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Was für ein Wochenende, mein Papa feierte Geburtstag, wir waren zum ersten Mal in The Story of Berlin – einem Museum, das die Geschichte Berlins sehr cool darstellt – sowie im Zoo. Meine Aktivitätsapp sagte mir, ich hätte heute 200 % erreicht. So fühle ich mich auch. Glücklich geschafft.

Ein Geburtstag in der Heimat mit Buffet

Kennt ihr noch die Ost-Brötchen, den Geschmack, der ohne lästige Zusatzstoffe daherkommt und die Brötchen so schön trocken-fluffig macht? Nein? Jedenfalls gibt es einen Bäcker um die Ecke (im Westen!), der die so schön hinbekommt, wie ich sie noch vom Dorf kenne, wo sie heute noch so gebacken werden. Ein Stück Kindheit. An die DDR erinnerte sich vor kurzem auch Martin.

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Schmecken wie die Ost-Brötchen.

Auf dem Weg nach Brandenburg sehen wir einen Paragleiter. Verrückt, so nah an der Autobahn. Jedenfalls scheint es so. Man kann ab 70 km/h übrigens keine Pokemon fangen. Schade. :D

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So nah an der Autobahn: Paragleiter.

Feste feiern, wie sie fallen.

Wer weiß, wie oft wir diese Geburtstag noch feiern können, sagte meine Mama. Recht hat sie, drum fuhren wir schon zum Mittag hin und brachten Zutaten für eine vegane Bolognese mit, die mein Mann im Garten meiner Eltern zubereitete. Wir genossen die Zeit mit meinen Eltern am heißen Samstag und brachten dem Papa-Opa auch ein Geschenk mit: Wellness für Männer. ;)

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Geschenk zum Geburtstag von Papa. Männer-Wellness. ;)

Das mag der Opa gar nicht: mit Kreide auf seinen Steinen malen. Warum eigentlich nicht? Sieht so toll aus!

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Mit Kreide malen auf den guten Steinen von Opa. Ohoh. (Fügt Augenrollen von Opa ein.)

Wie soll es anders sein: die Omas und Tanten bringen Geschenke mit. Z. B. zwei Seifenblasenpistolen, von denen eine Musik macht. Mein Mann findet zum Glück noch das Kabel der Lautsprecher, das er fix rausreißt. Ruhe im Karton. Frieden zu Hause.

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Seifenblasen-Pistole.

Wir haben leider den Aqua-Clown vergessen. Aber Wasserspielzeug wurde auch geschenkt. Obwohl eigentlich der Opa Geburtstag hatte. Wie das eben so ist.

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Sehr cooles Mitbringsel: Wasserballons, die sich gleichzeitig auffüllen lassen.

Kennt ihr das noch von früher? Fische angeln. Das hatte ich damals als Kind auch!

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Fische angeln. <3

Und dann gibt es ein buntes Buffet bei 29 °C.

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Buffet mit Fisch, Käse, Schnitzelchen usw.

Wir fahren schon gegen 20.30 Uhr nach Hause, weil mir die Hitze nicht bekommt. Aber es reicht uns allen: beide Kinder schlafen schnell im Auto ein. Ohne Mittagsschlaf beim 2-Jährigen nicht verwunderlich. Ich gehe mit Kühlkissen auf die Couch und schaue Dexter mit dem Mann. Ein kleines Stück Freizeit.

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The Story of Berlin & Zoo

Ich schlafe bis 8.30 Uhr und wache von selbst (!) auf. Glücklich bereite ich das Frühstück vor, mit frischen Eiern vom Dorf. Und koffeinfreien, organischem Espresso (warum sollte der auch anorganisch sein?).

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Frühstück mit viel Obst und heute ohne Nutella. Ein Versuch für mehr gesundes Essen.

Nach dem Zähneputzen darf der Große kurz mit meinem Nintendo spielen. Dafür minimierte ich seine Tablet-Zeit, die am Wochenende auf 1 h reduziert ist: 30 min Apps spielen, 30 min Filme streamen, unendlich Bücher anschauen. Bisher klappt das gut. Er merkt, wie schnell 30 min um sind. Willkommen im Leben.

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5 min Bruderliebe beim Nintendo spielen und zuschauen.

Ein schnelles Hausflur-Selfie mit Flatterkleidchen. Das Richtige bei der Hitze!

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Hausflur-Selfie auf dem Roten Teppich.

Wir blättern im Super-Ferien-Pass vom Jugendkultursurvice sowie dem Familienpass und entscheiden uns für The Story of Berlin. Das Museum zeigt die Entwicklung von Berlin sehr anschaulich. Kinder bekommen eine Karte in die Hand, auf der sie Symbole ankreuzen sollen, die ihnen auf dem Weg begegnen. Passend dazu lese ich die kleinen Geschichten auf der Elternkarte vor. Sehr, sehr toll gemacht. Wir hätten nur mehr Zeit gebraucht. Dort würde ich sehr gerne nochmal ohne Kinder hingehen, um alles in Ruhe lesen zu können. Trotzdem: auch mit Kindern lohnt sich der Besuch! Dank Berliner Familienpass sparten die Kinder den Eintritt und wir zahlten nur 18 €, inkl. einer Bunkerführung.

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Familien und Berlin-Interessierte: Geht da unbedingt hin!

Sehr viele Bereiche werden abedeckt: Religionen, Kunst, Militär, Könige, Diktatoren, Kriege, der Mauerbau und der Fall. Und vieles mehr.

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Informationen zum Anfassen: drei Religionen im Vergleich.

Der Große ich machten noch die Bunkerführung mit. Uns wurde zwar gesagt, dass es auch Kleinkinder in der Regel gut wegsteckten, entschieden uns jedoch dagegen. Gut so, denn Sohn 2.0 fürchtete sich bereits im Raum der Industrialisierung (laut) und hätte sich im Bunker auch nicht wohl gefühlt (düster und beengend). Auch dem Großen wurde es kurz mulmig, was ich mit Fiete Math überbrücken konnte.

Zum Glück brach der Kalte Krieg nie aus. Der Bunker ist für 3600 Leute ausgelegt, es gab nur Bunker für ca. 1 % der Berliner Bevölkerung, die zwei Wochen lang in einem Atomschutzbunker verharren und dann nach draußen sollte. In den Fallout – wo noch alles verstrahl wäre. Bett steht an Bett, keine Privatsphäre. Temperaturen von 40 °C, Luftfeuchtigkeit von 90 %, der Körper würde träge werden. Es gab 4 Toilettenräume für 3600 Menschen, viel zu wenig, usw. Hört euch das an, sehr interessant, sehr erschreckend, was hätte passieren können.

Krieg. Krieg bleibt immer gleich. – Fallout (Computerspiel)

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Bunker des Kaltes Krieges, der nie ausbrach. Zum Glück.

Wir entscheiden uns danach, ein schnelles Sandwich bei Subway zu essen und dann in den Zoo zu gehen. Ist zum Glück alles in der Nähe. Juchu, es gibt das echte Nogger Choc!

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Ab in den Zoo!

Und Pokemon. Endlich werde ich Arenaleiterin. Für drei Sekunden. Andere Spieler/innen lächeln mir wissend zu.

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Ich liebe sie: Pokemon. Arenaleiterin für 3 Sekunden.

Der Große nennt die echten Vögel auf dem Weg von nun an Taubsi und Tauboga. Pokemon erhält Einzug in das Kinderzimmer unserer Kinder. Wie es das bei uns damals tat. Ich bin ein bisschen stolz und überlasse ihm das Smartphone für das Fangen der kleinen Monster.

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Spazierengehen im Zoo – mit Smartphone in der Hand.

Wir haben auch echte Tiere angeschaut, ich schwöre!

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Sohn 2.0 kuscheln mit Gorilla. Seelenverwandte. Oder so.

Man, haben wir viel erlebt und viele Menschen um uns herum gehabt. Berlin kann manchmal wirklich zu viel sein, bietet zugleich auch sehr viel. Eine Hassliebe. Mittlerweile aber mehr Liebe. Wie sich das so wandelt, um Laufe der Zeit… Berlin – keine Heimat?

P. S. Wann hat eigentlich der 2-Jährige beschlossen, keinen Mittagsschlaf mehr zu machen? Als er um 17 Uhr einknickte, bestachen wir ihn mit Eis. Diese Art von Eltern sind wir geworden… :D