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Im Rahmen meiner mir auflegten Besserungspläne, man erinnere sich an meine Gedanken zu 29. Geburtstag, habe ich überlegt, öfter mal Ja zu sagen. Das mag keine Neuerscheinung in der Erziehungswelt sein, für mich ist es das hingegen schon. Wenn ich keine Lust habe, antworte ich mit einem Nein. Klar, die Kinder müssen auch damit leben können, darum geht es nicht. Vielmehr möchte ich nicht immer gleich abblocken, ohne zu überlegen, ob das vielleicht doch möglich wäre. Positiver handeln, positiver sein.

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Öfter mal Ja sagen! Warum eigentlich nicht?

 

Ich, die Nein-Sagerin

Ob ich Lust habe zum Spielen, fragt mich der große Sohn, während ich gerade den Geschirrspüler einräume. “Nein” antworte ich dann immer, denn ich müsse erst die Hausarbeit erledigen. Mein Sohn findet das natürlich nicht toll. Kein Wunder, denn warum sollte Hausarbeit wichtiger sein als das Spiel mit den Kindern? Wahrscheinlich geht es auch ein wenig um die generelle Frage: Zeige ich meinen Kindern, dass Hausarbeit dazugehört und dass eine Tätigkeit abgeschlossen werden muss, bevor die nächste begonnen wird? Oder lasse ich alles stehen und liegen und hechte sofort zu meinen Söhnen? Vermutlich bedarf es einer Zwischenlösung: wenn ich sehe, dass sie mich brauchen, kann die Hausarbeit auch mal warten. Ansonsten erledige ich diese im Alltag zwischendurch. Es mag Eltern geben, die machen das, wenn sie Feierabend haben, also die Kinder im Bett sind. Ich habe aber richtige Hobbys, Haushaltsarbeit gehört nicht dazu. ;)

Doch Haushalt ist in meinem Fall oft nur eine Ausrede. Tatsächlich habe ich keine Lust, mit dem Söhnen Autos zu spielen oder Schienen aufzubauen, um auf ihnen Züge fahren zu lassen. Ich kann mir nur wenige langweiligere Spiele vorstellen. Meinem großen Sohn sage ich das ehrlich: “Ich mag nicht mit den Autos umherfahren, das macht mir keinen Spaß.” Entweder schnappt er sich dann alleine die Rennautos oder wir finden ein Spiel, das uns beiden gefällt. Sascha sieht das komplett anders. Seiner Meinung nach muss man als Eltern auch Spiele mitmachen, die in unseren Augen nicht lustig sind. Doch wieso sollte ich das tun? Ich möchte in meiner Freizeit nichts machen, was öde ist, wenn es gute Alternativen sind! Oder sage ich zu oft Nein?

Ja statt Nein sagen

Mich würde interessieren, was sich ändert, wenn ich statt Nein öfter Ja sage. Wird auch mein Sohn häufiger bereit sein, z. B. im Haushalt zu helfen oder generell positiver antworten? Immerhin bin ich ein Vorbild und das manchmal wohl nicht so, wie ich es gerne hätte. Ich möchte nicht zu alles Dingen Ja sagen, aber mindestens zu den Aktivitäten, die ich aus reiner Faulheit ablehne. Wenn mein Sohn z. B. seine Krümel-Knete, den Pappmaché-Dino oder das freizulegende Dino-Skelett einfordert und ich nur an den Schmutz denke, der entstehen wird. Wenn der Kleine sich alleine die Hände waschen will und ich genau weiß, danach muss ich ihn umziehen, weil die Ärmel wieder runterrutschen, oder wenn ich vorlesen soll, obwohl ich ganz müde bin. Im Nachhinein ärgere ich mich oft, dass ich zu faul war, ihm die benötigten Materialien zu geben oder dass ich ihn mit einer fadenscheinigen Begründung ablehnte. “Wir essen doch bald!” ist kein Satz, den ein 5-Jähriger gerne hört, wenn er doch ganz andere Pläne hat!

Aber Einsicht ist der erste Schritt zu Besserung, sagt man nicht umsonst. Ich habe erkannt, dass mein Verhalten, das auf Bequemlichkeit ruht, nicht angebracht ist, besonders nicht in einem Kleinkind-Haushalt. Ich kämpfe gegen die Faulheit an, tatsächlich sogar, denn ich habe mir Joggingschuhe gekauft und Pläne zusammen mit Sascha geschmiedet, wann wir zusammen Sport machen: Jogging & Fitness. Ich glaube, dass nicht nur meinem Körper, auch meinem Geist Bewegung fehlt. Raus aus dem Loch, aktiv werden und öfter mal Ja sagen. Außer zum Fernsehen unter der Woche, das ist auf den Sandmann limitiert. ;)

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