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Da ich im Moment weniger von den Wochenenden berichte, möchte ich einen typischen Freitag bei uns zeigen. Rund um Kinderbetreuung, Spiele und Abendgestaltung. Freitag ist nämlich bei uns Familien-Kinoabend. Und Abendessen vor dem Fernseher. Klingt gut? ;)

Ein langer Kita- und Schulweg

Wegen unseres Umzugs dauert der Weg zu Kita nun eine ganze Weile. Über einen Kilometer laufen wir zu Fuß bzw. Lauf- und Fahrrad und setzen zwischendurch den Sohn an der Schule ab. Unterwegs findet Sohn 1.0 Rosen, die auf dem Boden liegen. Er nimmt sich zwei, bevor ich überhaupt reagieren kann. Ich erkläre ihm, was es mit den Stolpersteinen auf sich hat: sie sollen an Opfer der NS-Zeit erinnern. Er legt die Rosen wieder zurück. Für ihn ist die Bedeutung noch nicht greifbar.

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Stolpersteine in Berlin

Nachdem der Große wohlbehalten in das Schulgebäude trat, überzeuge ich Sohn 2.0 davon, weiterzufahren. Er ist mit dem Laufrad unterwegs, was sonst gut klappt. Nur heute ist der Wurm drin und er steigt siebenmal ab. Seufz. So wird das nichts mit 8.30 Uhr am Schreibtisch sitzen. Ich mache mi selbst Druck.

Ich spule ein wenig vor: Ich arbeite zu Hause, hänge danach noch eine Wäsche auf (beim Netflix schauen natürlich. Derzeit: Call the Midwife: Hebammen und Schwestern in der 50er Jahren. Manchmal hart zu sehen, aber auch schön.). Danach hole ich “schnell” die Kinder ab. So der Plan.

Der Nachmittag: Spiele und Kuchen

Sohn 2.0 treffe ich in falschen Schuhen an: grüne Gummistiefel mit pinkfarbenen Punkten. Hübsch, doch nicht seine. Auf Nachfrage antworten zwei Erzieherinnen, dass er stock und steif behauptete, dass dies seine Gummistiefel sind. Süß! Da merkt man übrigens auch, dass Kinder sich nicht äußern, wenn der Schuh drückt: sie waren drei Nummern (!) zu klein.

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Für eine Strecke von insgesamt einer Stunde brauchen wir 1,5 h. Der Kleine rast mit seinem Laufrad in zwei Leute, die das mit einem Lächeln aufnehmen, obwohl ich mich ernsthaft entschuldige. Zum Glück. Nach vorne schauen mag er offenbar nicht so… Die Fahrt dauert wirklich lange: Sohn von der Schule abholen, dabei nicht im Schulgebäude verirren und ihn dann gut gelaunt zur Kita lotsen (auch nicht immer einfach). Manchmal bringt eine falsche Bemerkung den Meckerstein ins Rollen. Doch heute klappt das ganz gut, denn es ist Freitag, also Familien-Kinoabend! Der einzige Tag, an dem der Große derzeit etwas auf dem Fernseher schauen darf, da wir am Montag ein krasses Programm aufgestellt haben. Mal sehen, ob ich darüber noch berichte.

Wir gehen also in die Videothek, weil hier das Ausleihen nur 1 € pro Tag kostet, also 2 €, wenn wir den Film am nächsten zurückbringen. Bei Amazon & iTunes kostet ein Film schon 3,99 €. Viel, finde ich. Leider gibt es dort auch unzählig viele Süßigkeiten. Bei dem Eimer Popcorn werde ich schwach. Ich liebe Popcorn! Dabei beantwortete ich 1000 Fragen des Großen, bat ihn kurz ruhig zu sein, hielt den Kleinen von den Süßigkeiten ab und startete alles von vorn. Konzentrieren ist da eher nicht so und selbst das Filme betrachten erfordert meine volle Aufmerksamkeit. Doch der Sohn finden einen Film: Boxtrolls.

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Popcorn im Eimer. Was kann da schon schiefgehen?

Was Freitag auch ist: Unser Kuchen-Tag. Dort holen wir immer etwas vom Bäcker, beschlossen der Große und ich letzte Woche. Diesmal hatten wir noch etwas vom Oma-Opa-Tag übrig. Kuchen, der wie früher schmeckt! Sohn 2.0 packt sich den Teller mit mehreren Stücken voll, weil ihm der Kuchen nicht schmeckt. Aha.

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Kuchen am Freitag. <3

Mittlerweile klappt das besser mit dem gemeinsame Abräumen und beide Söhne helfen mit. Juchu! Nun ist Zeit zum Spielen. Wir haben nur noch sehr wenig Spielzeug übrig (wegen oben genannter Restriktionen für den Großen), da wird das wenige wieder interessant. Die Söhne fädeln Perlen auf und ich soll auf Wunsch des Großen ein Lonpos-Logikpuzzle (Amazon-Affiliate) lösen. Schaffe ich nicht. Puh.

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Lonpos-Puzzle: schwierig!

Nach wenigen Minuten wird das nächste Spiel rausgekramt: Tempo, kleine Schnecke. Ein 2 € Flohmarkt-Fund, der hier sehr beliebt ist. Doch so richtig versteht Sohn 2.0 das noch nicht, wie das Spiel funktioniert. Bzw. er möchte auf seine Art spielen: die Schnecken mit dem Würfel abwerfen. So kommen die Söhne nicht auf einen Nenner und suchen weiter.

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Tempo, kleine Schnecke!

Dann die Rettung: Fische angeln, was wir zu dritt spielen können. Wieder Diskussionen: Sohn 1.0 möchte den Schuh nicht dabei haben und Sohn 2.0 möchte nur den Schuh angeln. Seufz. Sie einigen sich. Lappalien!

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Fische angeln: so richtig schön Holz.

Juchu, der Papa kommt früh nach Hause und der kleine Sohn stürmt ihm mit seinem neuen, gebrauchten Overall entgegen. Knallrot – total toll! Wie auch zufällig die neue, gebrauchte Hose und die Fleece-Jacke. Glück gehabt bei eBay. :D

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Papa kommt nach Hause, juchu!

Seit mein Sohn vier Jahre alt ist, kaufen wir ihm die Anziehpuppen-Stickerbücher (Amazon-Affiliate). Diese gibt’s in verschiedenen Ausführungen. Wir haben Mutige Berufe, Reise um die Welt, Piraten und Ritter. Für 4,95 € ein tolles Geschenk. Mit sechs Jahren braucht er keine Hilfe mehr. Gerade große Sticker lassen sich manchmal schwer entfernen. Insgesamt aber ein Knaller!

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Anziehpuppen-Stickerbuch – toll!

Zum Abendbrot dürfen wir freitags gemeinsam auf die Couch: Essen & Film schauen. Lieben wir alle sehr.  Heute gibt es den Film Boxtrolls, der stellenweise ein wenig gruselig ist. Findet Alu von Große Köpfe sehr.

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Boxtrolls – Film ab 6 Jahre.

Nach den Sandwiches aus dem Sandwichmaker kommt das Highlight: Popcorn. Lecker! Davor stand noch Kinder  waschen auf dem Programm. Wenn die Knirpse erst zu müde sind, geht nämlich gar nichts mehr. (Nicht dass 2.0 früh müde werden würde… Das maue Schlafverhalten hat sich nicht geändert.) Ein schöner Abend geht mit Vorlesen zu Ende. Wie jeden Abend: im großen Familienbett im Kinderzimmer.

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Popcorn auf der Couch. Die Brüder teilen sogar. Es wird, Leute!

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