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Ich schrieb schon mal, dass ich eine ängstliche Mutter bin. Dass hat sich auch nicht verändert. Warum eigentlich? Es gibt so viele Dinge, die mein Sohn schon lange kann, dennoch stehe ich bereit und biete eine Stütze an. Muss ich das? Sollte ich das?

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Vertrau deinem Kind endlich!

Ich gebe doch nur Hinweise, oder?

Es könnte sein. Doch renne ich dem 5-Jährigen in der Wohnung nicht hinterher, was ich spätestens dann bereue, wenn ich seine neuen Experimente mit Wasser / Knete oder Bastelmaterialien entdecke. ;) Berichtete ich davon, wie er sich sein eigenes Storm Trooper Kostüm bastelte, indem er Papierplatten auschnitt und sie mit Klebstoff auf seinen Pullover klebte? Aber Kinder soll man ja machen lassen. Und wasserlöslicher Klebstoff ist nicht schlimm. Oder tausend Bügelperlen in dem hohen Teppich. Oder ein überflutetes Bad. Ist alles reparabel. Ich gebe meinem Sohn zwar Hinweise, wie er die Verwüstung in Grenzen halten kann, doch versuche ich, nicht in den meckernden Ton zu verfallen.

Anstrengend wurde es für mich, wenn er Dinge selbst ausprobieren wollte. Ich rede nun nicht über die Kleinkindzeit, wenn Kinder sich alleine anziehen wollen, sondern über die vermeintlich gefährlichen Dinge wie Kinderturnen, das Balancieren über hohe Mauern usw. Mein Kind könnte herunterfallen! Ich bot stets eine helfende Hand an, die mein Sohn natürlich nicht ausschlug. Ist das der Grund dafür, dass er viel später anfing, alleine die für ihn schwierigen Übungen zu machen? Dass er erst spät in der Höhe über Bänke kletterte oder vom Kasten hüpfte? Für mich nicht.

Andere sind lockerer

Bekannte als auch Freunde sind weitgehend lockerer. Sie lassen die Kinder einfach machen. Der Schalter ist bei mir noch nicht gefallen. Oft denke ich: Was ist, wenn nun etwas passiert, wenn ich nicht daneben stehe? Bei dem Großen habe ich das mittlerweile abgeschaltet, bei dem Kleinen fängt diese Zeit nun erst richtig an. Ich sehe ihn ständig fallen (meist tut er es danach auch). Ich finde es toll, dass andere ihren Kindern und den Fähigkeiten vertrauen. Sie können dies einschätzen und wissen, wann sie vielleicht doch zum Kind rennen sollten, weil es sich eben nicht mehr auf dem Klettergerüst halten kann. Doch ich zögere.

Ist es vorgelebte Angst? Meine Mama ist stets zur Stelle, wenn ihre Enkel sportlich unterwegs sind, der Tischkante bedrohlich nahe kommen oder die Kinder auf waghalsige Ideen kommen. Kann dieses beschützende Verhalten erlernt sein? Bestimmt. Doch nochmal die Frage: Wie schlimm ist es, dass ich meinen Sohn so lange bei seinen Unternehmungen begleite?

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Was denkt ihr?

Dazu hätte ich gerne eure Erfahrungen. Hängen Gluckendasein und verspätete* sportliche Fähigkeiten zusammen? Kann man dieses Verhalten abbauen und sollte man dies auch?

*(Bei uns ist alles im Rahmen)

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