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Hach ja, Wunschzettel. Regelmäßig pflege ich meinen Wunschzettel auf Amazon, der auch als Einkaufsliste funktioniert. Darauf packe ich nicht nur Sachen, die ich unbedingt haben muss, sondern auch Dinge, die ich bei der nächsten Bestellung mit in den Warenkorb packe. Mein Sohn hat auf jeder Seite des Spielzeugkataloges neue sehnlichste Wünsche, von denen ich einige sogar auf seinen eigenen digitalen Wunschzettel packe. Selbst Sohn 2.0 hat unter meinem Konto einen separaten Zettel. Doch mal ehrlich: sind das noch die richtigen Wünsche?

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Interessanter Wunschzettel für Weihnachten

Meine Weihnachtswünsche sind öde

Auf meinem Wunschzettel auf Amazon stehen auch alltägliche und langweilige Sachen: Schal & Mütze, ein Wasserkocher, Filter für die Chemex (Kaffee-Karaffe), Besteck und andere Dinge für die Wohnung. Würde ich mich aus ganzem Herzen freuen, wenn jemand meine Wunschliste abarbeitet und mich reich beschenkt? Freuen ja, denn das sind die Dinge, die ich mir sowieso irgendwann kaufen würde, wenn das Geld endlich reicht, doch aus ganzem Herzen? Wer freut sich denn über Gummistiefel? Oder Haushaltszubehör? “Hier Schatz, deine gewünschte Mikrowelle!”. Na schönen Dank auch. Meine Weihnachtswünsche sind keine tatsächliche Wünsche sondern Dinge des alltäglichen Gebrauchs. Ich habe keine Ahnung, was ich mir wünschen soll. Ich habe alles, was mich glücklich macht (Kindle + Bücher, die man eh nicht verschenken kann, PC-Spiele, mein Blog) und das ist das auch etwas Gutes! Mein Mann hat ebenso keine richtigen Wünsche. Das was wir wollen, kaufen wir uns eben (irgendwann). Für ihn habe ich ein Kochbuch über Organic Cooking besorgt, weil Ernährung aktuell wieder ein aktuelles Thema bei ihm ist. Womit macht man jemanden glücklich? Schade, dass man keine Zeit schenken kann…

Die Wünsche der Kinder

Mein 5-Jähriger malt schon seit ein paar Jahren Wunschzettel, die wir stets anmutig an uns reißen, in der Hoffnung, etwas zu finden, was ihn wirklich glücklich macht, wenn er es bekommt. Das vermissen wir zur Zeit: ständig kommen neue Wünsche auf oder welche, die wir nicht erfüllen wollen. Seine Liste ist recht kurz aber auch in meinen Augen ungeeignet, weil die Spieldauer gering sein wird:

  • Yoda aus Plüsch – Noch ein Plüschvieh?
  • Inline Skates – Super, aber zu Weihnachten im Schnee?
  • Fernsteuerbares Auto – Schon wieder?
  • Schienen für den Lego City Zug – mit dem er nie spielt
  • einen nachsprechenden Papagei – den er schon hat
  • Mikroskop – ??? Meint er das echt?
  • Lego Star Wars – Verständlich. :D

Und es ist kein Buch dabei, obwohl er sie liebt! Dieses Jahr verwundert mich der Wunschzettel ein wenig, bis auf das Lego kann ich keinen Wunsch nachvollziehen. Ok, die Inline Skates sind eine tolle Idee, wohl aber kein gutes Geschenk zu Weihnachten. Ich führe daher für ihn einen eigenen Wunschzettel, der auch als Leitfaden für die liebe Familie dient (Wink mit dem Zaunpfahl!). Darauf sind u. a. der fehlende Brustbeutel zum neuen ergobag-Schulrucksack, die neue illustrierte Ausgabe von Harry Potter, natürlich Inline Skates, Vorschulübungsbücher (fordert er ein), Urzeitkrebse, eine neue Kamera und ein Kritzkratz-Buch. Das ist eine fortlaufende Liste, die sich auch mal ändern kann, wenn er etwas nicht mehr mag. Es handelt sich dort um Dinge, von denen ich denke, dass er sie mögen würde. Da wir viel im Kinderzimmer ausmisten, sollen es auch gar nicht so viele Geschenke werden.

Weniger Geschenke zu Weihnachten

Bis jetzt haben wir für ihn ein Tiptoi-Buch von Star Wars und ein Logikspiel mit bunten Kugeln (Lonpos) gekauft. Von meinen Eltern, die Heiligabend hoffentlich bei uns sein werden, bekommt er ein Lego-Set von Star Wars. Das sind schon zwei große Geschenke. Der Kleine bekommt die tollen Holzspielsachen von Selecta, die ich für Weihnachten aufhebe. Die bisherigen Plastik-Küchenartikel verschwinden nach und nach aus der Kinderküche. Für Platz ist zumindest dort gesorgt. Auf seinem Wunschzettel steht noch ein Puppenwagen, weil der alte kaputt ging und ein kleines Buch, das mechanische Geräusche macht (ohne Batterien!). Mehr nicht. Er spielt meist mit den Sachen des großen Bruders, z. B. sehr gerne mit Autos, dem Holz-Angelspiel, Memory-Karten und Tieren. Sehr gerne räumt er auch einfach Spiele ein und aus. Im letzten Jahr gab es viel zu viel: riesige Geschenke von drei Parteien an einem Abend! Sascha und ich wollen das nicht mehr, das Kinderzimmer ist so schön aufgeräumt, enthält wenig Spielzeug und so soll es auch bleiben. Wir flehten die Familie an, nur vom Wunschzettel zu kaufen (was bestimmt schon schief ging, oder Mama? ;)). Die Kinder sind gut ausgestattet, ihnen fehlt nichts. Ich bin gespannt.

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