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Nach unserem Camping mit einem Kleinkind packten wir eine Woche später erneut unsere Sachen, dieses Mal für vier Personen, denn unser großer Sohn war auch endlich wieder bei uns. Wir sortierten stark aus (zu viel Buddelzeug, Essen, Kleidung) und hatten dennoch unseren Kombi voll beladen, als wir ins 30 min entfernte Berlin Spandau reisten. Toll an Berlin: es gibt so viele Seen und Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Und viele Dinge davon haben wir noch nicht gesehen. Wir entdecken unsere neue Heimat, in der wir seit drei Jahren zu Hause sind.

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Während der Papa noch grübelt, will der Große schon alles auspacken

Camping mit Strand und Schatten

Der Platz sollte Wasserzugang haben und vor allem schattige Plätze unter Bäume. Klingt gut! Das Auto konnte umständlich nur von der Platzwärtin hineingelassen werden, außerhalb der Mittagsruhe, die gleich starten sollte. Also auspacken und Auto wegfahren. Während ich mit den Kindern den riesigen Spielplatz erkundete, baute der Mann das überdimensionale 4-Mann-Zelt plus Vorzelt alleine auf. Wie der das immer macht?

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Sehr schöner Spielplatz unter schattigen Bäumen

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Nach dem Spielen wollen alle helfen: Heringe kloppen!

Der Platz war bis auf die Toiletten und den Strand perfekt. Zähneputzen, wo andere ihr Geschäft erledigen? Muss nicht sein. Der Strand, der laut Website am Zeltplatz gelegen ist, wird umständlich durch einen mehrminütigen Fußmarsch erreicht, belohnte uns jedoch. Der Strand an der Havel war schön, sauber und mit Muscheln bestückt. Ein Traum für den aufgeregten 5-Jährigen. Auch Baby 2.0 stürzte sich gleich in die Fluten, ohne Rücksicht auf seine nicht vorhandene Schwimmfähigkeit.

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Weiß nicht, dass er nicht schwimmen kann: Sohn 2.0

Wir waren fast vorbereitet! Wir hatten Kissen für alle, Schlafsäcke und drei Isomatten, von denen sich immerhin zwei selbst aufpusteten und nur die dritte den Dienst versagte. Na ja, der Große kann auch auf der leeren Isomatte schlafen. Baby 2.0 lagerten wir auf zwei Decken, es schlief jedoch nicht gut. Ich vermutete die Kälte (18 Grad…), mein Mann belächelte mich schwitzend. In meinem Schlafsack und einer weiteren Decke teilten Baby 2.0 und ich uns meine schmale Isomatte. Baby schlief gut, ich schaute stündlich auf die Uhr. Meiner guten Laune tat die doofe Nacht jedoch nichts. Immerhin waren wir draußen und unter Bäumen geschützt, die bei Hitze wirklich den Unterschied machen. Schatten, juchu! Ich wusste aber: mit Baby 2.0 und mir geht das so keine zweite Nacht. Mein Rücken schmerzte, wir brauchen bessere Schlafstätten!

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Ein Zelt von innen ohne Komfort – zu dünne Isomatten

So war auch der zweite Campingaufenthalt mit nur einer Übernachtung sehr kurz. Dafür nutzten wir die Tage umso mehr mit Federball sowie Tischtennis spielen, baden, buddeln und Spaß haben. Mein Smartphone nahm ich nicht mit, sodass auch ich mal abschalten konnte. Abends fiel mir erst auf, dass ich den ganzen Tag nicht getwittert habe. So einfach kann das gehen.

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Es gab kein Halten mehr: Baby 2.0 stürzt sich in die Fluten und mich mit

Nicht so schön: Baby 2.0 wurde von einer Wespe gestochen, der Stachel hing sogar noch im Bein. Glücklicherweise gab es am Strand den DLRG, der Baby 2.0 fachmännisch versorgte. Nach 10 min war der Schreck für unseren Minisohn auch vorbei und schon am Abend schien der Stich nicht mehr zu schmerzen. Glück gehabt!

Fazit: Camping mit Kindern

  • Man braucht weniger, als man denkt
  • Aber das ist immer noch viel ;-)
  • Strandnähe ist sehr wichtig
  • kurze Wege zur Toilette sind traumhaft
  • draußen sein regt die Fantasie an
  • Camping ist Abenteuer pur für Kinder!
  • Vorbereitung ist alles – Packliste machen!
  • für gute Schlafmatten sorgen!

Schnell mal Luftmatratzen kaufen

Mein Mann kaufte übrigens gleich große Luftmatratzen, auf denen es sich viel bequemer liegen soll, als auf den dünnen Isomatten. Leider können wir das in den Sommerferien nicht mehr ausprobieren, da unser Kater operiert wurde (-3 Zähne!) und gepflegt werden muss. Allerdings haben wir sicher noch viele warme Wochenenden, an denen wir schnell mal zelten gehne können. Geübt haben wir hat der Mann den Ab- und Aufbau des Zeltes immer hin oft. Auf ins nächste (kurze) Abenteuer im Wald!

Und mal ehrlich: bei dem Wasser macht das Baden doch Spaß und man nimmt dieses Abenteuer mit zwei Kindern doch gerne in Kauf, oder?

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Sauberes Havelwasser – super im Vergleich zum grünen Wannsee

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