Im Alltag, während der Arbeit und mitten im Familienleben wird zweitrangig, dass ich schwanger bin. Diese Schwangerschaft läuft irgendwie nebenher, was schon schade ist. Zu viele Gedanken sind bei anderen Dingen. Doch dass ich meine Schwangerschaft komplett ausblende ist neu.

Huch, ich bin ja schwanger – im 8. Monat

Ups, wie konnte das denn passieren? Als ich durch ein paar Berlin-Events surfte, blieb ich bei den Sport-Angeboten hängen. Wenn wir mal Paar-Zeit haben, könnten wir doch wirklich mal in die Halle zum Badminton gehen, wie wir das vor zehn Jahren ab und an machten. Wir mieteten einen Platz, feierten mit einem Freund sogar schon mal einen Geburtstag dort. Kürzlich wurde ich wieder auf mein gespeichertes Browser-Lesezeichen aufmerksam und überlegte schon einen passenden Zeitpunkt für ein Badminton-Spiel mit meinem Mann. Dann fiel es mir wieder ein: ich bin ja schwanger! Im 8. Monat. Also nicht ganz frisch, dass man es schnell mal vergessen kann. Eigentlich.

Dasselbe gilt für Volleyball. Ich spiele so gerne Volleyball und dachte vor kurzem daran, dass ich doch statt des Mannes mal zum Training gehen könnte. Dabei fiel mir ein, dass das schwanger, bald schon hochschwanger, wohl keine gute Idee ist. Mir fallen so viele Beispiele ein. Der Hochseilgarten z. B., den ich bisher noch nie besuchte, weil ich immer schwanger war, wenn wir mit Freunden dort verabredet waren.

Bauchvergleich: 8. und 10. Monat der Schwangerschaft

Bauchvergleich: 8. und 10. Monat der Schwangerschaft

Beim zweiten Kind hatte ich mehr Zeit

In meiner Schwangerschaft mit Sohn 2.0 hatte ich zwar viel zu tun: Kind und Vollzeitjob mit 35 h, doch dann kam das Beschäftigungsverbot und die Wehwehchen. Ich besann mich häufiger auf das Baby in meinem Bauch, war auch öfter beim Arzt zur Kontrolle. Ich war Zuhause und hatte Zeit, mich um Babydinge zu kümmern und horchte oft in meinen Bauch hinein. Wir machten sogar einen Wochenendkurs zur Geburtsvorbereitung.

Nun habe ich zwei Kinder, einen Teilzeitjob und den Blog, der den Rest meiner Freizeit in Anspruch nimmt. Geburtsvorbereitung ist nicht geplant, beim Arzt bin ich nur alle vier Wochen, meine Hebamme sehe ich auf eigenen Wunsch nur zweimal vor der Geburt. Beim neuen Arzt sehe ich auch nur zu den drei großen Ultraschalluntersuchungen mein Baby-Mädchen. Die einzige exklusive Zeit verbringe ich beim CTG mit meinem dritten Kind. Und darauf freue ich mich eher nicht, denn ans Gerät angeschlossen liegen zu müssen, ist keine schöne Sache für mich. Beim dritten Kind plane ich eine ambulante Geburt.

Der 8. Monat – Veränderungen

An meinem 30. Geburtstag sprach ich noch davon, dass ich noch immer von einer Beckenendlage ausgehe. Die Tritte merkte ich bis dahin weit unten. Meine Söhne lagen frühzeitig in Schädellage und blieben bis zum Ende der Schwangerschaft so. Evtl. hat sich mein Bauch-Mädchen am Wochenende gedreht. Die mittlerweile sehr intensiven Tritte merke ich nun vor allem in der rechten Rippe. Ob das wirklich so ist, sehe ich wohl erst beim dritten Ultraschall. Dann wäre es natürlich schön, wenn sie auch in Schädellage bleibt.

Nachdem die vorzeitigen Wehen mit Schmerzen vorbei sind, mache ich mir nur noch wenige Sorgen. Jedoch geht dadurch auch diese Schwangerschaft ein bisschen unter. Das tägliche Einreiben des Bauches, das ich diese Woche unbedingt machen wollte, passiert derzeit alle zwei Wochen. Bis auf das Bauchwachstum kann ich zudem wenig Neues berichten. Nur leichtes Sodbrennen begleitet mich nun täglich. Ich versuche dem mit Essen gegenzusteuern. Hinzu kommen ab und an Rückenschmerzen, vor allem abends und morgens. Manchmal müssen mir Sohn und Mann beim An- und Ausziehen der Socken helfen, weil der Knacks im Rücken nicht weggeht. ;)

Schwangerschaft vergessen? Passiert mir im Alltag mit zwei Kindern häufiger. | Mehr Infos auf Mamaskind.de

Schwangerschaft vergessen? Passiert mir im Alltag mit zwei Kindern häufiger.

Der Mutterschutz kommt bald

Ich vermute, dass es in zwei Wochen anders wird. Dann starte ich in meinen Urlaub vor dem Mutterschutz und habe mehr Zeit, mich auf die Geburt vorzubereiten. Dafür hab ich mir auch die Bücher Das Wochenbett (Amazon-Werbelink) sowie Slow Parenting (Amazon-Werbelink) vorgenommen. Endlich einen Fokus auf die Geburt setzen, obwohl mich einige Gedanken wie die Vorbereitung der Kinder auf das Geschwisterchen schon jetzt beschäftigen. Ich muss zur Ruhe kommen und merke, dass mich vor allem die Social Networks rund um den Blog sehr beschäftigen. Da muss ich noch eine Lösung für mich finden, damit ich mich von diesen ein wenig löse. Bevor unser Mädchen da ist. <3

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