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Die STIKO empfiehlt, das Kleinkind im Alter von 11 bis 14 Monate gegen Mumps, Masern und Röteln (MMR) impfen zu lassen. Einen Impftermin legten wir bereits zeitgleich mit der U6 von Baby 2.0. Dann kam jedoch die Masernwelle in Berlin und wir entschieden uns um.

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Masern beim Baby vermeiden

Da Masern auch gefährliche Spätfolgen haben können, z. B. Enzephalitis, fragte ich unsere Kinderärztin um Rat. Sie sah die Situation lockerer, war jedoch einverstanden, Baby 2.0 bereits mit 9 Monaten zu impfen, zum frühestmöglichen Zeitpunkt einer MMR-Impfung. Würde man noch früher impfen, könnte der Impfstoff auf Grund der noch vorhandenen Abwehrstoffe im Babykörper nicht richtig wirken, daher setzte man den Zeitpunkt um den 1. Geburtstag, erwähnte sie. Bis zur Impfung sollten wir öffentliche Verkehrsmittel und Menschenmassen vermeiden. Persönlich schloss ich sogar Spielplätze ein, sodass ich mehrere Wochen nicht mehr mit beiden Kindern zusammen auf einem öffentlichen Spielplatz oder beim Kinderturnen war. Glücklicherweise haben wir einen tollen Hof, auf den wir umschwenkten. Auch mein PEKiP-Kurs durfte nur noch besuchen, wer als Erwachsener eine Masern-Impfung im Impfpass nachweisen konnte. Ich ließ den Kurs sausen, denn ich mied auch den Bus.

Zugleich riet die Kinderärztin, keine Panik zu bekommen. Auch die Ärzte im Krankenhaus, die wir mit Baby 2.0 und dem verletzten Lippenbändchen aufsuchten, bestätigten dies. Durch die Medien wurde das Masern-Drama natürlich sehr viel gepusht und für mich sehr präsent. Mich erwischte die Panikmache der Medien kalt. Doch auch andere Eltern in meinem Bekanntenkreis hatten Angst, dass sich ihre Babys anstecken. Ihre Kinderärzte lehnten die Impfung mit 9 Monaten ab. Unverständnis auf meiner Seite, ich wollte den Schutz für mein Baby so schnell wie möglich haben. Kurze Zeit später wurde ein Masernfall in einer Kita nicht weit von hier bekannt. Ich entschied mich folglich richtig.

Nicht mehr Nebenwirkungen, dennoch Impfgegner

Laut meiner Ärztin sollten mögliche Nebenwirkungen nicht stärker auftreten, als es bei älteren Kindern der Fall wäre. Das war mir auch wichtig. Ich wollte sicher sein, dass sich mein Baby zumindest nicht mit Masern anstecken kann, wenn ich durch Berlin fahre. Durch rücksichtslose Impfgegner ist mein Baby, das schon Teil der Risikogruppe ist, noch mehr gefährdet. Masern sind schon vor den roten Hautflecken ansteckend. Wie können Eltern damit leben, nicht nur ihr Kind, sondern auch andere in Gefahr zu bringen obwohl unser Impfsystem meiner Meinung nach gut durchdacht ist und für mehr allgemeine Gesundheit sorgt? Ich kenne niemanden persönlich, der nicht impft. Und unter ihnen gibt es sogar einen Waldorf-Fan, Klischee nicht erfüllt.

Ein wenig Respekt hatte ich vor den Nebenwirkungen. Mein Ärztin sprach von Fieber und Impfmasern, die ca. 4 – 10 Tage nach der Impfung auftreten können aber nicht müssen. An Tag 9 erreichte Baby 2.0 auch das Fieber. Zudem bekam er kleine rote Punkte im Gesicht, jedoch nicht auf dem Körper. Daher bin ich nicht sicher, ob es sich dabei um Impfmasern handelte. Sie schienen ihn nicht zu stören und auch das Fieber steckte er gut weg. Da er noch immer gestillt wird, legte ich ihn häufiger an. Kuscheln und Trinken gleichzeitig, super! Zwischendurch hatte mein Sohn auch Durchfall, von dem ich nicht sagen kann, ob die Ursache der Impfstoff oder schlichtes Zahnen ist.

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Studie: MMR-Impfung nicht Schuld an Autismus

– Update 22.04.2015 –

Gestern wurde mir noch ein Beitrag zugesendet, der über eine aktuelle Studie zum Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und Autismus berichtet. Es gibt keinen. An der Studie waren 95000 Kinder beteiligt. Es lohnt sich, diesen Artikel zu lesen!

Ein Pieks, große Wirkung

Mein Baby ist nach der Impfung ein Leben lang gegen Masern geschützt, ein guter Grund, um selbst ein sehr kleines Kind impfen zu lassen. Mein 9 Monate altes Baby weinte nicht mal bei dem kleinen Pieks, der ihn vor größerem Schaden schützen soll. Mein Sohn saß auf meinem Schoß, wo auch die Dosis verabreicht wurde. Wenn ihm die Spritze weh tat, ließ er es sich nicht anmerken.

Nun, zwei Wochen nach der Impfung, ist mein Baby immunisiert, der Impfstoff wirkt erst jetzt. Nicht nur mein Baby ist geschützt, es kann auch keine anderen Personen mehr anstecken. Ein Faktor, den viele Impfgegner der eigentlich seltenen Krankheit vergessen. Das Ziel, bis 2015 die Masern in Deutschland auszurotten konnte nicht erfüllt werden. Ich bin sehr froh, dass wir die Möglichkeit hatten, unser Baby früh zu impfen.

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