Nach der letzten Woche, in der die Eingewöhnung in der Kita gut startete, wurde es in der zweiten Woche noch viel besser. Es lief sogar so gut, dass der erste Trennungsversuch gestartet wurde. Man könnte es als traumhafte Eingewöhnung bezeichnen – mit ein bisschen Herzschmerz.

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Kita-Eingewöhnung in der zweiten Woche

Tag 6

Am sechsten Tag war 2.0 sehr anhänglich und kam immer wieder auf seinen Papa zu. Er spielte zwar mit anderen Kindern, wurde aber an diesem Tag nicht richtig warm mit der Kita. Er lief zusammen mit seiner Erzieherin, fing aber wieder zu weinen an. So soll das natürlich nicht laufen – der Papa springt zur Hilfe und nimmt seinen Sohn in den Arm. Das ist ein Zeichen dafür, an der Stelle für den Tag zu pausieren.

Tag 7

Besser wurde es am siebten Tag der Eingewöhnung in der Kita. Er krabbelte nach dem Ausziehen in den Flur und scheint sich zu freuen. 2.0 spielte mit seinem Bruder als auch mit der Erzieherin. Beim ersten Frühstück in der Kita ging es ihm wohl nicht schnell genug, er wurde immer hibbeliger. Sein Bruder schmierte ihm ein Brot (hier glücklichen mütterlichen Blick einfügen) und der Mini-Sohn aß zum ersten Mal in der Kita. Bis er den Kaffee vom Papa umschmiss. Zum Glück war er nicht mehr heiß, denn er ergoss sich über das halbe Kind und die Hose des Papas. Das Weinen war groß, nachdem er frische Kleidung bekam und getröstet wurde, war alles wieder ok. Doch er klebte weiter am Papa – ein Versuch der Erzieherin mit ihm zu laufen, führte zu Geschrei. Wieder brauchte es ein wenig Trost vom Papa, um 2.0 wieder glücklich zu machen. Er spielte wieder.

Insgesamt lief der Tag bisher dennoch so gut, dass die erste Verabschiedung versucht wurde. Nach kurzer Verabschiedung (bei der er weinte), war der Kleine eine halbe Stunde allein – ohne Papa – in der Kita. Die Erzieher haben ein gutes Gefühl, da er ihnen gegenüber nicht negativ eingestellt ist. Das heißt, er lacht und macht Quatsch, wenn er sie sieht. Das ist ein gutes Zeichen! Wir sind positiv eingestellt.

Tag 8

Ein weiterer Tag, an dem Sohn 2.0 sehr anhänglich ist. Er spielte zwischendurch, kam aber immer wieder zu seinem Papa zurück. Damit keine schlechte Erfahrung erzeugt wird, erfolgt an Tag 8 keine Trennung. 2.0 soll erst wieder bessere Laune haben und sich vollkommen wohl fühlen, bevor sich mein Mann wieder verabschiedet. Das ist doch ein guter Ansatz von der Kita und gibt auch uns Eltern ein gutes Gefühl. Eingewöhnung gerne, aber nicht um jeden Preis!

Tag 9

Der neunte Tag startet mit einem sehr müden Kind, das nur kurz geschlafen hat. Dementsprechend ist das Kind auch gelaunt: müde gelaunt. In der Kita isst er zum zweiten mal Frühstück. Nachdem ein wenig gespielt wird, verabschiedet sich sein Papa von ihm. Die zweite Trennung erfolgt also schon an Tag 9 der Eingewöhnung! Das geht wirklich schnell, sagen die Erzieher. Es läuft ganz gut, ich hole ich ab. Ihm kann es gar nicht schnell genug gehen, bis er endlich auf meinem Arm ist. Noch weint er, wenn ich in der Tür stehe um ihn in Empfang zu nehmen. Ein vorwurfsvolles Weinen?

Tag 10

An Tag 10 wird alles Bisherige in den Schatten gestellt – alles verlief traumhaft! Um 8 Uhr angekommen, spielte er mit dem Papa zusammen, bis es um halb 9 Frühstück gab. Bis kurz vor 10 Uhr bleibt er und spielt mit seinem Sohn, bis er sich schließlich zum dritten Mal in der Eingewöhnung verabschiedet (und das schon am zehnten Tag!).

Er weinte nicht beim Abschied vom Papa! Er verzog ein wenig das Gesicht, aber weder ein Ton des Missfallens noch ein Tränchen kam aus dem Kleinkind. Nachdem er mit den anderen Kindern 10 min auf dem Buddelplatz spielte, wurde er in den Buggy gesetzt, wo er sofort einschlief. Genau das liebe ich an der Kita: sie machen alles möglich! Statt ihn in ein Bett zu quetschen (wo er nicht geschlafen hätte), schieben sie ihn eine Runde im Buggy durch die Gegend, wo er beruhigt einschlafen kann. Hier ist der gute Erzieher-Kind-Schlüssel wohl auch eine Hilfe. Bei uns kommen sechs Erzieher auf 24 Kinder (1 – 6 Jahre). Zum ersten Mal weinte er nicht beim Abholen! Er lief gerade mit seiner Erzieherin über den Spielplatz und freute sich, mich zu sehen. Ohne Tränen. Ich bin glücklich, ein Stein fällt mir vom Herzen und nun hoffen wir, dass auch die nächste Woche so toll läuft.

Fazit der zweiten Eingewöhnungswoche

Es ist vollbracht, so darf es gerne weitergehen. Die Erzieher loben das entspannte Kind und sind sehr erfreut über die schnelle, positive Entwicklung, die nicht unbedingt üblich ist. Es gibt wohl viele Kinder, die einen längeren Zeitraum brauchen, um sich einzugewöhnen. Die Hoffnung auf eine problemlose und, vor allem für Sohn 2.0, schöne Eingewöhnung wächst stark an!

Auch für mich ist das super, kann ich doch in der Eingewöhnungszeit schon meiner Arbeit im Home Office nachgehen. Gut, dass unsere Arbeitgeber uns so entgegenkommen und wir unsere Arbeitszeiten notfalls auch in den späten Abend schieben können. Kinder wollen nicht warten, bis die Eltern fertig gearbeitet haben. Neben dem Kind arbeiten ist zumindest derzeit für mich utopisch. Das geht nur in der Kita-Zeit und während des Mittagsschlafes.

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