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Unser zweiwöchiger Urlaub ist vorbei und wir blicken auf viele schöne Tage zurück, die wir zu viert oder mit Freunden und Familie verbrachten. Klar war erstens: wir wollen zelten gehen, erst mit einem, dann mit zwei Kindern und zweitens: das muss in Berlin oder Umgebung passieren, damit wir kurze Anfahrtswege haben und unsere Katzen versorgen können. Der Zelturlaub war überaus kurz und abenteuerlich. Nichts für meine alte Knochen.

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Anfangs dachten wir noch, dass wir alle ins Zelt passen

 

Zelten mit Kleinkind – keine Katastrophe!

Da unser großer Sohn eine Woche bei den Großeltern verbrachte, suchten wir zu dritt nach einem schönen Zeltplatz in der Nähe, der ein wenig Komfort bietet. Meine Bedingung: tolle Toiletten und Strandzugang. Wir landeten südlich von Berlin in Mahlow, das ursprünglich auf unserer potentiellen Wohnliste stand, wegen des imaginären Flughafens BER aber wieder runterflog. Tatsächlich ist es dort sehr laut aber für ein paar Nächte wird es schon gehen.

Ein 2-Mann-Zelt für drei Leute. Ups!

Mein Mann wollte endlich sein Popup-Zelt ausprobieren und auch mir gefiel der Gedanke, dass das Zelt schnell steht und wir zum Strand huschen können. Wir wussten, dass dies ein 2-Mann-Zelt ist. Was wir nicht ahnten, obwohl uns die Erfahren besseres gelehrt hat, ein Kleinkind zählt beim Schlafen als voller Erwachsener. Es nimmt ebenso viel, wenn nicht mehr, Platz weg! Das wussten wir allerdings noch nicht, als wir frohen Mutes alles aufbauten. Die Lebensmittel und Kleidung ließen wir im Auto, das direkt neben dem Zelt parken sollte. Das kannte ich auch noch nicht: auf der Zeltfläche – rund um den nervigen Froschteich, den man vor Schilf nicht mal sehen konnte – stand kreisförmig angeordnet neben jedem Zelt ein dampfendes Auto. Das minderte den Ausblick auf die blanke Rasenfläche.

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Zelt neben Auto ohne Schatten – nicht gut mit Kleinkind

Angekommen an der Rezeption machte mir die Dame sehr viel Angst: “Sie wollen mit dem Kleinkind bei dieser Hitze hier übernachten? Es gibt keine Schattenplätze!”. Und ja, der Zeltplatz war nicht das, was man sich als Kleinkindeltern sehnlichst wünscht. Schatten gehört im Hochsommer dazu und der Badesee wäre meiner Ansicht nach auch besser am Zeltplatz, statt über die Landstraße zu erreichen. Abbauen und zum 40 min entfernten anderen Campingplatz fahren wollten wir auch nicht. Wir blieben und ließen uns offen, notfalls alles abzureißen und nach Hause zufahren. Das ist der Vorteil, wenn man nur 40 min entfernt Urlaub macht. Und das taten wir wirklich. Statt auf dem Platz zu bleiben, gingen wir ins Restaurant, aßen zu Mittag und genossen auf merkwürdige Weise die Stille. So ist das also, wenn kein quirliger 5-Jähriger dauernd Fragen stellt und um Aufmerksamkeit buhlt.

bier-und-wuerstchen-mamaskindDen Rest des Tages verbrachten wir am schattigen Strand, bauten Sandburgen, badeten und hatten sogar Zeit, zu lesen! Es war so unglaublich harmonisch und ruhig, es gab keinen Streit, einfach toll! Dauernd kam der Gedanke: Kind 1.o würde dies und das auch Spaß machen. Jedenfalls bei mir. Der Mann genoss einfach die freie Zeit. Baby 2.0 war sehr glücklich: im Restaurant mit den Becheruntersetzern, am Strand mit unendlich viel Sand und Wasser. Was will ein Baby mehr?

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Am Strand gegenüber des Zeltplatzes war die Hitze erträglich

Die Nacht des Schreckens

Die Harmonie endete bald. Die Hitze ließ Baby 2.0 erst sehr spät einschlafen, der Mann trug ihn wie üblich umher, diesmal auf dem Zeltplatz, wo es keine Ruheoasen gibt, sondern weit einsehbare Grasflächen, auf der auch unser Zelt stand. Die Nacht war für uns alle schrecklich. Es war so eng in dem Zelt, dass uns dies wach hielt und auch die Hitze war der nächtlichen Ruhe nicht zuträglich. Da die Wände eines Zeltes bekanntlich dünn sind, hatten wohl auch die anderen Campinggäste ihre wahre Freude mit uns und dem quakenden Baby. Was soll’s, so war der Sohn in guter Gesellschaft mit den ebenfalls lauten Fröschen. Wir reisten am nächsten Tag ab, jedoch nicht bevor wir ausgiebig im Restaurant frühstückten (wie typische Camper eben, hust hust) und den halben Tag am Strand verbrachten. Ja, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Und Kissen, wir brauchen unbedingt Kissen beim nächsten Mal! Eine sich selbst aufpustende Isomatte und ein Schlafsack sind zwar ganz nett, aber die Kopfstütze fehlte uns beiden.

Zwischenfazit

Wir stellten fest: zelten ist lustig! Strand, Luft, Natur und Zelt sind eigentlich eine gute Kombi, ist aber verbesserungswürdig. Ein schlafendes Kind und der Strand am Zeltplatz gehören dazu. Eine Woche später testen wir das Abenteuer erneut: mit zwei Kindern, Schatten und Kissen!

Wie es weitergeht, erfahrt ihr am Mittwoch, wenn ich vom Camping mit zwei Kindern erzähle. Seid gespannt!