine normale Zeit zum nach Hause gehen). Normalerweise ist er um halb 5 daheim (ein Traum!).

Bis unser Sohn eingewöhnt ist, was noch bis in den tiefen August reichen kann, sind also viele Absprachen und Planung nötig. Ich bin froh, dass unsere Arbeitgeber das gelassen sehen und uns Freiräume schaffen, sodass wir Kind und Job unter einen Hut bekommen. Obwohl ich sonst sehr vorsichtig und pessimistisch bin, habe ich ein gutes Gefühl. Wir bekommen das schon irgendwie hin. Ich freue mich total auf meinen neuen Job in der perfekten Branche und im eCommerce (yay!) und denke, so kann das nur gut werden! Und die paar Wochen gehen schnell rum, auch mit verschobenen Arbeitszeiten.

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