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Was macht man, wenn die Kinder drinnen durchdrehen? Rausgehen, auch wenn der nächste Regen droht. Schont die Meckerstimme und die letzten Nerven, die auch Eltern irgendwo noch haben. Gummistiefel an und raus auf den Wochenmarkt. Da waren wir nämlich noch nie, obwohl es dort frisches Obst und Gemüse aus der Region gibt. Der Sonntag war bisher sehr von Zufällen gesegnet.

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Wochenmarkt, Kindergeburtstag und ausmisten

Auf dem Markt erkunden wir das Angebot und erfreuen uns an den vielen Obst- und Gemüsesorten. Wir kaufen Äpfel, Erdbeeren, Birnen, Honig und unser Mittagessen ein. Wir nehmen uns vor, dorthin häufiger zu gehen. Im Gegensatz zu meinem Sportvorsatz, ist die Umsetzung des Wochenmarktbesuches sehr wahrscheinlich. ;-)

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Kind 1.0 zeigt, wir kaufen

Vor dem Mittag dürfen Kind 1.0 und ich noch unser Computerspiel weiterspielen. Dabei lösen wir Rätsel und freuen uns, wenn wir richtig lagen. Das ist unser Ding am Wochenende. Unter der Woche vermeiden wir Computer und Fernseher (außer Sandmann, der darf immer gesehen werden).

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The Book of Unwritten Tales – Perfekt für kleine Detektive

Wir lieben Humus und verspeisen diesen mit frischem Salat und Bratwurst. Dazu reichlich Brot. Perfektes Essen (mir würde schon Brot und Aufstrich reichen. Yamyam).

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Humus und anderes orientalisches Zeug

Während der Mann und Baby 2.0 schlafen (irgendwas hat er richtig gemacht!), schaue ich ein wenig meine Serie (zur Zeit Body of Proof) und lese dann dem großen Sohn aus seinem riesigen Autobuch vor. Dabei lerne ich neue Wörter. Heute habe ich diese wieder vergessen, war irgendwas mit Autos oder Flugzeugen. Langweilig!

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Das Riesenbuch der Fahrzeuge. Das ist wirklich riesig!

Noch ein wenig kuscheln, bis wir losmüssen. Das geht auch mit zwei Kindern in einem Bett sehr gut!

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Kuscheln mit zwei Kindern gleichzeitig. Seltener und kostbarer Moment.

Den großen Sohn bringen wir nach der Mittagsruhe zu seiner Kita-Freundin, die ihren 5. Geburtstag feiert. Sie genießen die Feier und sicher auch das Essen!

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Ehrfurcht beim Betrachten der Hai-Melone. Die Messelatte wurde höher gelegt. :D

In der Zwischenzeit schnappen wir uns Baby 2.0 und trauen uns in die Tiefen, die wir viel zu lange vernachlässigt haben: unser Keller.

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Leise ruft er: “räum mich auf, räum mich auf!”

Wir misten sehr viel aus, entscheiden uns im Zweifel für die Trennung und können bald wieder im Keller stehen. Gleichzeitig merken wir, dass das Pukywutsch Laufrad noch nichts für Baby 2.0 ist. Das fanden wir nämlich auch wieder. Zum weiteren Sortieren und Waschen nehme ich schon die nächste Kleidergröße (Gr. 92) für 2.0 nach oben. Tschüss, Sachen!

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Tschüssi, alte und ungenutzte Sachen (Ausschnitt).

Der Sonntag mit Chaos und Zufall

“Wollen wir heute schwimmen gehen?” fragte ich ganz naiv. Aus der Sache würde ich nicht wieder rauskommen. Kein Problem dachte ich, denn das Schwimmbad ist nur zwei Busstationen entfernt, kann man auch bequem laufen, wenn wir den Rückbus verpassen, der sonntags nur alle 20 min fährt. Das Auto ist nämlich mit Sperrmüll beladen und enthält derzeit keine Kindersitze. Und dann das:

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Lange Gesichter: das Schwimmbad ist geschlossen!

Wir fragten uns, ob wir wieder nach Hause fahren sollten (Kind 1.0 weint) und entscheiden uns für die turbulente Tour zum nächsten Schwimmbad, obwohl die nächste U-Bahn-Station gesperrt ist und wir uns plötzlich bei der S-Bahn wiederfinden.

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Endlich wieder S-Bahn fahren…

Die nächste Bahn kommt glücklicherweise bald. Wir müssen nach dem Aussteigen durch gruselige Gänge, die zugleich menschenleer sind. Wann kommt das denn in Berlin vor? Nie! Ich erinnere mich unangenehm an unsere allabendliche Serie “The Walking Dead”.

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Buuhuu: Dunkle Gänge, die von der S-Bahn wegführen.

Der Sohn ruft freudestrahlend: “Oah, wir sind ja schon im Schwimmbad!”. Ist aber nur der Gang, der weg von der S-Bahn führt. Seinen Eindruck kann ich jedoch nachvollziehen und gruselige mich wieder ein bisschen.

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Sieht aus wie das Schwimmbad, ist aber ein weiterer dunkler Gang. Ohne Zombies.

Mit Baby ins Schwimmbad

Im Schwimmbad treffen wir nacheinander zufällig zwei Familien aus unserer Kita, mit denen wir auch befreundet sind. Die Kinder freut es und wir haben uns dann halt mal in Badekleidung gesehen. Was man halt so macht. Obwohl wir uns durchaus sehen lassen können, gibt es keine Badefotos. Klar, ne?

Fest steht: Baby 2.0 liebt Wasser. Wie auch sein Bruder ist er in seinem Element. Im Babybecken planschte er, drückte mit seinen Fingerchen die Wasserstrahlen am Babybrunnen zu und führte mich an den Händen in das kältere Kinderbecken. Ich nahm an, er würde wieder umdrehen, stieg jedoch mit mir zusammen die Stufen hinab. Im Wasser stützte ich seine Arme (er braucht unbedingt Schwimmflügel!), achtete auf seinen Kopf und er strampelte mit seinen Füßen, als hätte er sein Seepferdchen schon gemacht. Schön zu sehen und auch zu hören, denn er jauchzte und strahlte die ganze Zeit im Wasser. Warum zur Hölle mag er dann kein Gras?

Auf dem Rückweg – dieses Mal entscheiden wir uns zum 10 minütigen Marsch zur U-Bahn – finden wir eine Kneipe mit tollem Statement: “Kein WLAN – Redet miteinander! Denkt euch, wir hätten das Jahr 1993!” Nett!

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Redet miteinander – Kein WLAN!

In weiser Voraussicht kauften wir auf der Hintour Brötchen, mit denen wir die Kinder auf der Rückreise fütterten. Der erste machte beim Tragen schlapp. Auch wir sind durch. Der Mann verflucht sich kurz, weil er trotz meiner Bedenken keinen Buggy mitnahm und Baby 2.0 weit tragen musste. Ich meckerte, weil das geliebte Auto mit Müll beladen zuhause steht und ich die schweren Badetaschen schleppen muss. Kind 1.0 nölt nicht (warum, weiß ich nicht, vielleicht weil wir Burger in Aussicht gestellt haben).

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Erschöpfte Familie – Baby 2.0 darf schon schlafen

Der Mist mit myTaxi

Eigentlich wollten wir mit dem Taxi nach Hause fahren. myTaxi haben wir sogar als App. Wir gaben an, dass wir eine Babyschale und eine Kindersitzerhöhung brauchen und wunderten uns, dass trotz dieser Bedingungen die Fahrt gleich angenommen wurde. In vier Minuten sollte der Fahrer da sein. Denkste, er und auch einer weiterer Fahrer stornierten die Fahrt sogleich wieder. Schön ist das nicht, mich hat das enttäuscht (gleich die Bedingungen lesen, wäre sehr hilfreich). Somit liefen wir bis zur U-Bahn. Doof gelaufen, haha.

Heute verkaufen wir noch ein paar Kinderzimmerregale (Trofast!) Die haben echt abgesagt, das ist das dritte Mal, dass Käufer kurzfristig absagen! *wutschnauf* und gehen auf den Spielplatz. Der Mann hat noch zwei Tage Elternzeit, Mittwoch ist der Geburtstag von Baby 2.0. Es gibt noch viel zu tun! Wäsche waschen z. B. Oh, in zehn Tagen fange ich auch wieder an zu arbeiten. Juchu! Ich freue mich tatsächlich, das mit der Eingewöhnung in der Kita muss dann halt nebenbei laufen. Wir werden das Kind schon schaukeln. Notfalls mit Schichtdienst.