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Geneigte Leser!

Nach langer Zeit des Darbens und der Abstinenz ist meiner Feder endlich wieder ein Gedicht entsprungen. Darüber bin ich so glücklich, dass ich Euch, liebe Leser, dieses Gedicht nicht vorenthalten möchte. Auf denn nun also:

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Vom Baden des Kindes – ein Gedicht von Martin

Vom Baden des Kindes

Das Kind im Bad zum Vater spricht:
“Papi, nein, ich will das nicht!”
Doch der Vater, leider dumm,
Dreht das Kind im Bade um.

Das Kind es prustet, heult und spuckt,
Hat es doch viel Schaum geschluckt.
Und der Vater, gar nicht fein,
Tunkt das Kind gleich nochmal ein.

Dieses ist nun wutentbrannt
Und beißt dem Vater in die Hand.
Worauf jener, ganz Despot,
Dem Kind erstmal mit Schlägen droht.

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Das Kind lässt sich davon nicht schrecken
Es schäumt vor Zorn im Badebecken
Den Vater scheint’s nicht zu tangieren,
Er beginnt zu shampoonieren.

Zum Zwecke der Erreichbarkeit
Beugt er sich nach vorn recht weit.
Das Kind sogleich, mit List und Tücke,
Zieht an seinem Hemdenstücke.

Der Vater wird nun instabil
Und flucht und schimpft nochmal so viel.
Der Alte tänzelt, schwankt und wippt,
Bis er in die Wanne kippt.

Was bei der Wanne, schön antik,
Die Haltekraft arg überstieg!
So kippen Wanne, Kind und Vater,
Welch ein Johlen und Theater!

Das Kind, es nutzt die Chance sogleich
Und entflieht dem Badbereich.
Papa jedoch bleibt nass zurück
Und verflucht sein Vaterglück.

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Später dann herrscht Friedensruh,
Decke hoch und Augen zu.
Lang schon schläft der kleine Wicht,
Nur im Bad, da brennt noch Licht.

Ewig sieht man Vater wischen,
Tränen still mit Schaum sich mischen,
War er denn als Vater schlecht?
Machte er’s nicht allen recht?

Was man fröhlich ihm verdenkt,
Indem man ihn im Bad versenkt!
Eins jedoch weiß er genau:
Nächstes Mal, da wäscht die Frau!

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