Obwohl wir nur vier Tage im Spreewald verbracht haben, gab es viel zu sehen. Nach dem ersten Tag in Burg und dem zweiten Tag in Lübbenau fuhren wir am dritten Tag zuerst nach Cottbus in den Tierpark.

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Tierpark Cottbus – ein lohnenswerter Besuch

Gut gelaunt machten wir uns (nach dem obligatorischen Frühstück im Hotel) auf den Weg nach Cottbus, ca. eine halbe Stunde von Burg entfernt. Wir wären sogar schneller gewesen, hätte uns das tolle TomTom-Navi auch zum richtigen POI (Point of Interest) „Tierpark Cottbus“ geführt, statt ins Nirgendwo. Mit meinen umfangreichen Google-Kenntnissen konnte ich die Adresse aber auch manuell finden. Zum Glück habe ich studiert. ;-)

Tierpark Cottbus für die Familie - mamaskind

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Obwohl wir eine Jahreskarte für den Berliner Zoo und das Aquarium haben, wollten wir dem Kind noch weitere Tiere zeigen und ihm die Chance geben, sich beim Spazierengehen auszutoben. Dann ist er der Erfahrung nach auch entspannter. Das war auch eine gute Entscheidung, denn wir trafen sogleich auf eine freilaufende Landschildkröte, der wir uns mit sattem Respekt näherten. Die können bestimmt ordentlich zuschnappen, also Finger verstecken!

schildkröte-frei-mamaskindDie Schildkröte war im Gehege mit einigen Buschschliefern, die auch dort frei herumliefen und sogar auf der Schildkröte herumturnten. Diese Tiere habe ich noch nie gesehen, sie sind aber sehr putzig anzusehen und jagten sich gegenseitig. Die Schildkröte krabbelte derweil über die Steine. Mir war nicht bekannt, dass sie ihren robusten Körper so weit heben können.

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Ausgestattet waren wir wie immer mit Kinderwagen und Tragetuch (MySol). Ohne Kinderwagen traue ich mich nicht weitere Strecken zu meistern, es könnte ja sein, dass es Baby 2.0 zu viel im Tuch wird und er raus möchte. Der Kinderwagen – verknüpft mit Buggy-Board – eignet sich zudem hervorragend, um den Großen mitzunehmen, wenn er müde wird. Das kommt auch mit seinen vier Jahren noch vor, obwohl wir mit 18 Monaten den Buggy verbannt haben.

Streichelzoo für Kinder im Tierpark Cottbus

ziegen-bürsten-mamaskindDarauf freue ich mich auch immer heimlich: endlich wieder Tiere streicheln! Ziegen finde ich recht lahm (und die stinken!), aber der Sohn kuschelt sich gerne in jedes Tier, das ein bisschen Fell hat, manchmal auch mit dem Gesicht. Witzig: Am Eingang des Ziegengeheges lagen Bürsten aus, mit denen man die Tiere streicheln konnte. Das machte unserem Sohn viel Spaß – der Geruch störte ihn nicht. Dass er am Vortag von einer Ziege mit den Hörnern geschubst wurde, hat er anscheinend
auch wieder vergessen.

Mein Traum ging schweine-streicheln-cottbus-mamaskindin Erfüllung: Schweinchen streicheln! Mein heimlicher Wunsch ist es ja, ein Mini-Hausschwein zu haben, das mir im Haus hinterhertorkelt. Wird es natürlich nicht geben, wegen artgerechter Tierhaltung und so (jaja, Tierpark ist auch nicht artgerecht). Mir machte es auch nichts aus, dass sie meine Kleidung total verschmutzten, diese süßen Steckdosengesichter. Hachz!

 

pfau-cottbus-tierpark-mamaskindBeim Mittagessen, das wirklich unterdurchschnittlich war, besuchte uns auch noch ein freilaufender Pfau. Der hätte das Essen bestimmt auch nicht gemocht, kam aber trotzdem gucken. Ausnahmsweise ließ uns Baby 2.0 auch in Ruhe essen. Ich ließ die Nudeln unangetastet und aß heimlich Kekse. Dem Sohn, der ähnlich wenig aß, machten wir klar, dass er nicht sofort Schokolade kaufen darf, nachdem es Mittagessen gab. Der Fairness halber boten wir ihm aber auch mitgebrachte Süßigkeiten an, die er verschmähte. Das war aber der einzige größere Bockanfall des Tages. Ein entspannter Tag! Zum Schluss wurden wir noch mit einem sehr schönen, ruhigen Bild belohnt – die Flamingos waren zu schön!

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Minigolf in Burg – Hauptsache der Ball geht in das Loch!

minigolf-burg-mamaskindHabe ich überhaupt schon mal Minigolf gespielt? Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, nur noch an das sehr alte Computerspiel „3D Ultra Minigolf“ von Sierra. Damals hockten wir zu viert vor dem PC und spielten der Reihe nach gegeneinander. Die Regeln waren dem Kind schnell erklärt – der Ball muss ins Loch. Er sollte sich neben den Ball stellen, die Arme aus- und durchstrecken und dann mit dem Schläger ausholen und schlagen.

minigolf-wasser-mamaskindDas zur Theorie. In der Praxis schob er den Ball, machte etliche kleine Schlagversuche und haute den Ball auf seine eigene Weise erfolgreich ins Loch. Nach jeder Runde rief er aus, er hätte den Kinderpokal gewonnen (kein Wunder, ohne Konkurrenz!).

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Der Papa und ich veranstalteten einen kleinen Wettbewerb und schrieben die Anzahl der Schläge auf, die wir benötigten. Mit ein wenig Schummeln an zwei Parcours, gewann ich, höhö. Baby 2.0 habe ich zwischendurch beim Laufen gestillt und der große Sohn durfte währenddessen ein paar Durchläufe machen. Easy, oder?

Spreewaldbahnhof Burg – Getränke per Eisenbahn

spreewald-bahnhof-burg-mamaskindWer da noch nicht gegessen hat, sollte schnell dorthin! Auch ohne Kinder ist das Restaurant jede Reise wert! Vor dem Lokal befinden sich begehbare Züge, bei denen man schon ein paar Minuten staunen kann (die Männer jedenfalls). Ausgestellt ist in einem Waggon eine Mini-Eisenbahnstrecke, bei der ein paar Loks nach Geldeinwurf losfahren. Bei uns war diese leider defekt. Im anderen sind alte Kinderschulbänke und eine Maltafel zu sehen.

 

spreewald-schaffner-rufen-mamaskindDas fetzt! Auf jedem Tisch gibt es eine Schaffner-Keller, mit der man entweder den Kellner für die Speisen-Bestellung rufen kann, oder den Zug, zur Bestellung der Getränke. Wir füllten fix unsere Getränkewunschliste aus und hielten die Kelle hoch. Mit einigen Zuggeräuschen kam die Lok an, in die wir unseren Zettel gaben. Nur wenig später kam sie mit unseren Getränken zurück.

 

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Das ist cool! So zögerten wir auch nicht, noch eine zweite Runde Getränke zu ordern… Auch das Essen, das wir beim Kellner Schaffner bestellten, schmeckte super. Dieses schluckten wir vorsorglich hastig runter, bevor das schlafende Baby schreiend erwacht. Tat es auch, weil die umherfahrenden Züge, die immer wechseln, auch mit Musik eintrudelten. Machte nichts, das Ambiente war einfach herrlich, also husch, husch, ab nach Burg!

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Insgesamt war es ein schöner Kurzurlaub mit der Familie. Dass die Kinder hier und da quaken und ihren eigenen Kopf haben, muss man einkalkulieren. So ist es nicht verwunderlich, dass unsere Reiseplanung anders aussieht, als die von kinderlosen Paaren. Baby 2.0 braucht Ruhephasen, der Große zwischendurch Rennen, Spielen und Toben. Ruhige Kahnfahrten und endloses Buffet-Essen ist da leider nicht drin. Eine vorherige Planung des Urlaubs ist aber auch mit zwei Kindern ansatzweise durchführbar. Am nächsten Tag fuhren wir nur noch nach Hause – tschüss Spreewald!

>> So war der katastrophale erste Tag in Burg.

>> In Lübbenau war es am zweiten Tag schöner.

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