Oje, Baby 2.0 weinte heute zum ersten Mal. in den letzten Tagen klappte alles super und nun dieser kleine Rückschritt. Als wir unseren Sohn abholten, erkannten wir ihn schon am Schreien. Was störte ihn?

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Warum weint mein Sohn?

Wie geplant, brachte mein Mann den Jungen heute früh zur Tagesmama, spielte dort mit ihm und sah beim Frühstück zu, von dem er nur wenig zu sich nahm. Nach dem Frühstück verabschiedete er sich ordentlich und sollte seinen Sohn eine Stunde bei der Tagesmama lassen. Sollte er anfangen zu weinen und sich nicht beruhigen lassen, würde sie anrufen. Beim Abschied weinte er nicht, bekam aber mit, dass der Papa los geht. Das ist auch wichtig, würde er mitten im Spiel bemerken, dass sein Papa nicht da ist, wäre er sicherlich traurig.

Die Tagesmama wickelte wie immer alle Kinder und machte sich dann auf den Weg nach draußen auf den Spielplatz. In diesem Moment kamen wir gerade dort an und hörten unseren Jungen weinen. Wir nahmen ihn entgegen, um ihn zu beruhigen (was sicher nicht nötig gewesen wäre). Er hatte eine Dinkelstange in der Hand und wirkte unzufrieden, war aber auf dem Arm seiner Betreuerin. Ihm passte es nicht, dass alles so langsam voran geht, sagte sie. Immerhin wollen insgesamt fünf Kinder angezogen und einzeln die Treppe runtergebracht werden. Das dauert seine Zeit. Er durfte die ganze Zeit auf dem Arm bleiben.

Warum weinte er? Sicherlich wird er uns vermisst haben, die neue Situation, plötzlich sind seine geliebten Eltern nicht mehr in der Nähe, vielleicht hat er auch noch Hunger und da sind noch weitere Kinder, die auch die Aufmerksamkeit der Tagesmama haben wollen. Es ist ein riesiger Einschnitt in sein noch so junges Babyleben.

Ich nahm ihn auf den Arm und setzte mich zu den anderen in den Sandkasten, wo wir spielen wollten. Das war ihm alles zu viel und er fing zwischendurch an zu weinen. Also machten wir uns auf den Weg nach Hause, wo er glücklich jauchzend auf den Schultern seines Papas strahlte.

Mein Gefühlsbarometer

Noch immer denke ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das Weinen tat mir heute leid, wird aber sicher immer mal wieder vorkommen. Ich bin keine Mama, die ihr Kind deswegen zuhause lässt und denkt, dass es davon einen Knacks bekommt. Wichtig finde ich, dass wir ihn glücklich abholen, dabei bestärken und ihm Vertrautheit mit der Tagesmama vermitteln. Mein Mann äußerte sich trotz des Weinens auch positiv zur Eingewöhnung. Er bekundete, dass er generell heute ein wenig nörgeliger war als gestern. Vielleicht fühlte er einfach nicht so wohl. Leute, das wird trotzdem! Weinen ist doch normal, oder?