Ein bisschen hoffte ich, dass unsere Baby-Tochter kein Spuckkind wird, wie es Sohn 2.0 war. Dauernd lag sie im Nassen, nachdem die Milch wieder aus ihr herausgesprudelt kam. Schlimm ist das normale Spucken bei Kindern nicht, weiß ich von unserer Kinderärztin. Dennoch erfordert es mehr Aufmerksamkeit, verursacht mehr Wäsche und Überraschungseffekte. Alles Gute kommt von oben? ;)

Spucken bei Neugeborenen

Sofern das Spucken nicht schwallartig erfolgt, sich das Baby normal entwickelt, gut zunimmt und einen fitten Eindruck macht, ist alles im normalen Rahmen. Man darf das nicht mit einem krankhaften Magen-Darm-Infekt bei Kindern verwechseln. Das bestätigt nicht nur unsere Kinderärztin, sondern auch diverse Websites. Lästig ist es dennoch. Als Sohn 2.0 und Püppiline Neugeborene waren, lauschte ich ständig, auch nachts, ob sie spucken. Dann hieß es nämlich, komplett die Tücher als Unterlage wechseln und diese erneuern. Sicherheitshalber sprach ich das Spucken bei unserem Baby-Mädchen dennoch wieder bei der Kinderärztin an. Bei den regelmäßigen U-Untersuchungen würde eine rasche Abnahme jedoch schnell auffallen.

Was hilft gegen das Spucken bei Babys?

Hauptsache, weiter stillen! Dabei kann man ein wenig variieren, die Stillposition verändern, damit weniger Luft geschluckt wird oder gar aufrecht stillen. Geholfen hat das leider bei uns alles nichts. Wenn die Milch raus will, sucht sie sich ihren Weg.

Die Tipps gegen das Spucken sind zahlreich:

  • das Baby immer Bäuerchen machen lassen
  • unter die Babymatratze einen Ordner packen, damit sie höher liegen
  • nicht so schnell trinken lassen – Pausen beim Stillen
  • aufrecht stillen
  • auf gute Stilltechnik achten

Was Spuckbabys nicht hilft

Auf keinen Fall sollte man deswegen abstillen oder aus diesem Grund angedickte Nahrung zufüttern. Da gibt es auch dieses eine Produkt, für das ich keine Werbung machen mag, weil ich die Firma nicht unterstützen mag. Warum sollte man einem Baby Andickmittel verabreichen? Im Zweifel bitte immer den Kinderarzt bzw. einer Still- und Laktationsberaterin ansprechen und um Rat bitten. Vielen Dank an dieser Stelle an @MeisemitHerz, die mir empfahl, die Stillberatung in den Vordergrund zu stellen, da sie die Profis und um die Muttermilch sind. :) Zudem empfahl sie mir den sehr guten Blogbeitrag von Stillkinder, die das Thema Spucken sehr umfangreich behandeln.

Vielleicht ist die eine oder andere Sache gerade bei dem Baby zu empfehlen? Nur Abstillen sollte keine Lösung sein, da stimmen mir sicher die meisten zu.

Wie lange dauert das Spucken?

Bei meinem Sohn dauerte es mehrere Monate an. Auch Püppiline spuckt mit ihren 3 Monaten noch regelmäßig. Immer wenn ich denke, dass es nun aufhörte, fängt es wieder von vorne an. Eine Mama berichtete mir, dass ihr Sohn trotz Brei auch noch mit 7 Monaten spuckt. So lange dauerte es bei meinem Sohn zwar nicht, aber wer weiß, wie lange unser Baby-Mädchen noch spucken wird.

Anzeichen für Spucken

Dass meine Tochter spuckt, bemerke ich manchmal frühzeitig, weil sie sich windet und ächzt und stöhnt. Dann sehe und höre ich, dass ihr etwas nicht passt. Was das ist, merke ich dann schnell, wenn ich sie hochnehme: sie muss spucken! Besonders als Neugeborene hatte sie damit zu kämpfen. Verrückt, welche Geräusche so kleine Babys schon machen können, wenn es im Bauch arbeitet!

An anderen Tagen lief es ohne Vorzeichen einfach aus ihr raus. Manchmal mehrere Male hintereinander, manchmal viel und dann wieder wenig. Zwischenzeitlich versuchte ich einen Zusammenhang zwischen meiner Ernährung und ihrem Spucken zu finden, doch ich fand nichts. Vermutlich muss man da einfach durch, denn auch einigen Babys mit Kunstmilch geht es so.

Tipps bei Spuckbabys

Nach zwei Spuckkindern bin ich quasi Expertin auf dem Gebiet, was man für Spuckbabys braucht: viele, viele Tücher und Kleidung. Ich kaufte vor allem Spucktücher in Massen. Da konnte ich nicht mehr auf ein schönes Design achten, sondern nur noch auf den Preis. Ich bestellte im Großpack weiße Spucktücher (Amazon-Werbelink). Ein paar hübsche, gemusterte Tücher kaufte ich dazu, damit hier auch ein wenig Farbe einzieht.

Die Spucktücher sind überall: im Babybett als Kopfunterlage, im Kinderwagen, auf der Couch, auf der Krabbeldecke im Laufstall, auf der Activity-Decke und ständig auf unseren Schultern, wenn wir sie halten. Haben wir mal kein Tuch parat, spuckt sie garantiert. Viele Grüße von Murphy!

Zudem haben wir viele Oberteile, die wir schnell wechseln können, falls sie sich selbst vollspuckt. Da mag ich am liebsten die Wickelpullover (Amazon-Werbelink), die man fix ausgezogen hat. Mit etwas Glück ist der Body darunter unversehrt.

Was hilft also bei Spuckkindern? Durchhalten.