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Im Gegensatz zu den vorherigen Jahren soll es keine Geschenke zu Ostern geben. Weiter angetrieben durch den Minimalismus-Gedanken fragten wir uns: muss man seinen Kindern etwas zu Ostern schenken?

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Keine Geschenke zu Ostern – von uns

Nur Süßigkeiten zu Ostern

Ostern ist mein Lieblingsfest. Der Frühling ist da, die Sonne scheint, man kann mit Kindern Ostereier färben und diese später suchen. Wie sich die Kinder freuen, wenn sie ein Osternest gefunden haben! Das war auch immer eine Chance für mich, meinem Sohn eine Freude zu machen, denn ich kaufe sehr gerne Geschenke für ihn. Doch das Ausmisten im Kinderzimmer schreitet voran und soll nachhaltig wirken. Im letzten Jahr war ich schon stolz, dass mein 5-Jähriger zu Ostern nur sehr wenige Sachen bekommt. Er durfte neben Süßigkeiten ein Tiptoi-Buch, ein Hörspiel und eine Playmobil-Figur suchen. Mein Mann hat vorgeschlagen, dass es gar keine Geschenke mehr geben soll. Stattdessen färben wir zusammen Eier, basteln Hasen für die Osternester der Freunde und Familie und verstecken bunte Süßigkeiten für unsere Söhne. Zusammen Zeit verbringen und Spaß haben. Daran wird er sich eher erinnern als an das x-te Lego-Set. Hoffe ich.

Der kleine Sohn soll es nicht anders (Berge von Geschenken) kennenlernen, der Große wird sich ebenso über Süßes freuen. Auch wenn der Schrank noch vom Monster-Geburtstag vollgestopft ist, was soll’s. Ich glaube, dass es meinem Sohn vor allem um das Suchen der Eier geht, immerhin liebt er auch Schatzsuchen in der Wohnung. Dieses Jahr wollen wir zum ersten Mal in unserem eigenen Garten Ostern feiern und schauen, was der Osterhase versteckt hat.

Familie & Süßigkeiten

Ob unsere Familien das auch so sehen? Bestimmt nicht, dort gibt es stets eine Kleinigkeit für die Osternester und bestimmt auch Süßigkeiten. Die Familie ist mitunter verantwortlich für unseren vollen Süßigkeitenschrank. Neben meinem Großeinkauf für die Geburtstagsfeier. Doch kann man die Omas und Opas bitten, keinen Zuckerkram zu schenken? Klingt verlockend, zumal es allein zu Weihnachten und den Geburtstagen kiloweise Zucker in bunten Folien gab (nicht übertrieben). Das Meiste wird an Arbeitskollegen verschenkt, bevor es schlecht wird. Gegessen wird hier unter der Woche selten Süßkram (jedenfalls wenn ich es vermeiden kann). Die Kinder essen in der Kita nachmittags Gesundes, ich nur heimlich ausgewählte Schokolade und Kekse. Süßigkeiten werden hier, bis auf wenige Ausnahmen, nie aufgegessen.

Zum ersten Geburtstag von 1.0 klappte das noch gut: er bekam Obst anstelle von Schokolade. Nun ist das anders. Beim zweiten Sohn haben wir mit 1,5 Jahren aufgegeben, ihn von Zucker fernzuhalten. Natürlich versuche ich noch zu tricksen und gebe wenn möglich Naturjoghurt statt Fruchtzwerg und Salztiere statt Zookeks. Sobald die Kita-Clique nachmittags zusammentrifft, ist aber auch das hinfällig. Da wird getauscht und liebevoll geteilt. Auch die Süßigkeiten.

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Wie gerne wäre ich die Apfelschnitzmama mit verständnisvoller Verwandtschaft, die unsere Vorstellungen akzeptiert?

Ich habe nach sechs Jahren aufgegeben. Mit dem großen Bruder ist zudem die Haltung “alles zuckerfrei” nicht mehr durchsetzbar. Wir backen gerne – das hast Du bestimmt schon gemerkt – und essen natürlich auch gerne Kuchen. Kleinkinder kann man nicht mehr austricksen. Eines der wenigen Worte von Sohn 2.0 ist “Ei” (er meint Eis). So viel dazu. Doch eigentlich würde es doch reichen, wenn es bunte Hühnereier und ein Ü-Ei zu Ostern gibt, oder?