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So oft passiert es, dass Freunde eine Verabredung absagen oder zu spät kommen. Die Gründe sind immer dieselben: ihre Kinder. Nicht-Eltern können sich vielleicht nicht vorstellen, dass man eine Verspätung in Kauf nimmt oder gar wegen einer Erkältung ein Freunde-Date absagt. Eltern verstehen das. Meistens.

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Gründe, warum unsere Freunde absagen

Zu den häufigsten Gründen zählt natürlich Krankheit. Es war schon alles dabei: Fieber, Durchfall, ansteckende Bindehautentzündung, Magen-Darm oder eine Bronchitis. Wir sind dankbar, dass hier Vorsicht gilt: lieber einmal zu oft die Verabredung verschieben, als dann gemeinschaftlich einen dicken Infekt durchmachen.

So wird der seit Wochen geplante Tag kurzfristig über den Haufen geworfen und Freundin X kommt nicht zu Besuch. Bei kleineren Kindern lohnt es sich daher, die Freunde nicht vorher anzukündigen, sondern nur im Falle des Kommens dem Kind zu berichten. Es lohnt sich. Ihr werdet euch über gesparte Tränen freuen.

Aber auch Übervorsicht (große Empfindlichkeit) spielt eine Rolle: „Nein, wir kommen heute lieber nicht, bei euch gibt es doch so viele Fälle von Scharlach / Magen-Darm-Infekten etc.“ Zu dieser Gruppe gehöre ich übrigens. Ich möchte meine Kinder (und mich!) vor den Krankheiten schützen und verschiebe auch Termine im Kindergarten, um nicht Teil der aktuellen Krankheitswelle zu werden. Schlimm? Nö!

Zu spät kommen ist mit Kind ok, oder?

Ich hasse Zuspätkommen und ich mag auch keine unpünktlichen Leute. Wer allerdings ein Kind hat weiß, wie kostbar der Kinderschlaf ist. Man freut sich, dass das Kind endlich eingeschlafen ist und hütet sich davor, es vorzeitig zu wecken. Immerhin könnte man mit schlechter Laune gestraft werden, mindestens mit einem ausgereiften Bockanfall. Das geht auch noch mit 5-Jährigen sehr gut. Für euch getestet.

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Rechtzeitig angekündigt ist es also legitim, später zu kommen, oder? Die eigenen Kinder dürfen dann schon vorher von Kuchen / Hirsestangen naschen, sind aber trotzdem hibbelig, weil sie auf die Freunde warten. Wenn es geht, besser pünktlich sein.

Zu einem Treffen fuhren wir oft so los, dass der Mittagsschlaf im Auto gemacht werden konnte. Das funktionierte bei einer Fahrt in die Heimatstadt (1 Stunde) sehr gut. Planung ist alles. Auch mit Kind kann man es versuchen, auch wenn diese häufig nicht aufgeht.

Auch Eltern fallen wegen Krankheit aus

Was uns auch vorkommt: wir oder die anderen Eltern werden krank, sodass wir unser Treffen verschieben müssen. Glücklicherweise versteht es der große Sohn, wenn wir ihm dies erklären (ohne Bockanfall). In letzter Zeit kommt das sogar gehäuft vor: Erkältungswelle in Berlin.

Dazu kommt, dass ich wegen den Masernfällen in Berlin akute Panik schiebe und öffentliche Verkehrsmittel mit dem Baby meide. In den Supermarkt oder zum Bäcker nehme ich das Baby nur mit, wenn es nicht anders geht. Ich bin geimpft, Baby 2.0 noch nicht. Daher verlagern sich Treffen auch bei schönem Wetter nach drinnen. Ein Risiko möchte ich nicht eingehen. Auch wenn ich oft höre: „Das ist doch nicht so schlimm. Masern sind doch eine Kinderkrankheit. Man kann die Kinder nicht vor allem schützen. (…)“ Ich kann es zumindest versuchen.

Der Großteil unseres Freundeskreises besteht aus Eltern. Was bleibt also? Mehr online treffen oder mehr kinderlose Freunde suchen?

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