Yay, wir haben es geschafft, in Berlin ein Haus zu finden, das keine Million kostet und uns dennoch gefällt. Am Rand von Berlin, weit weg von unserer jetzigen Wohnung am Ku’damm und dem Trubel. Hauptsache, schnell auf der Arbeit sein, Schulplatz und Kita finden sich schon. (Haha!) Wir haben einige Ansprüche an unser Haus runtergeschraubt und befinden uns urplötzlich im Hauskauf-Prozess mit vielen Bankgesprächen, Makler und Notar.

Ansprüche an unser Haus

Im April begannen wir, uns auf die Suche nach einem Haus zu machen. Ein Haus kauften wir schon fast, ruderten dann aber zurück. Schon zu dieser Zeit waren wir überrascht von den vielen Formalitäten und dem Bankgedöns. Anfang Mai besichtigten wir DAS Haus. Ein schniekes Reihenendhaus, das sofort Platz in unseren Herzen fand.

Mit der Tatsache, dass wir kein Einfamilienhaus oder eine Doppelhaushälfte in der Nähe finden, haben wir uns längst abgefunden. Überhaupt mussten wir unsere Ansprüche dem Geldbeutel und der Lage entsprechend anpassen. In Ku’Damm-Nähe wohnen ist uns unwichtig und zu hektisch. In die Heimat Brandenburg ziehen wäre nett, aber zu weit von unseren Arbeitsstätten entfernt, auch wenn wir die Omas sehr, sehr vermissen (und die Freiräume, die wir durch Hilfe hätten).

Reihenhaus it is. Hätte ich nie gedacht, doch wir fanden es super für uns: niedlich klein. Die vorherigen Reihenhäuser – am unteren Ende der Budgetstange bekommt man auch keine Einfamilienhäuser im S-Bahn-Ring angeboten – waren auch nett, aber hatten Haken.

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Wir kaufen ein Haus in Berlin – unsere Erlebnisse

Wichtig war uns, dass das gemeinschaftliche Wohnen im Untergeschoss stattfinden kann und es dort auch eine Toilette gibt. Und nein, das ist anscheinend kein Standard. Zu fünft wollen wir im Wohn- / Esszimmer Platz haben und die Jungs sollten jeweils ein eigenes Zimmer bekommen. Das könnte sehr viel Alltagsstress rausnehmen. Sohn 1.0 braucht seine Ruhezone, die sein Bruder im Moment nicht respektiert.

Viele Bankgespräche und Bausparkasse

Da wir schon mal in den Bankgesprächen für das andere Haus waren, waren wir zumindest sicher, dass ein weiteres Meeting mit der Bank schneller gehen müsste, da sie bereits alle Daten von uns hat. Tatsächlich war das jedoch die Bank, die mit dem Angebot am längsten auf sich warten ließ. Wir zitterten, denn es gab doch andere Interessenten!

Ein Angebot bekamen wir schließlich von beiden Banken und der Bausparkasse, bei der wir uns super beraten fühlten, die aber lange Prozesse und kein Handlungsspielraum beim Zins hatte. Letztlich hatten wir bestimmt zehn Gespräche, die natürlich alle außerhalb der Arbeitszeit liegen müssen. Zehn! Zum Teil lagen diese noch in der Elternzeit von Sascha, die dafür sehr hilfreich war.

Er übernahm auch die Verhandlungen, obwohl ich sonst das Finanzielle regle, weil er den Kopf im Gegensatz zu mir frei hatte. Ich bin früher in meinen Job eingestiegen als er, und das ist trotz Teilzeitjob eine Wucht. Dass man den Zins noch so krass runterhandeln kann, hätte ich nicht gedacht. Mit einem Angebot zur nächsten Bank gehen und dann eine weitere Runde Zinsbingo spielen ist also durchaus ratsam.

0,7 % Zinssenkung brachten uns Verhandlungen ein!

Das hieß aber auch, dass diese Gespräche einen Großteil unseres Tages einnahmen. Wir ackerten Konditionen durch, lasen Hintergrundinfos im Internet und Sascha erledigte die Bankengänge. An einem Tag war er sogar bei zwei Bankterminen. Doch es brachte etwas und die 0,7 % Zinssenkung macht einiges an Rückzahlung aus!

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Unsere Story: Wir kaufen ein Haus in Berlin!

Wir wollen das Haus – Makler & Notar

Selbstredend sprach der Makler von weiteren Interessenten. Die ersten mit berechtigtem Interesse und Nachweis von der Bank bekommen den Zuschlag. Gut, dass wir vorbereitet waren. Hier zahlt es sich aus, wenn eine Bank zeitnah Termine vergibt. Einen Kredit wollten uns schließlich alle gewähren. Verrückt, ich bangte schon, ob das überhaupt etwas wird.

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Wir wollen das Haus.

So konnten wir dem Makler schnell bescheinigen, dass wir den Kaufpreis stellen wollen. Glücklicherweise kam kein Interessent, der uns überbot.

Zwei Wochen nach Hausbesichtigung schickte unsere Bank die Grundschuldbestellungsurkunde an den Makler, der mit einem Notar für den Kaufvertrag zusammenarbeitete. Nun gab es kein Zurück mehr, jedenfalls nicht ohne Notarkosten zu zahlen. Damit waren alle Interessenten aus dem Rennen, wir kriegen das Haus. Hoffentlich, denn noch sind die Schlüssel in weiter Ferne.

Welche Schwierigkeiten es privat und weiterhin beim Hauskauf gibt, erzähle ich bei Interesse gerne im nächsten Blogpost. Wir wissen nämlich noch nicht, wann es weiter geht…