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Werdende Mamas kennen vielleicht die Vergesslichkeit, auch Schwangerschaftsdemenz, die sich, verursacht durch den kleinen Parasiten im Bauch, bis zum Hirn frisst. Viel Denken ist in diesem Zustand nicht mehr. Bedauerlicherweise hält der Gehirnschwund auch noch in der Stillzeit an – die Stilldemenz folgt.

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Folgen des Stillens

Mein Still-Gehirn ist Matsch

Weiterbildung in der Elternzeit, welch schöner Begriff. Auch ich nahm mir vor, mich ständig auf dem laufenden in meinem SEO-Job zu halten. Das klappt gut, wenn auch ein wenig langsamer. Die wichtigen News habe ich neben einer Fachzeitschrift abonniert, auf Twitter bekomme ich alles weitere mit. So weit so gut.

Nur was ist mit den anderen Plänen? Ruby (Programmiersprache) wollte ich nebenbei lernen und auch PHP interessiert mich. Das klappte im Mutterschutz noch recht gut, mit Baby, das nicht so oft schläft, kaum noch. Programmieren lernt man nicht, indem man ein schickes Buch liest. Man muss das Wissen anwenden. Das klappt folglich nur in den Schlafzeiten des Babys (= selten). Abends ist das schon gestörte Gehirn noch matschiger vom Tag mit Baby und Kita-Kind, das nachmittags betreut wird. Zeit für neue Projekte? Wenig. Also suche ich neue Hobbys wie Sketchnotes und mein Bullet Journal mit denen ich alles verbinden kann.

Ganz schlimm – die Vergesslichkeit

Man sagt ja, dass das Gehirn trainiert werden muss, um in Form zu bleiben. Bei mir ist aktuell Sparflamme angesagt. Einkaufslisten entstehen in Wunderlist, SEO-Notizen in Evernote, Termine stehen im Kalender – viel nachdenken muss man im digitalen Zeitalter nicht mehr. Das ist schlimm für das Stillgehirn!

Mir fehlt meine Arbeit und auch das Hineinversetzen in komplizierte Fälle oder auch das Denken selbst. Also gebe ich dem Gehirn Futter. Ich lese fachspezifische Blogs und vor allem englische Bücher (wenn auch meist Belletristik). Bloggen hilft übrigens auch ganz gut.

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Ohne Zettel könnte ich dennoch nicht einkaufen gehen. Für so unwichtige Dinge ist kein Platz im Speicher. Ist das schlimm? Für mich nicht. Ich konzentriere mich auf die wesentlichen Sachen: Kinder und Weiterbildung – ohne neue Projekte. Die kann ich auch später noch angehen. Laut Wikipedia gibt es übrigens keinen wissenschaftlichen Nachweise für eine Stilldemenz. Mütter wissen es besser.

Meine schusseligsten Punkte

  • Schlimm: Sätze bilden unter Erwachsenen
  • Einkaufen, um ein Produkt zu kaufen und dieses vergessen
  • Windel vergessen anzuziehen (schöne Schweinerei!)
  • Ungeeignete Kleidung in den Trockner legen
  • Vergessen, was ich im nächsten Moment tun wollte
  • Nutella in den Kühlschrank stellen

Bei mir sind das eher harmlose Dinge. Bisher schaffte ich es glücklicherweise immer, mich nach dem Stillen und vor Öffnen der Tür zu bedecken. :D

Was sind eure gröbsten Schnitzer aufgrund der Stilldemenz?

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