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Was haben wir für ein Brimborium gemacht, um unserem ersten Sohn zu überzeugen, dass es einen Weihnachtsmann gibt. Bei Sohn 2.0 machen wir das nicht mehr. Es gibt keinen Weihnachtsmann. Das ist auch dem großen Sohn schon länger klar. Nehmen wir damit den Kindern den Weihnachtszauber? Nö, sage ich.

Glaube und Weihnachten

Weihnachten hat irgendetwas mit Religion zu tun. Jesus wurde an Weihnachten geboren. Das habe ich gegoogelt, weil ich es sonst nicht wissen würde. Religion und ich, das passt nicht zusammen. Jedenfalls nicht die Art von Religion, wie sie Christen & Co. ausüben. Nach einem festen Regelwerk, das mich schon oft bei anderen (Gläubigen) anstoßen ließ. Fettnäpfchen und ich, das passt viel besser.

Ich war an Weihnachten nie in der Kirche, habe keine Gläubigen in der Familie und auch keine Ahnung von den Festen und Gebräuchen. Manches bekomme ich in meinen geliebten Historienromanen mit, einiges finde ich auch heute noch mittelalterlich. Nur um das klarzustellen: jeder darf und sollte das glauben, was er  oder sie möchte. Nur möchte ich keine Auswirkungen auf mich oder meine Familie davon merken.

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Den Weihnachtsmann gibt es nicht!

Der Weihnachtsmann bringt die Geschenke

Das mit Weihnachten ist eine andere Sache und auch Ostern feiern wir: mit bunten Ostereiern und Süßigkeiten. Wir nutzen das Fest, um uns mit der Familie zu treffen, die immer weiter schrumpft, um zu essen und uns mal wieder auszutauschen. Für mich gehören auch Geschenke dazu. Tolle Dinge aussuchen und gerne auch welche bekommen. Ich liebe Geschenke! In Amazon habe ich mehrere Listen, für mich und die Kinder, die ständig gepflegt werden.

Dem großen Sohn erzählten wir damals, dass es den Weihnachtsmann gibt. Das wurde schon so von Tagesmutter und Kita an die Kinder vermittelt. Wir stellten am Abend vor Heiligabend mit dem damals 3-Jährigen Milch und Plätzchen neben den Weihnachtsbaum, die am nächsten Tag verspeist waren. Zudem kam der als Weihnachtsmann verkleidete Onkel und überreichte Geschenke an alle, die etwas vortrugen. Ein Graus für meinen großen Sohn. Auf Weihnachtsmärkten hatte er oft Angst vor dem riesigen Mann im roten Mantel. Einzig schön finde ich die Aktion, dem Weihnachtsmann einen Wunschzettel zu schreiben, der ihn sogar beantwortet. Kinder können einen echten Brief nach Himmelfort schicken und bekommen eine Antwort. Das geht jedoch auch wunderbar im Rahmen der Familie.

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Der Weihnachtsmann ist eine Lüge

Doch warum sollte man die Kinder anlügen? Man investiert Jahre darin, dem Kind zu erzählen, dass es einen Weihnachtsmann gibt, der die Geschenke bringt. Manche erpresse ihre Kinder gar:

Wenn du nicht lieb bist, bringt dir der Weihnachtsmann keine Geschenke!

Irgendwann finden sie es eh raus. Sei es, weil sie den Erzieher an der Brille hinter dem weißen Bart erkennen und erste Fragen stellen oder weil sie es von anderen erfahren. Möchte man, dass das Kind von anderen berichtet bekommt, dass es die ganze Zeit angelogen wurde? Kein schöner Gedanke.

Den Weihnachtsmann gibt es nicht

Bei Sohn 2.0 machen wir es nun anders. Den Weihnachtsbaum schmücken wir zusammen, die Plätzchen und die Milch essen und trinken wir selbst. Geschenke besorgen wir Eltern und Großeltern und der Wunschzettel ist für uns, damit wir wissen, was die Kinder sich wünschen. Willkommen in der Realität.

In der Vergangenheit war Weihnachten oft Thema. Es ging besonders um viel Konsum: