Werbung

Schreiben ist mein Ding – seit 2010 kritzle ich in diesen Blog rein, vorher veröffentlichte ich Marketing-Texte für Online-Portale. Doch es gibt verschiedene Arten zu schreiben. Blog und Buch – zwei verschiedene Dinge, könnte man meinen. Nein, ich schreibe aktuell kein Buch – bin aber für Anfragen offen. ;) Doch ich nehme seit ein paar Monaten Schreibunterricht. Das Tolle daran sind nicht nur die Lerneffekte, sondern die Texte der Anderen. Die anderen Teilnehmer. Jeder sollte eine Gruppe haben, ich sage euch warum!

Schreiben und ich: Seit 2010 auf Mamaskind.de, woanders noch viel länger. Jetzt auch Geschichten. - Was der Schreibkurs mit mir macht. Mehr auf Mamaskind.de
Schreiben und ich: Seit 2010 auf Mamaskind.de, woanders noch viel länger. Jetzt auch Geschichten. – Bild von Nadine Redlich, Potsdamomente.de

Gruppe = Steigerung des Zugehörigkeitsgefühls

Meine Erwartungen an den Schreibkurs mit dem Titel Kreatives Schreiben waren anfänglich ganz andere: Ich wollte Schreiben lernen. Ich möchte Geschichten erfinden, Charaktere entwickeln und ergründen, wie man am besten eine Story aufbereitet. Heldenreise, klar. Doch dahinter steckt noch mehr.

Erst nach ein paar Treffen mit unserer wunderbaren Schreibpädagogin merkte ich, da ist noch mehr. Ich traute mich nun selbstbewusster meine Texte in der kleinen Gruppe zu präsentieren. Die Namensschilder brauche ich längst nicht mehr, um gespannt dem zu lauschen, was meine Sitznachbarin äußert oder den Texten des Herrn mit dem trockenen Humor. Ich kenne ihre Namen.

Obwohl wir von Grund auf verschieden sind – Ende 20 bis Ende 70 dürfte alles vertreten sein – passt das einfach perfekt. Wir wachsen zu einer Gruppe heran, lernen die Eigenarten des Schreibstils kennen und ich weiß ganz genau, wer welchen Text geschrieben hat. Das ist verrückt aber absolut herzlich.

Was bedeutet das nun: Kurse für alle?

In meiner kleinen Stadtrand-Bubble, weit ab von tief drinnen, sind große Highlights, Ausstellung, spannende Orte eher begrenzt. Daher freute ich mich, ein Hobby gefunden zu haben, das nicht nur in meinem Haus stattfindet. Im Homeoffice habe ich nur selten Kontakt zu Menschen außerhalb meiner Familie.

Werbung

Damit ich nicht als Einsiedler am Berliner Stadtrand fast abgegrenzt und allein ende, entschloss ich mich für diesen Kurs.

Vielleicht ist ein ähnlicher Kurs oder überhaupt ein Kurs interessant für dich?

Mal raus aus dem (Eltern-) Alltag, ein paar Stunden für sich haben und nur über fachspezifische Themen reden und gemeinsam mit anderen etwas schaffen. Wenn alles klappt, werden wir als Gruppe ein gemeinsames Buch veröffentlichen. Es bleibt spannend.

Das Glücksgefühl nach dem Kurs

Schreiben könnte ich theoretisch den ganze Tag – aber nicht in der Zusammensetzung. Wir machen viele kleine Übungen, wollen uns aber bald an längere Texte heranwagen. Besonders freue ich mich über die Übungen, die weiter hinter die Fassade der Texte blicken lassen. Dabei stellte ich fest, dass das eigentlich jede Art von Text kann: Mindmap-Übungen, Lyrik, Satzschnipsel oder Kurzgeschichten.

Meine Texte handeln oft vom Alltag mit Kindern, wofür ich mich schon entschuldigte. Das muss man nicht! Ob Schreibkurs, Malgruppe oder Ballspiel im Team: Jeder ist auf seine oder ihre Art besonders. Das zeigt sich in den Ergebnissen und das sorgt eben für das wunderbare Gesamtbild.

Nicht nur bloggen, sondern mehr. Ich lerne Schreibtechniken und tausche mich mit anderen im Schreibkurs aus. - Was der Schreibkurs mit mir macht. Mehr dazu auf mamaskind.de
Nicht nur bloggen, sondern mehr. Ich lerne Schreibtechniken und tausche mich mit anderen im Schreibkurs aus. – Bild von Nadine Redlich, Potsdamomente.de

Voneinander in der Gruppe lernen

Da gibt’s die großartige Frau, die mich mit ihren Roman-artigen Geschichten fesselt, als ob ich mittendrin wäre. Wenn ich so schreiben könnte, denke ich dann oft und merke nicht, dass ich dabei bin, es zu lernen.

Werbung

Oder die mystische Lyrikerin, die Worte so magisch verbinden kann, als wenn sie es bereits seit Jahren macht. Vielleicht tut sie das auch. Es gibt Leute in der Gruppe, die Morgenseiten schreiben und davon schwärmen.

Mir gefallen auch die Autoren – darf man sie in der Gruppe schon so nennen? – die vermeintlich einfache Situationsbeschreibungen in Perfektion beherrschen. Alles fügt sich zusammen, wir lernen voneinander, angeleitet von der Pädagogin.

Gemeinsam lachen und weinen

Am Ende fügt sich alles zusammen: Am Ende jedes Kurses spielen wir Stille Post:

Jeder schreibt einen Satz, reicht den Zettel weiter. Man schreibt einen passenden Satz auf den vom Nachbarn erhaltenen Zettel, knickt dann den 1. Satz um. So sieht man nur noch den letzten Satz, und gibt den Zettel wieder weiter. Das macht man so lange, bis der eigene Zettel wieder da ist. Dann wird vorgelesen.

Das ist so lustig, ich lache jedes Mal Tränen! Ich, die in dämlichen Comedy-Shows und Komödien nur milde lächeln kann. Wenn überhaupt.

Bye bye Alltag & schlechtes Gewissen

Schreiben befreit und therapiert auf eine Weise und das gilt sicherlich für viele Hobbys und Aktivitäten. Radfahren z. B. oder Inline skaten. Joggen gehen oder spazieren. Nur wann nimmt man sich die feste Zeit, das tatsächlich in die Tat umzusetzen?

Was tatsächlich hilft: Sich die Zeit fest im Kalender zu markieren und wenn möglich die Kinderbetreuung in der Zeit an den Partner / Freunde abzugeben. Ich hätte nie gedacht, dass ich es sogar gut finden würde, ohne meine Kinder unterwegs zu sein.

Das schlechte Gewissen und negative Gefühle waren anfangs dabei:

  • Dann sind die Kinder ja länger in der Kita! (Ja, eine Stunde, na und?)
  • Dann bin ich einen Nachmittag nicht da, kann das gut gehen? (Viel besser, als es mir lieb ist!)
  • Dann muss ich ja rausgehen! (Und das ist gut so!)

Ganz ehrlich? Man kann sich alles schlechtreden, darin bin ich Meisterin. Manchmal muss man Dinge einfach mal machen, könnte ja gut werden.


Gerne auf Pinterest teilen :)

Man sagt doch: Schreiben therapiert. Das ist garantiert so, aber es gibt noch mehr Effekte des Schreibkurses. Gemeinschaft und Lernen. - Mehr zu Was der Schreibkurs mit mir macht auf Mamaskind.de
Man sagt doch: Schreiben therapiert. Das ist garantiert so, aber es gibt noch mehr Effekte des Schreibkurses. Gemeinschaft und Lernen.