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Fast jeden Morgen stellt der Sohn die Frage: darf ich ein Spielzeug in die Kita mitnehmen? Ich schlage innerlich die Hände über’m Kopf zusammen und denke “Nein!”. Aber warum eigentlich nicht?

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Spielzeug geht verloren oder kaputt

Manchmal verliert er ein Spielzeug in der Kita, das sich meist wieder anfindet. Schlimmer finde ich es, wenn ein Teil abgebrochen ist und fehlt oder das Auto nicht mehr nutzbar ist, weil bspw. ein Reifen abhanden kam. Dennoch möchte der Sohn nahezu jeden Tag ein weiteres Spielzeug in den Kindergarten bringen, weil er damit spielen oder es seinen Freunden zeigen möchte.

Meine bisherige Einstellung war, dass er nur in meinen Augen olle Spielzeuge in die Kita nehmen darf. Fahrzeuge, die schon 20 Jahre alt sind, Plastikschrott, den er mag, aber von mir aus gerne das Zeitliche segnen kann. Doch der bleibt komischerweise immer heil.

Erst gestern fehlte ein Flügel bei seinem neuen Playmobil-Drachen. Gut, der war aus einer Zeitschrift, sieht aber wirklich gut aus. In meinem Unmut sagte ich, er dürfe erst wieder ein Spielzeug mitnehmen, wenn der Flügel wieder da ist, diese Woche aber sowieso nicht mehr. Dann wären wir also wieder bei diesen unsinnigen Wenn-Dann-Sätzen, die auch Frau Mierau kürzlich sammelte. Meine Wenn-Dann-Forderung hat nichts miteinander zu tun. Der Drache findet sich auch nicht schneller an, wenn der Sohn ohne Auto in den Kindergarten geht. Ich sollte mir häufiger auf die Zunge beißen.

Was könnte ich tun, damit er besser auf sein Spielzeug achtet?

  1. Ihm auch Wertvolles mitgeben, damit er merkt, wie traurig er ist, wenn es kaputt geht?
    Das klingt herzlos und das will ich nicht. Der Sohn soll nicht diese negative Erfahrungen machen, sondern lernen, aufzupassen.
  2. Verbieten, etwas mitzunehmen?
    Dann lernt er nie, Verantwortung für seine Sachen zu übernehmen.
  3. Ihn das letzte Spielzeug erst komplett nach Hause bringen lassen, bevor ein neues mit darf?
    Und wenn es unauffindbar ist? Kein guter Ansatz, weil der Zusammenhang fehlt.
  4. Ihm mitteilen, dass er sehr gut darauf aufpassen soll?
    Reden hilft nicht. Die Kinder achten nicht darauf, wie viel ein kleines Auto aushält, bevor es dem kräftigen Druck eines Kleinkindes nicht mehr standhält.
  5. Meckern, wenn wieder ein Gegenstand kaputt ging?
    Das bringt auch nichts. Kaputt ist kaputt. Man weiß auch nicht, wie es kaputt ging. Vielleicht war der Sohn es selbst aus Versehen und er ärgert sich selbst genug?

Mit fiel spontan ein, aus diesem Grund Taschengeld einzuführen. Gerade so viel, dass er selbst für ein kleines Matchbox-Auto sparen muss. Für den Sohn endet derzeit der Spielzeugfluss nicht – es gibt unglaublich große Mengen in seinem Zimmer (teilweise noch von mir).

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Vielleicht sollte ich den 5. Geburtstag als Anlass nehmen, ihn in den Kreis der Geldverantwortlichen aufnehmen und hoffen, dass sich das bessert? Es wäre doch möglich, dass er dann sorgsamer mit seinem Habseligkeiten umgeht?

Wie macht ihr das?

Wie ist das bei euch? Habt ihr eine “nur olles Spielzeug-Regel” oder hilft alles nichts?

 

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