Vor drei Jahren schrieb ich über 10 Tipps, mit denen man trotz Kindern zu mehr Freizeit bekommen kann. Ich erinnerte mich daran, las diese erneut und schüttelte den Kopf. Als Mama von zwei Kindern sieht die Situation ein wenig anders aus. Muss ich meine Hobbys ändern, damit ich trotz Kindern Freizeit haben kann?

Kinder Bettzeit entscheiden lassen?

Eins ist sicher, Kinder kosten Freizeit. Das stört mich an manches Abenden, doch man kann es auch anders betrachten: wenn Sohn 2.0 so lange wach ist, ich aber nicht zwei Stunden neben ihm liegen möchte, muss ich mir eine andere Beschäftigung suchen. Snowqueen von Gewünschtestes Wunschkind äußerte sich dazu über ihre Abende mit den Kindern: Sie macht Feierabend, während die Kinder frei entscheiden dürfen, wann sie ins Bett gehen, sofern sie ruhig spielen. Wäre das eine Lösung für uns? Dafür spricht, dass ich nicht mehr mehrere Stunden mit dem wachen Sohn im Kinderbett verbringen würde, 1000 Bücher ansehe, Milch hole, Bücher anschaue, neue Milch hole, ihn ins Bett zurückrufe, ihm sage, dass jetzt nicht mehr gespielt wird usw.

Doch dazu müsste ich meine Freizeitbeschäftigung ändern:

  • Computerspiele
  • Serien schauen
  • Bloggen
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Soll ich meine Hobbys ändern, damit ich sie neben den wachen Kindern ausüben kann?

Eins meiner liebsten Hobbys sind Computerspiele. Doch welchen Eindruck macht das auf den fast Zweijährigen, wenn seine Mama jeden Abend vor dem Computer sitzt und zockt? Wenn er noch wach wäre, während ich spiele, müsste ich zudem auf kindertaugliche Spiele (ohne Schusswaffen und Kämpfe) umstellen. Ich wäre also eingeschränkt. Mir fehlt es, mich endlich wieder im Spiel zu verlieren. Eins werden, mit dem Charakter, den ich durch die digitalen Welten steuere. Ich denke an die Schätze, die es zu erobern gibt und das Siegesgefühl, das mich am Ende eines Spiels ereilt. Doch mit einem wachen Kind nicht machbar. Ebenso wenig wie mit einer müden Mama. Serien schauen geht auch müde noch gut. Dann muss ich nur liegen und mich berieseln lassen. Nur ist keine der Serien geeignet für Kinder. Das fällt also weg.

Auch bloggen kann ich nicht, wenn der kleine wuselige Staubwedel um mich herumsaust. „Gucke mal, Mama“, seine neueste Wortschatz-Ergänzung. Zu niedlich. Vor allem tagsüber. Wenn meine Kraft am Ende des Tages sinkt und ich auch an die paar Stunden (?) denke, die ich nur für mich habe, hoffe ich, dass er endlich schläft. Es gibt Mitleidende.

Ja, ja, wir wollten das so (und sind auch glücklich darüber, keine Frage!). Doch es bleibt das Träumen von der Freizeit, die man sich frei einteilen kann. Juchu, wir träumen tatsächlich: nachts, in unseren Betten, mit geschlossenen Augen. Denn Schlaf ist uns immerhin heilig.

Was bleibt: Mein Kindle

Mein geliebter Kindle. Wie viele eBooks las ich, als ich noch stillte? Viele. Heute hat sich das ein wenig verändert. Ich lese nur noch, wenn ich ins Bett gehe, bzw., wenn ich Sohn 2.0 in den Schlaf begleite. Doch abends / nachts schaffe ich nur noch wenige Seiten bis mir die Augen zufallen. Ganz optimal ist das alles nicht. Dennoch schaffe ich es, viele tolle Bücher zu lesen. Im Moment sind es Dystopie-Romane, die ich nahezu verschlinge. Tipp: Auf Englisch kaufen, dann sind eBooks in der Regel billiger.

Warum ist am Ende des Abends nur noch so wenig Freizeit übrig?

P. S. Der Beitrag wurde im Voraus geschrieben, als ich eigentlich schon längst im Bett liegen und träumen sollte. Nicht von mehr Freizeit, sondern von Häusern aus Marzipan mit Zartbitterschokolade. Oder so.

Fragen

  1. Hast du Tipps für mich?
  2. Wie regelt ihr das zu Hause?
  3. Darf / Will man Zweijährigen den Mittagsschlaf kürzen?
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