Es ist so lästig. Dieses Mal kommt mir die Wartezeit bis zur Geburt unseres dritten Kindes so viel länger vor. Und schon beim zweiten Sohn war ich in der 39. Schwangerschaftswoche genervt. Denn mein erster Sohn kam in der 39. Woche zur Welt, während sich der zweite bis zur 40. Woche Zeit ließ. In der Schwangerschaft mit meiner Tochter habe ich mit vielen, vielen Wehen zu kämpfen, die keine Schmerzen bereiten, jedoch anstrengend sind und mich ständig in Alarmbereitschaft setzen. Schmerzlose Wehen, die regelmäßig seit der 34. Woche auftreten.

Wehen ohne Schmerzen – aber regelmäßig!

Arzt und Hebamme rieten: beim dritten Kind lieber früher als zu spät ins Krankenhaus losfahren. Doch auch mit ein wenig Schwangerschaftserfahrung stehe ich vor dem Rätsel: wann ist der richtige Zeitpunkt? Immerhin habe ich seit der 34. Woche nahezu jeden Abend regelmäßige Wehen, die meinen Bauch hart werden lassen und manchmal auch in den Bauch und / oder Rücken ziehen.

Ich weiß, wie sich echte Geburtswehen anfühlen. Bei der zweiten Schwangerschaft war ich immerhin nach einem Fehlalarm gerade noch rechtzeitig im Kreißsaal, um dort nach knapp einer Stunde unseren Sohn auf die Welt zu bringen. Das war auch toll: Zuhause Wehen veratmen und im Krankenhaus gebären.

Wie erkenne ich den Wechsel zu Geburtswehen?

Aber nun weiß ich nicht, wie schnell aus den regelmäßigen Wehen Geburtswehen werden können. Beim letzten Arztbesuch erhielt ich einen guten Befund. Es könnte jeder Zeit losgehen, alles sieht super aus – mein Körper ist bereit für die Geburt. Er glaubt nicht unbedingt, dass wir uns in dieser Woche nochmal sehen. Natürlich macht er keine Versprechen. Doch diese kleine Hoffnung behielt ich jeden Abend im Hinterkopf, als die Wehen erneut im 5 – 8 min Abstand konstant kamen. Bei manchen Wehen muss ich schon schnaufen, weil die Luft ordentlich weg bleibt. Geburtswehen sind das noch nicht. In dieser Anzahl hatte ich das bei den anderen Schwangerschaften jedoch nicht. Beim ersten Sohn hatte ich erst einen Tag vor der Geburt diese schmerzlosen Wehen, die in einem nächtlichen Blasensprung endeten. Beim zweiten Sohn war ich früh wegen Vorwehen und anderen Beschwerden im Beschäftigungsverbot. Den Vergleich der Geburten vom ersten und zweiten Kind habe ich hier verbloggt.

App Wehen Zähler iPhone Screenshot

App Wehen Zähler iPhone Screenshot

Die dritte Schwangerschaft ist wiederum komplett anders. Andere Wehwehchen als in der zweiten Schwangerschaft, nur die Vorwehen blieben und das Sodbrennen. Nun kommen Wehen im 5 min Abstand dazu, die mich verwirren, anstrengen und meinen Mann aufhorchen lassen. Er hat die Betreuungspläne für die großen Geschwister im Kopf und weiß, welche Freunde wann im Urlaub sind. Jeden Abend spielen wie was-wäre-wenn-Betreuungsbingo für die großen Kinder.

Regelmäßige Wehen in der 39. Schwangerschaftswoche

Regelmäßige Wehen in der 39. Schwangerschaftswoche

Ungeduld und Ungewissheit

Die Ungewissheit bleibt: wann geht es los? Wann werden aus den schmerzlosen Wehen die echten Geburtswehen? Sind es noch Vorwehen oder schon Senkwehen, welche die Geburt vorbereiten? Mein Bauch sieht noch recht unverändert aus und Freunde, die auf meinen Schwangerschaftsbauch blicken, sind skeptisch gegenüber einer baldigen Geburt (auch wenn man vom Bauch nicht auf die Geburt schließen kann).

Ich weiß, es bleibt nur das Warten, auch wenn es mir sehr schwer fällt. Je länger unsere Tochter im Bauch bleibt, desto besser für sie und ihr Gewicht, was vermutlich wieder vergleichsweise gering ausfallen wird. Meine Söhne hatten immerhin nur 2900 g bzw. 3030 g. Den letzten Ultraschall und somit Messung hatte ich in der 30. Schwangerschaftswoche. Wie viel sie geschätzt wiegt, weiß ich nicht. Ich versuche es jetzt mit dem Mantra:

Gut Ding will Weile haben.

Hilft aber nicht. ;) Wir freuen uns so auf unsere Tochter!


 

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