Die Einschulung startete früh: um 9.30 Uhr sollte die Einschulungsfeier beginnen. Das hieß für uns: an einem Samstag um halb 7 aufstehen. Zum Glück hatten die Kinder gute Laune. Zusammen mit den Omas aus Brandenburg liefen wir zur Schule, vor der ganz viele aufgeregte Erstklässler mit ihren Eltern warteten. Dort gab es die erste Überraschung für den großen Sohn: Zwei Erzieherinnen aus der Kita kamen zum Gratulieren und überreichten ein riesiges Geschenk. Ich liebe diese Kita mit den tollen Erzieherinnen! <3

Die Einschulungsfeier in Berlin

Gespannt warteten wir in der Aula, bis die Feier endlich anfing. Der kleine Sohn war müde und anhänglich, ließ sich aber mit Brezeln, Wasser und Aufklebern ganz gut ablenken. Er wanderte von Schoß zu Schoß. Das Programm startete mit einem Tanz älterer Schüler und ging dann in eine Rede der Direktorin über. Diese war ganz nett, doch zusammen mit meiner Schwiegermama fand ich, dass diese ausbaufähig ist. Die Kinder hätten mehr im Mittelpunkt stehen und mehr Fröhliches verkündet werden sollen. So wurde viel wiederholt, was auch auch der ersten Elternversammlung vor der Schule angesprochen wurde. Was ich doof fand: die Schulleiterin fragte die Kinder, wer denn Angst habe. Eine unpassende Frage an dem aufregenden Tag.

Nach einem weiteren sehr, sehr bewegendem Lied der Zweitklässler riefen dieselben Kinder klassenweise ihre Patenkinder auf. Jeden Kind der zweiten Klasse durfte sich vorab ein Patenkind aussuchen, dem es mit Rat und Tat zur Seiten stehen und helfen wird. Seine Paten lernte Sohn 1.0 noch im Hort vor Schulbeginn kennen. Es war folglich sehr gut, dass er dorthin ging. Sie konnten sich anfreunden. Mit ernster Miene stand Sohn 1.0 nach Aufruf seines Namens auf und ging mit seinem Schulranzen auf die Bühne. Er brauchte keine Hilfe beim Aufsetzen des Ranzens, sondern schmiss sich diesen mit vollem Elan über die Schultern. Als er uns im Publikum entdeckte, sah man ihm die Erleichterung an. Erst zu diesem Zeitpunkt merkte ich, wie angespannt er war!

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Schulranzen von ergobag – nach der Einschulung.

Die erste Schulstunde

Im Anschluss an die Feier gingen die Erst- und Zweitklässler zusammen in die erste Schulstunde. Dort bekamen sie einen Brief vom Paten überreicht und lernten sich kennen. Sie erhielten den vorläufigen Stundenplan und ein Mitteilungsheft, das als Kommunikationsmittel zwischen Lehrerin und Eltern herhalten soll. Währenddessen konnten die Eltern, Großeltern und Geschwister der Schulkinder auf dem Hof am Buffet teilnehmen, für die Schule spenden und mit den Eltern der Zweitklässler in Kontakt treten. Den Sekt musste ich wegen der Schwangerschaft leider ausfallen lassen. ;)

Nach anständig viel Kuchen holten wir den stolzen Schuljungen aus seinem Raum ab, in welchem sie zusammen ein Lied sangen. So toll, wie selbst mein Sohn mitmachte! Er zeigte uns sofort den Stundenplan und wollte dann nur noch seinen Glumanda aus der selbstgebastelten Schultüte haben, die er endlich in Empfang nehmen durfte. Juchu, sie gefiel ihm, trotz des Fehlens von Monstern und Spiderman! Was ich in die Schultüte packte, seht ihr auch in dem Schultüten-Link. :)

Die Einschulungsfeier im Garten

Wir wollten die Feier sehr schlicht, gemütlich und ohne Stress in kleinem Rahmen abhalten. Die Gästeliste durfte komplett der Sohn machen (sorry, liebe K. und Martin). :D Er entschied sich für seine Omas und Opas sowie den besten Berliner Freund. Ich fand es sehr wichtig, dass er viel Mitspracherecht hat. Auch wenn wir sein gewünschtes, selbstgemachtes Buffet in ein bestelltes ändern mussten, weil einfach zu wenig Zeit war.

Das Highlight war natürlich das Auspacken der Geschenke und der Schultüten. Den Ranzen von ergobag kannte er natürlich schon, doch er freute sich vor allem über Süßigkeiten, einen Playmobil-Hubschrauber (Amazon-Affiliate), ein Glumanda-Kuscheltier (Amazon-Affiliate), Hörspiele, Rätsel- und Malbücher. Doch auch die Federtasche mit den bunten Stiften nahm er in Augenschein. Ganz mein Sohn: Stifteliebhaber.

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Geschenke zur Einschulung werden ausgepackt.

Man merkte, dass er Ruhe für sich brauchte, als er nach wenigen Happen allein in seinem Zimmer verschwand und den Hubschrauber aufbaute. Es war sehr viel Stress für ihn, er musste abschalten. Wir ließen ihn.

Der kleine Bruder durfte ebenfalls eine Mini-Schultüte und ein Auto zum Anmalen auspacken. An Geschenke für ihn hatte ich vorab nicht gedacht, bestellte jedoch kurz vorher ein Shiggy-Kuscheltier für ihn mit, damit es keinen Stress um Glumanda gibt (und ich wollte es eh kaufen…). Sohn 2.0 freute sich sichtlich, dass auch er Geschenke bekam.

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Auch an den kleinen Bruder wurde gedacht. <3

Das Chaos auf dem Geschenketisch nahm zu. Kein Problem! Auch nicht tragisch: mitten drin ging der Mann Getränke kaufen, weil die komischerweise alle waren! Planung ist alles. :D

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Wir machen Quatsch. :)

Deko-Tipps zur Einschulung

Den Tipp für die Deko bekam ich von Cynthia (Mamamaniablog.com). Vom Graetz-Verlag gibt es wunderschöne Deko-Pappteller zur Einschulung, die nicht kitschig sind. Dazu holten wir passende Becher, eine Girlande, einen Stundenplan und Servietten. Vom Verlag gibt es auch ein hübsches Geschenke-Set, das direkt in die Schultüte wandern kann. Im letzten Jahr kaufte ich im Sale bei tambini tolle Buchstaben aus Filz und 3D-Einschulungsaufkleber. Als ich dieses Jahr den Rest bestellen wollte, war die Website down. Sehr, sehr schade, da ich dort viel Deko kaufe. In der Drogerie erwarb ich noch eine Tischdecke aus Papier, die für den großen Tisch und Buffet-Tisch reichte. Das ließ die Gartentische gleich hübscher wirken. Und Das Besteck fällt nicht immer in die Ritzen… :D

Deko: Amazon-Affiliate-Links:

Das Essen: Italienisches Buffet

Bei unserem Lieblingsitaliener bestellten wir Pizza, Knoblauchbrote und Bruschetta, die wir pünktlich um 12 Uhr abholten. Die meisten Gäste waren sogar schon da, denn um 12 Uhr kamen die anderen Gäste, die nicht mit zur Einschulungsfeier kommen konnten. Die Gästeliste für die Feier in der Schule war leider begrenzt auf vier Karten, inkl. der Karten für uns Eltern. So konnten leider nicht beide Großeltern-Paare mitbekommen. Wir berichteten anhand der Fotos, die wir fleißig machten und uns nach dem Essen auf dem Fernseher ansahen.

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Buffet: Italienisches Essen: Knoblauchbrote & Bruschetta. Stilecht im Pappkarton.

Die Pizza war ein Traum. Wurde schnell kalt, schmeckt aber trotzdem. Hinweis für das nächste Mal: die Hälfte würde auch reichen… So mussten wir abends und am nächsten Tag weiter Pizza essen, bis wir sie nicht mehr sehen konnten. Leben am Limit.

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Und natürlich Pizza!

Auch zum Backen hatten wir keine Zeit. Am Vorabend waren wir zu einem Mitarbeiter- und Familienfest beim Arbeitgeber des Mannes eingeladen. Deshalb machte ich nur schnell einen Pfirsichkuchen auf dem Blech, um etwas Frisches zu haben. Gebraucht hätten wir ihn nicht, da die Torte zur Einschulung super sättigend war und alle glücklich machte. Wir bestellten diese eine Woche im Voraus beim Bäcker – natürlich mit Schokoladengeschmack. So lecker!

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Einschulungstorte vom Bäcker – Schokolade!

Der Abend der Einschulung

Nach dem Kaffee und Kuchen fuhren die Gästinnen und Gäste wieder in die Heimat zurück. Der Freund blieb, um mit uns auf ein „Straßenfest“ zu gehen. Das wünschte sich der Sohn unbedingt. Wir waren nur kurz da, weil es unsere Erwartungen nicht erfüllte. Für 5 min Hüpfeburg forderte man 2 € (füge wütendes Gesicht ein). Bei der Tombola (2 € pro Los trotz Nieten) gewannen wir 2 x 1 Theaterticket, das uns als Eltern ohne Babysitter nichts nützte. Sohn 1.0 durfte es in ein Werbe-Cappy und ein gebrauchtes Kinderbuch umtauschen.

Beim Torwandschießen gewann er einen Werberucksack mit Merchandise-Artikeln eines Herstellers medizinischer Produkte und beim Entenangeln am Stand eines Klospülungsherstellers eine Packung Gummibärchen. Die schmeckten trotz Werbung. Das Straßenfest bestand sich folglich aus teurer Werbung, geschockten Elterngesichtern, einer Bühne mit alten Rockern und Parteiständen. Im Voraus klang das anders. Dem Sohn gefiel es trotzdem und wir gingen nach kurzer Zeit nach Hause, um gemeinsam vor dem Fernseher einen japanischen Anime-Film von Hayao Miyazaki zu schauen und dabei Pizza zu essen. Ein gelungener Tag, erschöpfte Eltern und Kinder mit vielen Erlebnissen. Die Einschulung war schön.

Unser Kind ist endlich ein Schulkind!

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