Jetzt mal ehrlich, ich fühle mich ein wenig verarscht. Die ganze Schwangerschaft über hatte ich mit kleineren und größeren Problemen zu kämpfen, sodass der Mann nicht nur Job, sondern auch Kinderbetreuung und Haushalt voll übernehmen musste.

Wann beginnt die Geburt

Probleme in der Schwangerschaft – frühzeitige Wehen

Ständig hatte ich Angst, dass das Baby viel früher als geplant kommt. Gegen frühzeitige Wehen sollten Magnesium, Stressvermeidung (haha, witzig mit Kleinkind im Haus), und wenig Bewegung helfen. Arbeiten bis zum Mutterschutz, wie ich es beim ersten Sohn lässig konnte, war somit gegessen. Nie hätte ich gedacht, dass eine Folgeschwangerschaft anders laufen könnte. Zumal ich verhältnismäßig jung bin und Probleme eher bei Frauen ab Mitte 30 vermutet hätte.

Auch die Symphyse will nicht mehr

Als endlich die kritische Zeit in der 35. – 36. Woche vorbei war, d. h. die Lunge ausgereift war, sodass Baby keine Lungenreifespritzen mehr brauchte, wurde mein Bewegungsverbot aufgehoben. Denkste, dann fing die Symphyse an, zu schmerzen. Und wer das Vergnügen mal hatte, weiß: Man will sich nicht bewegen, wenn jeder Schritt weh tut. Dennoch musste ich das Kind irgendwie zur Kita bringen, da der Mann pünktlich auf Arbeit sein musste, um den Sohn wenigstens abholen zu können. Zweimal am Tag wäre selbst der kurze Fußmarsch Horror für mich gewesen.

Dies alles weiterhin von Wehen begleitet. Jetzt, in der 39. Schwangerschaftswoche, darf das Baby jederzeit kommen. Mit einem geschätzten Gewicht von 2800 g ist auch ein guter Wert für den Start ins Leben erreicht. Und ich warte.

Wann geht es endlich los?

Aber das Warten ist ätzend. Jede Wehe, ob Übungs- oder Senkwehe wird interpretiert. Zeitabstände aufgeschrieben und dennoch passiert nichts. Jedes kleinste Symptom wird analysiert: Müdigkeit (nee, nur ein Eisenmangel – noch mehr Tabletten schlucken!), Trinkverhalten (nee, nur die Hitze!), mangelnde Konzentration (nee, völlig normal in der Schwangerschaft) und die ganzen anderen Dinge, die man in der Schwangerschaft so beobachtet.

Während ich in den vergangenen Monaten nicht darauf eingestellt war, ein weiteres Kind zu bekommen, bin ich es jetzt umso mehr. Alles ist vorbereitet: Wohnung, Geist, Einsatzhelfer zur Geburt (= Sohnabholer) und nun tut sich gefühlt nichts. Aus ärztlicher Sicht kann es jederzeit kommen, Prognosen werden allerdings nicht gegeben. Eine der größten Sorgen unsererseits ist bislang noch die Sohnabholung – Was, wenn die Personen aus irgendwelchen Gründen verhindert sind?

Ausruhen und Tee trinken

Aber was soll’s. Vielleicht sollte ich die letzten Tage mit dickem Bauch genießen, auch wenn es schwer fällt. Schwangerschaft an sich ist ja auch etwas Tolles. Eigentlich. Jedenfalls habe ich die bei meinem ersten Sohn sehr genossen.

Ich versuche, ruhig zu bleiben, mich nicht zu sehr zu stressen und Himbeerblättertee zu trinken. Soll ja helfen. Also hangele ich mich von Tag zu Tag und ruhe mich viel aus. Geistige Hochleistungen kann man von mir nicht mehr erwarten. Mein Blog-Plan liegt brach, meinen Tag verbringe ich mir Surfen und Star Trek und ich giere auf Neuigkeiten von der Arbeit. Mein Mann muss / darf immer genau berichten, was passiert ist, am besten noch ausführen, mit wem er geredet hat etc. (wir haben denselben Arbeitgeber und ich kenne die meisten Gesichter zu den Geschichten).

Bis das Baby da ist und ich die erste Wochenbettzeit überstanden habe, rechnet also nicht mit größeren Beiträgen zur SEO-Reihe für Mama-Blogs etc. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! :-)

Kleines Update

Bis mein Sohn zur Welt kam, muss ich noch 11 Tage warten. Er kam kurz vor dem errechneten Geburtstermin. In der 40. Schwangerschaftswoche schrieb ich daher noch einen weiteren Blogpost, in dem ich ungeduldig auf die Geburt des Babys wartete. Letztlich ging die Geburt relativ schnell. Die beiden Geburten der Söhne habe ich in einem weiteren Blogpost Vergleich der Geburten beider Kinder im Geburtsbericht geschrieben.

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